Lärmschutz für das Strassennetz

Abstimmung des Nationalrats vom Montag, 4. März um 18:53 Uhr



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Um was geht diese Abstimmung?

Heute sind 1,2 Millionen Schweizer und Schweizerinnen aufgrund von Strassenverkehr einem Lärmpegel ausgesetzt, der die Lebensqualität beeinträchtigt oder gar gesundheitsschädigend ist. Die gesundheitsbedingten Kosten betragen jährlich rund 100 Millionen Franken. Dazu kommen noch über 1 Milliarde Franken Verluste aus geringeren Mieteinnahmen.

Der Bund muss dafür sorgen, dass Anwohner und Anwohnerinnen vor Lärm geschützt werden. Bis heute ist das nicht der Fall.

Momentan laufen in der Schweiz verschiedene Sanierungsprojekte zum Schutz vor Strassenlärm, für die der Bund einiges an Geld ausgibt (bis heute rund 2 Milliarden Franken). Diese Massnahmen und finanziellen Mittel genügen jedoch längst nicht. In vielen Fällen wird das Problem nicht an der Lärmquelle angegangen, sondern es werden etwa isolierende Gebäudefenster angebracht. Dieses Vorgehen ist kurzsichtig.

In den letzten zwanzig Jahren hat der Strassenverkehr um etwa einen Drittel zugenommen, wodurch die Lärmschutzmassnahmen der letzten zwanzig Jahre grossenteils ihre Wirkung verloren haben. Man darf auch nicht vergessen, dass sich die Bewertung der Auswirkungen von Strassenlärm auf die menschliche Gesundheit auf überaus alte Daten aus den Siebzigerjahren stützt.

Der Bundesrat muss im Bereich des Lärmschutzes neue Akzente und entsprechende finanzielle Prioritäten setzen. In Zukunft muss er verstärkt Massnahmen zur Lärmbekämpfung an der Quelle unterstützen, was sowohl wirksamer als auch effizienter ist: Flüsterbeläge zum Beispiel kommen allen Personen zugute - nicht nur denen, die hinter einer Lärmschutzwand oder einem schallisolierten Fenster wohnen.

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