Im Grundsatz gilt, dass der Staat das Geld ausgibt, das er hat (und manchmal auch noch mehr). Da der Kanton Bern seit Jahren Überschüsse erwirtschaftet, zieht der beim Bürger offensichtlich zu viele (Steuer-) Gelder ein. Entweder senken wir die Steuern, oder der Kanton Bern wird genügend unwichtige Aufgaben "er"finden, um mehr Geld auszugeben.
Bei der Steuerdebatte im Kanton Bern hat Rot-Grün die ideologische Scheuklappe an!
Lieber Herr Spycher
Sie erlauben mir als Nachbar mit relativ guter Kenntnis Ihrer Gemeindefinanzen und Vorsteher einer Gemeinde, welche nachhaltige Finanzpolitik vorlebt, ein kleines Schmunzeln. Sie wissen als Finanzvorsteher von Steffisburg genau, welche Kennzahlen es zu beachten gibt. Sie wissen hoffentlich auch, wie Sie diese für Ihre Gemeinde positiv beeinflussen können.
Ich helfe sofort Steuern senken, wenn wir den Finanzhaushalt nachhaltig saniert haben. Zuerst müssen Sie die Ausgaben in den Griff bekommen, gleichzeitig die Schulden reduzieren und dann können Sie die Steuern senken.
Dazu braucht es aber alle, auch die Bürgerlichen, welch nicht mit Scheuklappen nur auf die eigenen Pfründe schauen. Leute mit Über- und Weitsicht sind gefragt.
Adrian Durtschi verweist zurecht auf Defizite im Bildungsbereich. Wir brauchen dringend Investitionen in eine Bildungsoffensive. Ein Beispiel dazu: Das Betreuungsverhältnis an Kindergärten ist katastrophal und die Folgen für die Entwicklung der Kinder sind fatal.
Das Mantra "Steuern senken!" ist ja auch gar keine Scheuklappe, sondern umsichtige Finanzpolitik... Ist klar...
Sehr geehrter Herr Spycher -. ich weiss nicht ob Sie Unternehmer sind. Aber auch Sicht eines (Grünen) Unternehmers sieht das so aus: Der Kanton Bern hat (durch Misswirtschaft vorheriger Regierungen?) ca. 7 Mia Schulden. Nun gibt es durch umsichtiges Wirtschaften einige Überschüsse.
Hätten wir ein Familien-KMU in der gleichen Situation (teilen Sie alles durch 1000), so würden wir sicher nicht den Aktionären Geld auszahlen oder die Einnahmen reduzieren, sondern die Schulden abzahlen und allenfalls etwas zurücklegen für sinnvolle Investitionen für zukünftige Geschäfte. Daneben würden wir wohl weiterhin schlaflose Nächte wegen den Schulden haben.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Kanton Bern "unwichtige Aufgaben" erfindet. Wir haben doch eine bürgerliche Mehrheit? Wenn das nicht funktioniert, dann sollten wir mehr rot-grün wählen für noch mehr nachhaltiges Wirtschaften.
mit diesen überschüssen müssen leider noch die Schulden der bürgerlichen Ära bezahlt werden. Zudem gibt es im Kanton Bern noch mehr als genug potenzial für Investitionen in Bildung und Infrastruktur, was für den Kanton 100mal wichtiger wäre als die idelogische Steuersenkung welche die FDP und SVP vorantreiben
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