Dieser Tage ist die Unterschriftensammlung für die Initiative Für ein bedingungsloses Grundeinkommen gestartet. Wie grundsätzlich beim Sozialismus, wurde auch hier wieder ein ganz wichtiger Faktor vergessen: der Faktor Mensch. Die Initianten gehen davon aus, dass der Mensch gerne und freiwillig arbeitet. Der Mensch arbeitet nämlich nicht nur, weil er es gerne macht, sondern teilweise auch, weil er aus finanziellen Gründen muss. Warum soll ich arbeiten gehen, wenn ich keine Lust habe? Könnte ich meine Stelle verlieren, wenn ich nicht zur Arbeit erscheine? Das ist doch egal, ich habe ja mein Grundeinkommen. Für Arbeitgeber ist ein bedingungsloses Grundeinkommen fatal. Sie könnten nicht mehr damit rechnen, dass ihre Mitarbeiter jeden Morgen zur Arbeit kommen. Der Unternehmer hat keine Sicherheit, kann nicht planen und auch nicht verkaufen. Der Grund für diese Initiative ist wahrscheinlich, dass die Initianten denken, die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Doch ist dem wirklich so? Mitnichten. Wenn man die Einkommensentwicklung anschaut, erkennt man, dass die tiefsten Einkommen in den letzten Jahren die höchsten Lohnzuwachse hatten. Gemäss Bundesamt für Statistik gibt es immer weniger Personen, die armutsgefährdet sind. Dies trotz Finanzkrise und obwohl es im Ausland anders aussieht. Schuld daran, dass das verfügbare Einkommen bei allen abgenommen hat, sind die höheren Sozialversicherungsbeiträge und die steigenden Krankenkassenprämien. Weil wir dort keine Reformen angehen, steigen diese Abgaben immer weiter. Steigende Einkommensunterschiede sind auch nicht auf ungerechte Lohnsysteme zurückzuführen, sondern gemäss OECD auf die Bildungsunterschiede in den einzelnen Ländern. Es ist daher sehr wichtig, dass die Schweiz weiterhin in ihr gutes Bildungssystem investiert. Insbesondere in die duale Berufsbildung, unsere Spitzenuniversitäten und die laufende Weiterbildung. Damit die Einkommensunterschiede nicht steigen.
Werden Reiche wirklich immer reicher?
Werden Reiche wirklich immer reicher - weltweit?!
Zentralafrika - ein Beispiel?!
Guter Beitrag Herr Vitali. Die Initiative hat schon etwas an sich und wie man sieht, stehen da einige gute Überlegungen zur Debatte.
Wichtig für unsere Wirtschaft ist vielmehr, die Lebenshaltungskosten so in den Griff zu bekommen, dass die Lohnkosten nicht den Wettbewerb gegenüber dem Ausland verunmöglichen.
Ein grosser Schritt wäre schon getan, wenn ein Grundeinkommen, berechnet nach den regionalen Lebenshaltungskosten, von der Steuer befreit werden könnte. Das würde die Kommunen zum haushälterischen Umgang mit den von ihnen verursachten Preissteigerungen zwingen.
Ein bedingungsloses Grundeinkommen käme einer Volkssubvention gleich. Die Kosten dazu könnte unseren Wettbewerb stark beeinträchtigen und die Attraktivität als Zuwanderungsland wäre folglich konkurrenzlos.
Die Auswirkungen auf die Lebenshaltungskosten sind schwer abschätzbar.
Ich arbeite, weil ich Freude daran habe und ich ganz einfach nicht anders kann. Ich würde auch arbeiten, wenn ich weniger verdienen würde, aber auch wenn ich im Lotto gewonnen hätte. Weil Arbeit Sinn macht - wenigstens für mich.
Und ja, die Reichen wurden tatsächlich reicher (siehe Links weiter unten oder BFS). Der Mittelstand geht den Bach runter. Irgendwann wird der Turbokapitalismus implodieren, weil keine zahlungsfähigen Konsumenten mehr da sind, und weil der Sozialstaat nicht mehr finanzierbar ist.
Und Sie, Herr Vitali, wollen das nicht wahrhaben oder es kümmert Sie nicht.
Schade eigentlich.
"Doch ist dem wirklich so?"
