Eigenartiges Demokratieverständnis

Alt-Grossrat Urs Haeny ruft in seinem Leserbrief in der AZ vom 8. Oktober dazu auf, nur die Listen 1 bis 4 bei den Wahlen zu berücksichtigen. Dabei argumentiert er, dass eine Zersplitterung des Grossen Rates zur Schwächung der Legislative führe. Es zeugt schon von einem eigenartigen Demokratieverständnis, wenn laut Haeny rund ein Viertel der Stimmenden nicht im Grossen Rat vertreten sein dürfen. Dass ein derartiger Aufruf von einem Vertreter der FDP (gegenwärtig noch mit der Liste 4) kommt, erstaunt nicht weiter. Nicht selten sind es genau die grossen Parteien, welche sich in Zeiten der zunehmenden Polarisierung immer öfter gegenseitig blockieren. Da sind Alternativen speziell in der politischen Mitte sehr willkommen. Die Aargauer Demokratie lebt von der Vielfalt. Darum rufe ich nun im Gegenzug dazu auf, speziell die Listen 5 bis 13 bei den Grossratswahlen 2012 zu berücksichtigen. Speziell lege ich den Wählerinnen und Wählern die Liste 6 der Evangelischen Volkspartei ans Herzen. Sie bereichert das Parteienspektrum mit ihrer lösungsorientierten Politik auf der Grundlage christlicher Werte. Und dies seit 1919.

vor 7 Monaten
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