Sessionsfrage

Soll der Staat die Boni der Unternehmen gesetzlich regeln?

Um was geht es?

JA

Silvia Schenker

«Die Stabilität ist in Gefahr, wenn der Gegensatz zwischen den Gewinnern und der Mehrheit krasser wird. Nur der Staat kann, im Interesse aller, der Freiheit Grenzen setzen»

Yvonne Gilli

«Über die Boni, das sind die variablen Lohnanteile, wurde leider in den letzten Jahren abgezockt - die Folge davon: wir müssen gesetzlich flankieren! Leider!»

Regula Rytz

«Die neuste Erhebung über die Löhne in den Chefetagen von börsenkotierten Unternehmen belegen, dass kein Zusammenhang zwischen Leistung und den überhöhten Boni besteht»

Balthasar Glättli

«Die Abzockerei muss eingeschränkt werden. Boni über 3 Mio. pro Person sind keine normalen Betriebsaufwände und gehörten bei den Unternehmen besteuert.»

Barbara Schmid-Federer

«Die Bevölkerung hat die exzessiven Lohnbezüge der Manager satt. Der gestrige Entscheid zeigt: Die anderen bürgerlichen Parteien nehmen dieses Anliegen nicht ernst»

Edith Graf-Litscher

«Die Entscheidung des NR ist ein Freipass, für alle Lohntreiber mit ihren Exzessen wie gewohnt weiterzufahren. Der Kampf gegen die Abzockerei muss weitergehen.»

Cesla Amarelle

«Ich bin der Ansicht, dass der Staat grundsätzlich Obergrenzen für Boni (maximaler Prozentsatz am Gesamtlohn) festsetzen muss. Dies umso mehr, wenn es sich um Un»

Yannick Buttet

«Die letzten Monate und Jahre haben gezeigt, dass die Wirtschaft unfähig ist, dieses Problem selbst effizient zu regeln.»

Marianne Streiff

«Leider zeigt die Praxis, dass eine Regulierung durch den Staat nötig wäre. Auf freiwilliger Basis kann die Gier einzelner Exponenten scheinbar nicht eingedämmt werden»

Elisabeth Schneider

«Nur mit einem griffigen Gegenvorschlag kann die für die Wirtschaft äusserst gefährliche Minderinitiative gekippt werden.»

Corrado Pardini

«Es ist politisch und gesellschaftlich unerwünscht, der Abzockerei freien Lauf zu lassen. Deshalb sollten wir hier in diesem Artikel Schranken beschliessen.»

NEIN

Beat Flach

«Es handelt sich um eine reine Unternehmenssteuer mit Hunderten von Schlupflöchern! Die Empfänger, die "Abzocker", könnten weiterhin ihre Boni kassieren.»

Kurt Fluri

«Nein, aber er soll dem Aktionariat die Kompetenz geben, die Entschädigungen für die Unternehmensleitung und den Verwaltungsrat stufengerecht festzulegen.»

Urs Gasche

«Die Schweiz verfügt über ein freiheitliches System. Der Staat soll nicht über die Vergütungen entscheiden, aber ermöglichen, dass die Aktionäre mitreden können»

Roland Fischer

«Grundsätzlich sollten die Aktionäre für die Regelung der Boni zuständig sein, nicht der Staat. Die Besteuerung hoher Boni sollte jedoch nochmals geprüft werden.»

Martin Landolt

«Die Bonussteuer ist kein wirksames Mittel gegen überhöhte Vergütungen, sondern erhöht primär die steuerliche Belastung des Unternehmens und stärkt nicht die Aktionäre»

Ruedi Noser

«Der Staat hat sich nicht in die Entschädigungspolitik von privaten Unternehmen einzumischen. Die Bonisteuer hätte nichts gegen Lohnexzesse gebracht. Nur eine Steuer mehr»

Bernhard Guhl

«Nein, der Staat soll nicht die Boni gesetzlich regeln. Leistungsabhängige Boni müssen möglich sein. ABER der Abzockerei muss ein Riegel geschoben werden.»

Sebastian Frehner

«Nein, dies ist nicht Sache des Staates. Ich bin aber für eine Stärkung der Aktionäre.»

Hans Kaufmann

«Saläre und Boni der Privatwirtschaft sind Sache der Eigentümer, das heisst der Aktionäre, und nicht Sache des Staates.»

? So stehen die Parteien:

JA
NEIN

? Das sagen die Politiker:

  • Copyright © Politnetz AG 2009–2017
  • Impressum
Release: production