Höheres Gesamtgewicht für zweiachsige Gesellschaftswagen

Abstimmung des Nationalrats vom Dienstag, 5. Juni um 12:49 Uhr



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Gesellschaftswagen mit zwei Achsen dürfen nach dem schon jahrzehntelang geltenden Recht nicht mehr als 18 Tonnen wiegen. Inzwischen sind die Anforderungen an die Fahrzeuge jedoch massiv gestiegen. Umweltauflagen (z. B. die Einführung der Emissionsnormen Euro 1-5, Lärmreduktionsmassnahmen), Sicherheitsauflagen (z. B. Chassiskonstruktion, Sicherheitsgurten, Bremssysteme), aber auch Komforteinrichtungen (z. B. Toilette, Küche, Multimedia) erhöhten das Fahrzeuggewicht stetig. Zudem wurde die zulässige Fahrzeuglänge per 1. Dezember 2002 von 12 auf 13,50 Meter erhöht. Tatsachen sind auch, dass das durchschnittliche Personengewicht höher ist als früher (aktuelle Studien gehen von 75 Kilo pro Person aus) und der Gepäckbedarf pro Person gestiegen ist. Dies alles führte dazu, dass immer weniger Nutzlast für die Beförderungen von Personen und Gepäck zur Verfügung steht, was in wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht unsinnig ist. Die Mehrheit der zweiachsigen Gesellschaftswagen weist heute ein Leergewicht von 13 Tonnen oder mehr auf. Weil die verbleibenden 5 Tonnen Nutzlast für eine zeitgemässe Personenbeförderung nicht ausreichen, haben bereits zahlreiche EU-Staaten die Gesamtgewichte angehoben (19-21,5 Tonnen). Ein Konflikt mit EU-Recht kann daher ausgeschlossen werden. Technisch ist die Gewichtserhöhung ohne Sicherheitseinbussen problemlos realisierbar, und auch die zulässigen Achslasten müssen nicht überschritten werden. Damit der erwiesenermassen umweltfreundliche Busverkehr auch in Zukunft effizient, d. h. mit gleichbleibender Personenzahl und angemessenem Gepäckgewicht, betrieben werden kann, ist die Gewichtserhöhung auf 19 Tonnen notwendig.

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