Über ein hypothetisches "bedingungsloses Grundeinkommen" brauchen sich Erwachsene nicht zu unterhalten. Aber bevor Sie hier dumme Fragen stellen und sich als vorgeblicher "Liberaler" noch dümmere Antworten ausdenken (Hinweis: Die entscheidende, wirtschaftliche Freiheit ist das Recht zur Beteiligung am Wettbewerb, das durch eine seit jeher fehlerhafte Geld- und Bodenordnung eingeschränkt wird.), schlage ich vor, dass Sie erst einmal mit dem selbständigen Denken anfangen. Die beiden folgenden Texte sind dafür die Minimalvoraussetzung:
http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/07/der-zins-mythos-und-wahrheit.html
http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html
Dumme Fragen könnte diese kurze Fernsehdiskussion auslösen. Es unterhalten sich die Ständerätin Egerszegi und der Mitinitiant Oswald Sigg.
Sie haben nun auch mich erwischt. Zu meiner Verteidigung werde ich Ihnen Herr Schichtar antworten, dass ich Blogs mit der URL "Opium des Volkes" und Hntergrundbildern mit Meer und Sonne in etwa so ernst nehme wie die Seite 3 des BLICK's. Das für Sie solche seichten Texte wie Petrol im Feuer sind ist mir schon klar. Was Sie für "gut" halten, hielt ich im spätpubertären Alter auch für gut. Bei mir zumindest tauschte sich die Naivität mit Realitätssinn. Eine Entwicklung, welche übrigens bei den meisten ehemaligen 1968ern ebenso Einzug gehalten hat. Glauben Sie mir, es hilft!
Interessante Dinge die ich hier lese. Vogt ist mit seinem kleinen Hirn, wohl ein böser, dann doch eher ein dummer, oder doch eher nur verwirrt?
Vielleicht einigen sich die Herren mal auf ein Attribut, damit ich dann am Ende weiss, ob ich als tumber Tor dann verwirrt und orientierungslos fragen kann, ob sich in meiner Hutgrösse 64 wohl nur kapitalistische Dunkelheit befindet.
Wie auch immer, wir können "das auf den Mann spielen" gerne fortführen, bin da nicht so ungeschickt. Die Frage stellt sich dabei nur, ob dass eine Relevanz für die Öffentlichkeit hat. Ich denke aber mit meinem Mikrohirn, dass Ihr doch lieber Eure Oekonomierevolution hier weiterspinnen wollt. Denn offenbar interessiert sich ja sonst niemand wirklich ernsthaft dafür.
Auch der BLICK muss wohl nun die nackten Tatsachen auf die Titelseite bringen, damit dieses Proletenblatt noch Absatz findet. Ob es dem deutschen Votanten Wehmeier oder dem österreicher Schichtar wohl gleich ergeht?
Man sollte ein System installieren, welches jedem Arbeitswilligen eine Jobgarantie gibt. Davon profitieren alle, nur nicht die Schmarotzer. Das Grundeinkommen ist dann gegen Arbeit bedingungslos.
Der Unternehmer erhaelt eine Arbeitskraft, den Lohn zahlt der Staat. Der "Arbeitslose" erhaelt Arbeit und Lohn. Die Rahmenbedingungen muessen mit dem Unternehmen klar abgesteckt sein. Wie lange, wofuer, und und und.
Wer in diesem Programm bewusst Mist baut und keine gute Arbeit leistet, kann diese Garantie verlieren. Sollte dann m.E. keinen Rappen mehr erhalten und hat lediglich die Chance, auf eigene Initiative wieder einen Job zu ergattern.
Für Arbeitgeber ist ein bedingungsloses Grundeinkommen NICHT fatal. Es dürfen mehr motivierte MA erwartet werden. Die zu bezahlenden Löhne dürften sinken, da das Grundeinkommen gedeckt ist. Mit der Unterstützung der Initiative kommt die Diskussion und Grundlagenforschung erst richtig in Gang.
Richtig, die bezahlten Löhne dürften sinken, die Steuern hingegen massiv steigen.
Nur ein wenig genauer hinsehen Herr Sieber und dann denke ich auch, dass Sie erkennen, in welchem assozialen System Sie leben :-).
