CO2 Abgabe – Sind Sie bereit?

Ab 1.7 ist es soweit – die neuen Abgaben (umgspr. Neidsteuer) treten in Kraft und wir werden sehen wie sich der Markt verhält, was teurer wird und was auf gleichem Niveau bleibt.
Können Händler den Flottenverbrauch nutzen und somit die leistungsstarken Fahrzeuge zum selben Preis anbieten oder wird die Nachfrage zu hoch sein um den Verbrauch mit den schwächeren Variationen auszugleichen?

Haben Sie sich schon mal überlegt was ihr Auto verbraucht? Wie alt die Technik ist und wie viele Kilometer Sie damit jährlich zurück legen? Nicht dass dies eine Rolle spielt obwohl es logisch wäre, sondern um zu merken wo man selbst steht.

Haben Sie sich mit den abgabebefreiten Alternativen auseinander gesetzt? Wissen Sie welches Fahrzeug unter der 130g Grenze liegt und welche darüber sind? Nach welchen Kriterien kaufen Sie ein Fahrzeug; Funktionalität, Leistung, Design, Ausstattung, Verbrauch, Grösse, etc…?

Werfen wir doch mal einen Blick auf die Auswahl: http://www.bfe.admin.ch/energieetikette/00962/00964/index.html?webgrab_path=http%3A%2F%2Fwww.bfe-anw.admin.ch%2Ffzl%2Findex.php 130g Auto permanent nutzt?

  • Wie wird der Umwelt geholfen wenn vor allem Familien und Selbstständige die situationsbedingt ein grosses/starkes Fahrzeug brauchen tiefer in die Tasche greifen müssen?
  • Was hat dieser Zirkus überhaupt mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu tun?
  • Warum wird bei kleineren Importeuren jeder Wagen einzeln abgerechnet, während bei den Grossen die Flotte zählt?

Hand aufs Herz, es geht nicht um den Umweltschutz sondern darum die Direktimporte zu drosseln – ein weiterer Grund warum sich die Schweiz (bzw. die WEKO) mit der Strafe gegen BMW total lächerlich gemacht hat.

  • Wohin gehen die 70 – 120 Millionen Franken welcher der Bund mehr einnimmt?

Weitere lesenswerte Artikel: http://www.20min.ch/finance/news/story/So-viel-mehr-kosten-neue-Autos-ab-Juli-20970888

8 von 10 Modellen werden teurer – Ihnen wird also quasi diktiert was Sie zu kaufen haben. Mir persönlich missfällt sowas in einer Weise die ich verbal nur schwer auszudrücken vermag. Sehnen wir uns wirklich danach, dass alles in unserem Leben diktiert wird? Mehr Steuern, mehr Regeln, mehr Verbote… ich hol schon mal die Schaufel, dann können wir die persönliche Freiheit begraben.

vor 11 Monaten
15 Kommentare

Kommentar von Dino E im Kontext:

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Dino E [Beitragsautor]
vor 11 Monaten | 4 Antworten

Es geht tatsächlich um wesentlich mehr als nur ums brauchen – wenn wir ewig solche Vergleiche beiziehen dann will ich ab sofort Einheitswohnungen in den Städten und nur noch Hochhäuser um den Raum maximal nutzen zu können.

Das Problem liegt doch darin, dass unter dem Deckmäntelchen “Umweltschutz“ eine Neidsteuer eingeführt wird die sich auf die Umwelt kontraproduktiv auswirkt. Viele der älteren Autos stossen weit über 130g aus und dies auch mit kleineren Motoren – wenn nun also viele Ausführungen teurer werden, dann werden genau diese Fahrzeuge nicht ersetzt. Hinzu kommt noch, dass man den Besitz alleine bestraft, was recht sinnlos erscheint.

