Im Fokus: Aprilsession 2013

Vom 15. bis zum 18. April tagte der Nationalrat in einer Sondersession. Neben der Behandlung zweier Volksinitiative nahm sich der Nationalrat an der dreitätigen Session auch mehreren asylpolitischen Fragen an. Traktandiert waren rund 30 parlamentarische Vorstösse. Beantragt wurde die Debatte von der SVP.

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Zusammenfassung dieser Session

Im Rahmen einer dreitägigen Sondersession hat der Nationalrat am letzten Sessionstag unter dem Titel «Freie Fahrt für Kriminelle und Asylmissbrauch» eine ausserordentliche Debatte zu Schengen/Dublin abgehalten. Traktandiert waren rund 30 parlamentarische Vorstösse. Ein grosser Teil der Vorstösse geht auf die SVP zurück, die die Debatte auch beantragt hatte. Angenommen hat der Rat aber vor allem Vorstösse aus der FDP- und der CVP-Fraktion. So gab es unter anderem Mehrheiten für Motionen, mit denen eine Nulltoleranz für randalierende Asylsuchende und Rückführungen per Zug gefordert werden. Nach einer emotionalen Debatte stimmte die grosse Kammer auch einer umstrittenen Motion von Christophe Darbellay (CVP, VS) zu. Diese verlangt, dass bei «bestimmten Asylbewerbern» künftig DNA-Tests durchzuführen sind. Eine ähnlich weitreichende Motion zur Kündigung des Schengen-Abkommens war hingegen chancenlos.

Neben der insgesamt fünften Verlängerung des Mehrwertsteuer-Sondersatzes für die Hotellerie hat sich der Nationalrat auch zur Aufhebung des Numerus Clausus entschlossen. Letzteres gegen den Willen des Bundesrates. Abgelehnt hat der Nationalrat hingegen eine parlamentarische Initiative von Alois Gmür (CVP, SZ). Dieser wollte mit der Einführung eines generellen Flaschen- und Dosenpfands verstärkt gegen Littering vorgehen. Ebenfalls auf Ablehnung stiess die Familieninitiative der SVP, welche der Rat mit 109 zu 74 ablehnte. Noch klarer fiel das Resultat bei der Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» aus. Nach vierstündiger Debatte wurde das Begehren mit 130 zu 29 Stimmen deutlich versenkt. Die obligatorische Krankenversicherung soll damit auch weiterhin für die Kosten von Abtreibungen aufkommen. (tbi/pol)

Artikel zur Aprilsession
16.04.2013

Marco Fritschi Politnetz Plus

­Leiter GaynossInnen Schweiz

19.04.2013

Yvonne Feri

SP
National­rätin Aargau

16.04.2013

Christophe Darbellay

CVP
Nationalrat Wallis

14.04.2013

Regula Rytz

National­rätin Bern

17.04.2013

Eric Voruz

SP
Nationalrat Waadt

16.04.2013

Eric Voruz

SP
Nationalrat Waadt

Die neusten Abstimmungen
Mehr Schweizer Nachwuchs dank Aufhebung des Numerus clausus Star Mehr Schweizer Nachwuchs dank Aufhebung des Numerus clausus 69 % Ja Mittwoch, 17. April um 18:00 Uhr
Lohntransparenz schaffen Lohntransparenz schaffen 59 % Nein Mittwoch, 17. April um 17:59 Uhr
Indirekte Diskriminierung angehen Indirekte Diskriminierung angehen 55 % Nein Mittwoch, 17. April um 17:58 Uhr
Gleichstellungsgesetz. Umfassende Informationskampagne Gleichstellungsgesetz. Umfassende Informationskampagne 57 % Nein Mittwoch, 17. April um 17:58 Uhr
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