Stopp der Verschmutzung durch Wegwerf-Plastiksäcke

Abstimmung des Nationalrats vom Dienstag, 12. Juni um 12:50 Uhr



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Seit ich meine Motion 08.3438 eingereicht habe, hat sich das Problem auf der ganzen Welt verschlimmert. Aus diesem Grund haben Japan, China und Südkorea an einer Sitzung zu Umweltfragen anlässlich des G-8-Gipfels die anderen Staaten dazu aufgerufen, vordringlich dafür zu sorgen, dass die Abfallmenge verringert wird und weniger Plastiksäcke hergestellt und verwendet werden. Viele Länder haben diesem Aufruf Folge geleistet und die Plastiksäcke verboten: China, Frankreich, Rwanda, Uganda, Eritrea, Australien und mehrere indische Bundesstaaten.

Auch wenn die Schweiz nicht mit denselben Problemen zu kämpfen hat wie die Länder des Südens, sollte sie bei der Umsetzung der 3R-Politik ("reduce, reuse, recycle", also: vermindern, wiederverwenden, rezyklieren) mit gutem Beispiel vorangehen. Bislang war die Schweizer Abfallpolitik vorbildlich. Es ist jetzt an der Zeit, dass man bei der Herkunft der Abfälle ansetzt, so auch bei den Plastiksäcken. Ein Plastiksack wird durchschnittlich nur gerade 25 Minuten benutzt. Seine Herstellung verbraucht Erdöl und benötigt viel Energie, bei seiner Verbrennung wird Dioxin freigesetzt. Die Säcke, die im Grünen landen, zersetzen sich erst nach Jahrhunderten vollständig.

Die beiden grössten Vertreiber in der Schweiz verbrauchen alleine mehr als 240 Millionen Wegwerf-Plastiksäcke, die gratis an der Kasse abgegeben werden! Es geht nicht darum, diese Plastiksäcke ausschliesslich durch biologisch abbaubare Plastiksäcke und Papiersäcke zu ersetzen, sondern vor allem durch wiederverwendbare Säcke, die teilweise auch aus rezykliertem PET hergestellt werden. Übrigens haben mehr als 90 Prozent der französischen Konsumentinnen und Konsumenten, die seit einiger Zeit mit einem solchen Verbot leben, angegeben, sie seien mit dieser Regelung zufrieden. Erste Erhebungen zeigen, dass wiederverwendbare Säcke von 68 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten systematisch mehrfach verwendet werden, und zwar zwischen 16- und 24-mal pro Sack. Sie zeigen auch, dass nur 21 Prozent der Säcke nach Gebrauch im Abfall landen. Die neuen Plastiksäcke in Frankreich bestehen aus widerstandsfähigem Polypropylen und sind wiederverwendbar.

Es muss ein Zeichen gegen die Ressourcenverschwendung gesetzt werden. Die Kantone Bern, Tessin und Jura teilen diese Auffassung.

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