Des weiteren sieht man auf was die Regelung wirklich abzielt: Es geht nur darum die Direktimporte runter zu schrauben, denn neu muss man einen Bürokratischen-Hürdenlauf vornehmen bevor man sein Auto nutzen kann. Man wird indirekt gezwungen das Auto hier zu kaufen – so viel zum Thema freie Marktwirtschaft. Anstelle also von dem ganzen Bürokratie-Schlamassel in welchem wir uns befinden los zu kommen fabrizieren wir immer mehr davon – schon bald wird dann eine Lenkungsabgabe gefordert wenn man auf die Toilette muss, dies aber nur wenn man das richtige Formular hat!

Wenn wir noch etwas weiter gehen ist das ganze eine totale Irreführung des Konsumenten, es wird suggeriert, dass Diesel und Elektro bzw. Hybrid-Fahrzeuge in jedem Fall besser sind, was nicht ganz richtig ist.
Wenn wir schon mal da sind, frage ich mich warum nur CO2 besteuert wird – warum keine anderen Stoffe die in den Himmel gepustet werden – weil man dann eben schnell merkt, dass auch die kleinen nicht so sauber sind wie man uns das gerne klar machen will.

Sie haben aber im Bezug auf Geländewagen, Lieferwagen und Sportwagen recht – diese werden unweigerlich teurer. Ich bin froh leben wir hier in der Schweiz nicht in einer Gegend mit vielen Bergen, da alles so flach ist braucht man eigentlich nie einen 4x4. Lieferwagen werden ja meist auch nur von Bonzen gefahren die sowieso genügend Geld haben und deshalb kann man dort die Daumenschrauben ruhig anziehen.
Vans und Kombis werden ebenfalls teurer aber für Familien, oder speziell die Kinder interessieren wir uns nur solange sie ungeboren sind, was danach kommt ist egal!
Sportwagen werden auch teurer, naja – ich kann mir keinen leisten und diejenigen die es können nehmen die Steuer wohl aus der Porto-Kasse aber mach dies ein solches Vorgehen vertretbar?
Könnten wir in diesem Falle nicht den Import von Fleischwaren, Obst und Gemüse verbieten und ebenfalls Premium-Preise einführen? Ich meine, wer Fleisch will kann sich mit Schweinefleisch begnügen, das reicht und wer was anderes will muss dann eben mal 10%-25% vom jeweiligen Grundpreis drauf zahlen – wäre doch auch was oder? Man könnte dies dann auf weitere Produkte abwälzen – Wein, Bier, Kleider, usw…

Ok, es haben sich ein paar wenige Modelle mit einem grösseren Motor als 1.7L in die Liste verirrt, deshalb schrieb ich ‘praktisch‘ da es nun mal so ist, dass der grösste Teil der Fahrzeuge kleinere Motoren hat.
Wozu ich einen solchen Motor brauche ist primär meine Angelegenheit oder fangen wir nun an, dass sich jeder seinen Lebensstil rechtfertigen muss? Warum kaufen Sie ein iPhone wenn sie wissen wie schlecht die Bedingungen bei Foxconn sind? Warum kaufen Sie Schuhe von Nike wenn es sein könnte, dass diese durch unterbezahlte Arbeitskräfte genäht wurden? Warum kaufen Sie ausländisches Mineralwasser? Warum Obst ausserhalb der Saison? Warum ist ihre Wohnung grösser als nötig wäre? – solche Fragen könnte man diversen Personen stellen.
Ich brauche beispielsweise einen 4x4 um gelegentlich Material zu transportieren und in die Berge zu fahren, sei dies im Sommer oder Winter. Ebenfalls ist das Auto für mich ein Hobby und mir ist der Fahrspass wichtig und zum Komfort gehört auch eine aus meiner Sicht anständige Motorisierung.
Ich lebe in anderen Bereichen nachhaltig um meinen Teil zu leisten und ich tue das für mich, ich mime nicht die Reinkarnation des Messias, gehe umher und erzähle allen wie sie zu leben haben. Ich wünschte dies würde vermehrt so gemacht werden, denn ich kann nicht anderen den Umweltschutz vorgaukeln und dann selbst nach Chile fliegen um Laubfrösche zu beobachten, um es mal überspitzt auszudrücken.


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