Im Fokus: Jugendsession 2013

Vom 14. bis 17. November befand sich das Bundeshaus wieder in der Hand der Jugend. An der diesjährigen Jugendsession debattierten über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über aktuelle Themen und arbeiteten politische Forderungen aus. Auf dieser Sonderseite finden Sie alle erarbeiteten Petitionen und deren Resultate.

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Zusammenfassung dieser Session

200 Jugendliche haben sich an der diesjährigen Jugendsession zu aktuellen politischen Themen geäussert, Lösungen erarbeitet und Petitionen vorgeschlagen. So wurden heuer sechs Themen behandelt, welche im Vorfeld in einer von Politnetz bereitgestellten Umfrage ermittelt wurden. Aus der breiten Themenpalette haben die Jugendlichen schliesslich mehrere Petitionen erarbeitet, welche im Plenum zur Abstimmung kamen. Es sind dies:

75%

Gleichberechtigung für Homosexuelle

Die Gruppe «Homophobie» forderte in ihrer Petition, dass der Bund die vollständige rechtliche Gleichstellung von homosexuellen und heterosexuellen Paaren in Bezug auf die Ehe einführt. Sie begründete dies mit der fortbestehenden Diskriminierung. Das Plenum nahm die Petition mit 123 zu 41 Stimmen an.

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94%

Gegen die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung

In ihrer Petition forderte die Gruppe «Homophobie» die Erweiterung des Rechtsgleichheitsartikel der Bundesverfassung auf die sexuelle Orientierung sowie der Geschlechtsidentität. Sie begründet dies mit der fehlenden Konkretisierung des Wortes «Lebensform». Die Petition wurde vom Plenum mit 164 zu 11 Stimmen angenommen.

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62%

Massnahmen gegen den Lehrermangel

Mit 111 zu 68 Stimmen nahm das Plenum die Forderung der Gruppe «Bildungssystem» an, die in ihrer Petition eine praktischere Lehrerausbildung, eine Berufsmaturitätszulassung bei Pädagogischen Hochschulen sowie höhere LehrerInnensaläre fordert. Sie möchte damit dem Lehrermangel entgegenwirken.

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88%

Förderung der Mehrsprachigkeit

Die italienischsprachige Grupppe «Bildungssystem» hat ein Statement formuliert, in der sie die Förderung der Mehrsprachigkeit im Bildungssystem fordert. Konkret soll dies mit einer zweisprachiger Matura, mehrsprachigen Fächern und Sprachaustauschprogrammen erreicht werden. Das Statement wurde mit 153 zu 20 Stimmen angenommen.

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75%

Gleichstellung Militär- und Zivildienst

Die Gruppe «Dienstpflicht» forderte in ihrer Petition die Gleichstellung von Zivildienst und Militärdienst bezüglich Dienstdauer und Zugang. Sie wollte damit die Ungleichbehandlung bekämpfen und die Stellung der Frau verbessern. Das Plenum folgte der Forderungen mit 125 zu 41 Stimmen.

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92%

Jugendliche im Dienst des Landes

Die italienischsprachige Gruppe «Zivildienst» forderte die Ausweitung des Durchdieners auf weitere Truppengattungen, die Möglichkeit vor dem 27. Lebensjahr den langen Zivildiensteinsatz von 180 Tagen leisten zu dürfen sowie die Zulassung von bestimmten Militärdienstunttauglichen zum Zivildienst. Die Petition wurde mit 138 zu 22 Stimmen angenommen.

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73%

Deklaration von Tierversuchen auf Produkten

Die Gruppe «Tierschutz und Tiernutzung» forderte in ihrer Petition, dass bei allen Pharma- und Kosmetikprodukten Tierversuche auf der Verpackung entsprechend deklariert werden müssen. Sie will damit die Bevölkerung für Tierversuche sensibilisieren und auf aufmerksam machen. Das Plenum nahm diese Forderung mit 121 zu 45 Stimmen angenommen.

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53%

Grundlagen für ein Nebeneinander von Mensch und Raubtier

Die italienischsprachige Gruppe «Tierschutz und Tiernutzung» forderte vom Bundesrat, die Frage der Grossraubtiere in der Schweiz mit den folgenden Mitteln zu analysieren: Vollständige Studien zu dieser Frage; Einführung von Quoten; Schadenersatzansprüche bei Angriffen auf Nutztiere. Die Forderung wurde vom Plenum mit 75 zu 66 Stimmen abgelehnt.

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56%

Betriebsräte in allen Aktiengesellschaften

Die Gruppe «Vermögensverteilung II» forderte die Einführung von Betriebsräten mit Einsichts-, Anhörungs- und Traktandierungsrechte bei Aktiengesellschaften. Sie wollte damit den Dialog zwischen der Arbeiterschaft und der Unternehmensleitung stärken. Das Plenum lehnte die Petition mit 77 zu 60 Stimmen ab.

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51%

Einführung einer Bonussteuer

Die Gruppe «Vermögensverteilung I» forderte in ihrer Petition die Erhebung einer «Bonussteuer», bei der die variable Lohnentschädigung (Geldwerte, Sach- und Dienstleistungen) durch die Arbeitgeber besteuert werden. Mit dieser progressiven Steuer will sie die steigende Ungerechtigkeit bekämpfen. Das Plenum folgte der Petition und nahm sie mit 78 zu 67 Stimmen an.

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67%

Gesamtarbeitsverträge für alle Angestellten

Ein Teil der 100 Prozent angestellten Bevölkerung kommt mit ihrem Lohn nicht über die Runden. Diese Situation wollte die französischsprachige Gruppe «Vermögensverteilung» mit der Forderung nach der zwingenden Einführung von Gesamtarbeitsverträgen verbessern. Die Petition wurde vom Plenum mit 109 zu 54 Stimmen angenommen.

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84%

Nachtzuschlag auf Alkohol im Detailhandel

Die Gruppe «Jugend und Alkohol I» forderte in ihrer Petition eine Abgabe auf die in der Nacht verkauften alkoholischen Getränke im Detailhandel. Dieser Nachtzuschlag solle in die Jugendalkoholprävention investiert werden. Das Plenum lehnte diese Forderung mit 152 zu 29 Stimmen ab.

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