Genau, weil ich das erkenne, bin ich Sozialist ;) Das Finanzsystem hingegen ist eher Symptom als Ursache der gegenwärtigen Bedingungen und folgt, wie an anderer Stelle bereits einmal andiskutiert vor Allem dem kapitalistischen Akkumulationszwang (frühere Hauptaufgabe war dann auch das versorgen der Wirtschaft mit liquidem Kapital), heute werden zu viel grösseren Teil bizarre Geldgeschäfte getätigt, die nichts mit den Bedingungen in der Realwirtschaft zu tun haben und dies alles mit dem Ziel aus Geld, Geld zu machen. Genau aus diesem Grund, kann ich Herrn Vogts Haltung, wieso Reiche reich sind absolut nicht teilen.
Könige, oder andere Herscher benötigen
Das Ziel des Sozialismus ist neben der Gütergemeinschaft auch die Herrschaftslosigkeit...
Ja, der Zusammenhalt geht verloren. Gräben tun sich auf, ja eigentlich Abgründe.
Der Vitali verbreitet hier doch glatt Lügen oder zumindest Halbwahrheiten. Im Titel fragt er "Werden Reich wirklich immer reicher?" und er beantwortet sie mit nein - mit der Begründung: "Weil die tiefsten Einkommen die höchsten Lohnzuwachse hatten."
Eine dreiste Behauptung, die wohl nur unter sehr speziellen (FDP-zurechtgebogenen) Annahmen zutreffen kann. Hier die Website des SGB-Verteilungsberichts 2012 zu den Löhnen: http://www.verteilungsbericht.ch/?portfolio=lohne oder zu den Einkommen: http://www.verteilungsbericht.ch/?portfolio=einkommen-2 - es kann sich jeder vom Gegenteil überzeugen.
Das mit den Löhnen ist aber nur die eine Sache. Schliesslich sagen die Löhne noch nichts über die Veränderungen beim Vermögen aus! Und wenn wir nach 'Reichtum' fragen, dann meinen wir normalerweise auch das Vermögen! Und wie sieht es damit aus? Auch nicht besser: http://www.verteilungsbericht.ch/?portfolio=133 - Die reichsten 1% besitzen in der CH 39% allen Vermögens, die ärmsten 90% (!) nur 26%.
Ja Herr dann muss ich Ihnen Blindheit vorerfen wenn man nämlich sieht wie die Lohnschere auseinander geht und das hat die Studie der SGB bewiesen dass und dem müssen wir entgegentreten was das BGE betrifft finde ich den Betrag zu tief und sehe darin die Gefahr einer Hartz 4 .
Bei Hartz4 wird aber die Zahlung gekürzt wenn man arbeiten geht ( hab ich zumindest so gehört), beim BGE nicht. Und der Betrag von Hartz4 ist auch nicht mal die Hälfte vom BGE. Aber der Betrag beim BGE ist ja nicht festgelegt, es muss ein Menschenwürdiges Leben ermöglichen, nur halt eben kein Luxus.
Nicht ganz richtig herr Ingold das BGE bleibt weiterhin so auch wenn es teurer wird und darum reichen die 2500.- nicht
Da das Grundeinkommen unabhängig ist vom Erwerbseinkommen ist es viel besser als ein Menschenunwürdiges Hartz 4. Wie das genau definiert werden wird weis noch niemand, das muss nach der Annahme der Initiative erst noch definiert werden. Der Initiator der Initiative fürs Grundeinkommen hat selber schon gesagt, dass es nicht auf einen Betrag fixiert werden kann und dann für immer so bleibt. Es muss sich den Lebenskosten anpassen.
Was uns beuinruhigen muss, ist dass die Gesellschaft immer mehr auseinandertriftet. Die wenigen Superreichen werden immer Reicher, die unteren Einkommenschichten immer ärmer und der Mittelstand steht arg unter Druck.
Dies ist in der Tat schlecht für die Gesellschaft und wird mit der Zeit den Zusammenhang auflösen. Die Solidarität wird es bald nicht mehr geben!
Die Solidarität wird es bald nicht mehr geben!
Die hat es noch nie gegeben, weil wir Menschen immer im Wettbewerb untereinander stehen. Wir können niemals erfolgreich sein, wenn wir nicht den anderen etwas wegnehmen!
