Sessionsfrage

Ist ein institutioneller Zusammenschluss der Mitteparteien CVP und BDP Voraussetzung für eine allfällige Wiederwahl von BR Widmer-Schlumpf?

Um was geht es?

JA

Cédric Wermuth

«Es wäre falsch, eine Bundesrätin abzuwählen, die ihre Arbeit solide macht. Ein institutionelles Zusammengehen mit der CVP ist für ihre Wahl aber unabdingbar.»

Alec von Graffenried

«BR Widmer-Schlumpf erfüllt zweifellos die Voraussetzungen für ihr Amt. Zusätzlich muss sie sich im Parlament möglichst gut verankern und ihre Basis verbreitern»

NEIN

Yvonne Gilli

«Weil die inhaltliche Positionierung zu drei Schlüsselthemen zentral ist: erneuerbare Energien, Finanzierung Sozialversicherungen und anständige Wirtschaftspolitik»

Beat Flach

«Die WählerInnen haben bei den Wahlen nicht drei ungefähr gleich grosse Partei-Blöcke gewählt, sondern den Zentrumsparteien wesentlich mehr Gewicht gegeben.»

Yannick Buttet

«Der Wille des Volkes und das Gleichgewicht im Bundesrat müssen in dieser Wahl die ersten Prioritäten sein.»

Susanne Leutenegger-Oberholzer

«Voraussetzung nicht, aber erwünscht. Das würde klären, wo sich die BDP inskünftig politisch zu positionieren gedenkt.»

Hans Fehr

«Auch bei einem Zusammenschluss von CVP und BDP ist eine Wiederwahl abzulehnen, denn die Stimmbürger haben nicht einem "Mitte-Konglomerat" die Stimme gegeben.»

Natalie Rickli

«Was die Mitteparteien machen, müssen sie selber wissen. Klar ist, dass die SVP Anspruch auf zwei Sitze hat. Nur so gibt es wieder politische Stabilität und berechenbare Verhältnise.»

Yvonne Feri

«Nicht nur die Konkordanz ist ausschlaggebend dafür, ob Bundesrätinnen wieder wählbar sind, sondern insbesondere die Kompetenzen der einzelnen Personen.»

Jacqueline Badran

«Gute Bundesräte sollte man grundsätzlich nicht abwählen. Aber ein Zusammenschluss würde sicher wegen der aritmethischen Zusammensetzung des BRs helfen.»

Urs Gasche

«Weil es unschweizerisch wäre, Koalitionsverträge zu schliessen und es auch keinen Fraktionszwang gibt. Übereinstimmung in zentralen Fragen und Wahlempfehlung genügt.»

Martin Landolt

«Konkordanz heisst Übereinstimmung. Gerade die inhaltliche Konkordanz zu den wesentlichen Fragestellungen ist deshalb in den nächsten Jahren von hoher Bedeutung»

Thomas Hardegger

«Ob Mitte CVP/BDP und allenfalls mit der GLP als „Zentrumskraft“ gewertet wird, müssen diese Fraktionen sichtbar machen. Über Konkordanzansprüchen stehen fähige KandidatInnen.»

Bernhard Guhl

«Gemäss BV müssen Landes- und Sprachregionen angemessen vertreten sein. Meiner Meinung nach braucht es im Bundesrat gute Führungspersönlichkeiten und Kontinuität»

Rosmarie Quadranti

«Bundesräte, die gute Arbeit geleistet haben, soll man wiederwählen. Sie dürfen nicht zum Spielball der Parteien werden. Wir brauchen Kontinuität und Stabilität.»

Lothar Ziörjen

«Die BDP ist der Meinung, dass Bundesräte im Interesse einer stabilen Landesregierung nicht grundlos abgewählt werden sollen und befürwortet den Status Quo.»

Cesla Amarelle

«Aufgrund der Arbeit von Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf, stellt sich diese Frage nicht. Wenn die BDP die Wahlen verloren hätte, wäre die Lage wohl anders.»

Philipp Hadorn

«Bisherige BR bevorzugen.Die zu wählende Person muss inhaltlich konkordanzfähig sein. Diese Eigenschaft braucht zwingend jedes BR-Mitglied –egal welcher Partei.»

Hildegard Fässler

«In der Schweiz ist es nicht üblich, organisatorische Forderungen an dieeigenständige Parteien zu stellen. Und das soll auch so bleiben.»

Regula Rytz

«Für mich steht die proportionale Vertretung der politischen Blöcke im Vordergrund. Natürlich sollen auch die Frauen und die Sprachregionen angemessen vertreten sein.»

Sebastian Frehner

«Dies hat keinen Einfluss, da CVP u. BDP getrennt zu den Wahlen angetreten sind u. somit nur die CVP Anspruch auf die Regierungsbeteiligung (mit einem Sitz) hat.»
So stehen die Parteien:
?
JA
NEIN
Das sagen die Politiker:
?