Reiche haben Erfolg, weil sie legal oder illegal, den Menschen oder der Erde das genommen haben, um sich die Sicherheit zu geben, keine Angst mehr haben zu müssen, wenn es ihnen einmal schlecht geht, was jeder, der nicht so viel Geld besitzt, erreichen will, um die Angst um Sicherheit los zu werden.
Solidarität kann es nur dann geben, wenn wir die Menschen nicht mehr klassifizieren und alles untereinander teilen würden.
Bla bla bla .....
Mitnichten. Wenn man die Einkommensentwicklung anschaut, erkennt man, dass die tiefsten Einkommen in den letzten Jahren die höchsten Lohnzuwachse hatten.
und andereseit geben sie an anderer Stelle zu das die Reichen immer Reicher werden im Verhältnis zu den Armen:
Steigende Einkommensunterschiede sind auch nicht auf ungerechte Lohnsysteme zurückzuführen, sondern gemäss OECD auf die Bildungsunterschiede in den einzelnen Ländern.
Wenn die Einkommensunterschiede steigen bedeutet das zwangsläufig das die Reichen eine höhere Lohnerhöhung hatten als die Armen, weil ansonsten würden die Lohnunterschiede sinken.
Sie wiedersprechen sich selbst, da sie dan Kapitalismus Rechtferigen wollen.
Und die untere auage ist die von ihren beiden die stimmt.
Wie halten sie es eigentlich als religiöser Mensch mit dem Kapitalismus Herr Müller?
Ja werden Sie Herr Vitali. Und das wir uns früher oder später auf den Kopf fallen.
Ich aber arbeite Produktiv, ich stelle Teile her die dann andere Teile herstellen, ganz einfach erklärt. Mein Lohn steigt minimal, wenn ich Glück habe bekomme ich die Teuerung. Sie können sich vorstellen, dass man das vielleicht ein Jahr lang mitmacht, eventuell auch zwei, im Sinne des Unternehmens. Wenn das aber Standart wird, obwohl es dem Betrieb gut geht, wegen dem Euro, oder wegen der Finanzkrise oder was auch immer, wird man sauer. ICH bin arbeite für den Wohlstand einiger weniger. ICH bin die Basis der Wirtschaft, muss aber zusehen wie andere Absahnen. Ich kann Ihnen sagen, in der Schweiz geht es uns noch realtiv gut, in andern Europäischen Ländern, müssen die Reichen schon sehr hohe Mauern um ihre Villen bauen. Wollen Sie das bei Ihrer Villa auch müssen? Ich denke nicht.
Ich bin nicht armutsgefährdet.... oder nicht direkt, ich habe eine gute Ausbildung. Ich bin nicht studiert, kann aber lesen und schreiben. Ich nehme mal an Sie haben eine sehr hohe Bildung. Doch bei Ihrem Text kapiere sogar ein so fauler Sack wie ich, den so bezeichen Sie die Arbeiter in Ihrem Beitrag, dass Sie schon völlig abgehoben in den Sphären der Reichen sitzen. Ich hoffe Ihre Wähler wissen das.
Mal eine kleine Nachhilfelektion in Sachen Marxismus Herr Vitali... Nach marxistischer Geschichtsphilosophie ist der wichtigste Wert und die einzig wirkliche Konstante in der menschlichen Geschichte Arbeit, da sie das einzige ist, dass dazu befähigt Mehrwerte zu schaffen und damit dafür verantwortlich ist die Güter zu produzieren, die in der Gesellschaft benötigt werden. Das bedingungslose Grundeinkommen ignoriert diesen Fakt. Das BGE reproduziert das Bild einer Gesellschaft, wo irgendwo eine Maschine rumsteht, die ununterbrochen Braten und Torten ausspuckt, der gesellschaftlich entscheidenden Rolle von Arbeit wird dabei keinerlei Tribut gezollt. Soviel zum Thema der "sozialistischen" Grundeinkommensinitiative. Achja es stände ihnen vielleicht gut zu Gesicht wenn sie als Nationalrat ein Mindestmass an Recherche betreiben würden, bevor sie sich wieder bemüssigt fühlen so einen Quark zu posten...
Geniale Antwort! Doch warum muss dieser Austausch immer mit Geld verbunden sein und kann nicht durch gleichmässiges Aufteilen aller Menschen, ohne Bewertung erfolgen, womit wir Rassen und Klassifizierungen schaffen, die uns die religiösen Werte versucht haben über Jahrtausende zu vermitteln?
Wir haben uns ein Chaos erschaffen, mit dem nicht ein einziger wirklich zufrieden ist und propagieren soziales Denken, während wir hinwegsehen, wie andere sterben!
Wenn wir beginnen wollen, das gegenseitige Töten, dass uns seit Menschengedenken als feindliche Haltung, jeden Menschen gegenüber beigebrachte wurde, wären wir endlich von diesem unseeligen Leiden erlöst, dass wir uns, unser ganzes Leben lang auferlegt haben.
Nun es muss nicht zwingend mit Geld geregelt werden. So gesehen ist Geld nichts anderes als die übertragene Darstellung von "Wert" und kann quasi willkürlich durch andere Sachen ersetzt werden...
Na das mit dem Wert können wir auch mit Marx analysieren (der Typ war verdammt umtriebig), was sie meinen ist der sogenannte Tauschwert - aus diesem ergibt sich letztendlich der Preis - dieser Wert ist sozusagen menschgemacht. Eine Ware oder ein Produkt hat jedoch immer auch einen sogenannten Gebrauchswert. Dieser ist einem Gut immanent und ergibt sich aus dem Nutzen, den ein Gut hat und kann daher nicht in Franken, Dollar oder Euro gemessen werden (der Tauschwert eines Laibs Brot beträgt vllt 2.- der Gebrauchswert ist, dass ich es essen, kann und ich dadurch keinen Hunger mehr habe). Werte zu bemessen ist für den Warentransfer in der kapitalistischen Gütertransferlogik notwendig aber ich glaube sie wissen, dass ich und der Kapitalismus nicht grade die besten Freunde sind ;)
Lieber Herr Vitali!
Ich glaube, dass Sie das Finanzsystem einfach nicht verstanden haben, wie leider noch die meisten Menschen!
In unserem Finanzsystem verhält es sich genau so:
10 Menschen haben 10 Bauklötze gleichen Wertes.
Wenn ich 3 Bauklötze haben will, muss ich 2 Bauklötze von 2 Menschen wegnehmen. Dadurch habe ich dann 3 Bauklötze und bin reich und 2 Menschen sind arm.
Und wenn Sie Aussagen tätigen, wie:
Doch ist dem wirklich so? Mitnichten.
weil die Einkommen in der Schweiz recht gut sind, haben die Schweizer den Besitz anderer minimiert und sie arm gemacht. Und weil es auch reiche und arme Schweizer gibt, haben die reichen Schweizer, armen Schweizer etwas weggenommen.
Dabei ist es egal ob sie es legal oder illegal gemacht haben und auch egal, ob die armen Schweizer Sozialhilfe bekommen oder nicht, denn man muss immer jemanden etwas wegnehmen, damit man am Ende mehr hat, als der der weniger hat. Man kann es genauso mit Monopoly vergleichen, da es eine unendliche Geldmenge nicht gibt, es sei denn man erzeugt neue Bauklötze oder Spielgeld, dass aber den Wert verliert, weil es dann keiner mehr haben will.
So funktioniert unser Finanzsystem, weshalb auch ein BGE nicht funktionieren wird und auch das Finanzsystem dem Ende angelangt ist.
Das haben mittlerweile viele Menschen verstanden, weshalb es ja auch mittlerweile die sogenannte Occupy-Bewegung und auch viele andere gibt, die versucht, den Menschen ein wenig die Augen zu öffnen, aber noch nicht kapiert haben, wie unser Finanzsystem wirklich funktioniert. Denn sobald sie es alle verstehen würden, gäbe es heute, nicht ohne Grund, eine Revolution.
@ Thomas (by the way, offtopic)
Interessant ist, dass das Statement von Herrn Vitali schon vor zwei Monaten auf Vimentis hier veröffentlicht worden ist. Zum Teil hats da interessante Kommentare.
Wenn ich 3 Bauklötze haben will, muss ich 2 Bauklötze von 2 Menschen wegnehmen. Dadurch habe ich dann 3 Bauklötze und bin reich und 2 Menschen sind arm.
Ciao Thomas, erlaube mir einige Gedanken zu 'deinem Bauklotzsystem'...
Assoziationen - Kreisläufe
Die Erde verfügt über eine bestimmte Menge Ressourcen. Die Schweizer Bevölkerung verwaltet eine begrenzte Fläche Land auf der Erde, auf denen all jene Einrichtungen erstellt und all jene Handlungen ausgeführt werden können, die der planvollen Deckung des täglichen Bedarfs all jener Menschen dienen, die den Lebensraum Schweiz miteinander nutzen und gestalten.
Ebenso verfügt sie - und ebenso alle anderen Länder der Welt - über begrenzte Flächen, auf denen eine bestimmte Menge Nahrung angebaut werden kann. Damit allen Menschen, die einen bestimmten Lebensraum bevölkern, genügend Energie zur Verfügung gestellt, diese von jedem Individuum in gesunde 'Leistung' umgewandelt und wiederum in irgendeiner Form zur Deckung des täglichen Bedarfs eingesetzt werden kann, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein....
Wenn nun viele Verwalter - die vielleicht bereits seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten im Besitz mehrerer Bauklötze sind - ihren gesamten Besitz in den Auftrag persönlicher Gewinnmaximierung stellen und sich aufgrund gesellschaftlicher Konditionierungen nicht bewusst sind, dass alle Klötze verantwortungsvoll zum Wohle aller zu verwalten sind....
... dann wird eines Tages ein natürliches Geben und Nehmen - ein gesunder Austausch - unter den Menschen nicht länger möglich sein?!
Wie wäre es mit einem Mindestlohn von CHF 4'500.- Franken???
Stimmt ihnen ist ja CHF 4'000.- schon zuviel. Sie wollen gar keines!
Denn die Reichen sollen die Angestellten immer weiter ausbeuten können. Sie wollen Gesetze abschaffen und nicht neue erlassen habe ich Recht?
Wenn man die Einkommensentwicklung anschaut, erkennt man, dass die tiefsten Einkommen in den letzten Jahren die höchsten Lohnzuwachse hatten. Gemäss Bundesamt für Statistik gibt es immer weniger Personen, die armutsgefährdet sind.
Märchenstunde:
Immer mehr Leute haben mühe durchzukommen.
Ich lehne das BGE ab. (Begründung: Siehe die zahlreichen Diskussionen im Politnetz)
Bezüglich der Reichen:
Die Zinsen des Vermögens von vermögenden Leuten und Kapitalgesellschaften sind nun mal im Bereich von 5 Prozent oder höher. Man kann sich mit etwas Mathe die Verdoppelungszeiten des Vermögens ausrechnen. Bei 5 Prozent Zins sind das 14.2 Jahre, bei 10 Prozent Zins 7.3 Jahre. ( Verdopplung nur zufällig, Relation ist nicht linear )
Will heissen: Ein Milliardär, welcher die Hälfte seines Vermögens verschenkt, hat nach 7 Jahren sein Vermögen leistungslos automatisch wieder beisammen.
Dass Dumme daran: Die Zinszahlungen können von produzierenden Firmen, den Staaten oder den Steuerzahlern immer weniger gut erbracht werden.
Schuld daran, dass das verfügbare Einkommen bei allen abgenommen hat, sind die höheren Sozialversicherungsbeiträge und die steigenden Krankenkassenprämien.
Von der FDP erwartete ich eigentlich schon eine etwas tiefergehende Sicht, mit Verlaub.
Damit die Einkommensunterschiede nicht steigen.
Arbeitseinkommen versus Kapitaleinkommen.
Das eine sinkt, das andere steigt ?
Innerhalb jeder dieser zwei Gruppen für sich können in dieser Sicht dann auch ohne weiteres die Unterschiede sinken.
Verdopplungszeit: t2 [Years] = ln(2)/ln(q), q = 1 + z, z=Zins, Beispiel: z = 0.1 für 10 Prozent Zins. Liebhaber diskreter Mathe können auch die Zinseszins Formel benutzen, der Exponentialansatz gefällt mir besser.
Dies gilt strikt für das immense Kapital, welches in Steueroasen etc. am Fiskus vorbeigeschleust wird. Dieses ist, laut John Christensen, Finanzökonom, in der Grössenordnung von 10 Billionen Dollar oder mehr und ist in Händen von vielleicht 2 Prozent der Weltbevölkerung, wahrscheinlich weniger. Hätte sich der Finanzmarkt nicht von der Realwirtschaft abgekoppelt, gäbe es ihn längst nicht mehr. Wem nützt's - den Arbeitern ?
Jaja, die Märchenstunde. In der Schweiz dürfen zurzeit die Privatdarlehen in eigenen Unternehmen mit höchstens 4.5% verzinst werden. Dann gibt es die Verrechnungssteuer von 35% auf dem Zinsertrag, und die Inflation. Auf dem Kapitalmarkt gibt es keine Anlagen mit mehr als 1%. Ausser natürlich Staatsanleihen aus Spanien oder Griechenland... Nicht zu vergessen die Währungsschwankungen. Hätte man beispielsweise im 2001 im USD Markt eine Anleihe gekauft (Kurs 1.80), wäre davon heute nicht mehr viel übrig.
Der Hebel liegt nicht in den Zinsen (für die Bereitstellung und die Risikoübernahme), sondern im Wertzuwachs. Zuckerberg liess sich seine Idee vergolden - eine durchaus legitime Sache.
@Albert Vitali
Mitnichten. Wenn man die Einkommensentwicklung anschaut, erkennt man, dass die tiefsten Einkommen in den letzten Jahren die höchsten Lohnzuwachse hatten. Gemäss Bundesamt für Statistik gibt es immer weniger Personen, die armutsgefährdet sind.
Zu diesen Behauptungen sollten Sie aber auch die passenden Links zum Bundesamt für Statistik hinzufügen. Die Gewerkschaften und Hilfswerke behaupten nämlich das Gegenteil !
Ich lehne übrigens das BGE ab.
Lehnen Sie das BGE an sich ab, oder wegen der Finanzierung?
Boah!
Da schaufelt uns einer Sand in den Augen.
Hätte eine kleine Prise auch nicht gereicht?
Gemäss Bundesamt für Statistik gibt es immer weniger Personen, die armutsgefährdet sind.
Aus dem Beobachter:
Laut aktuellen Zahlen der Caritas leben in der Schweiz fast 900'000 Menschen in Armut. Rund 260'000 davon sind Kinder.
Nach BFS waren es gesamt 586000, davon 108'000 0-17 Jahre
Ich finde das sind schon nicht wenige, oder?
Werden Reiche wirklich immer reicher?
Es sieht so aus - ja?!
....es ist ein Elend: Hier die Armen und dort die Begünstigten, die weiterhin zu begünstigen sind, weil sonst - so wird uns erzählt - noch mehr Menschen in Armut leben würden, würden das Volk und die von ihnen gewählten Volksvertreter anders entscheiden.
Denn... es gerieten allenfalls, so wird uns erklärt, viele Unternehmer mit ihren Unternehmen an den Rand des Ruins, würde das Volk den Armen bessere Bildungs- und Verdienstmöglichkeiten ermöglichen - denn immer mehr Unternehmern bzw. 'armen Reichen' weiterhin mit Steuergeschenken den Rücken zu stärken?!
Ein Dilemma! - Keine Ahnung, ob die Einführung eines Grundeinkommens all jenen Menschen, die miteinander bestimmte Lebensräume nutzen und gestalten, gerecht werden könnte. Die besseren Bedinungen für ein gerechtes Miteinander wären vermutlich gegeben. Denn: Machtabbau ist in der Regel nur möglich, wenn es keine Verlierer gibt!
@Elio Ingold
Ich finde das sind schon nicht wenige, oder?
Und was insbesondere auffällt, ist der krasse Unterschied zwischen den Zahlen des Bundes und derjenigen der Hilfswerke. Wundert mich jedoch nicht, denn der Bund hat sich schon immer schwer getan, Armutszahlen zu veröffentlichen (Couchepin weigerte sich gar eine Armutsstatistik zu führen, dies trotz Auftrag des Parlaments ). Ich persönlich gebe auf die Zahlen des Bundes keinen Pfifferling!
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