Dass Oswald Grübel und Christoph Blocher die verfolgte Politik der Nationalbank kritisieren, ist wenig überraschend. Christoph Blocher ist die Unabhängigkeit der Nationalbank seit längerer Zeit ein Dorn im Auge und Oswald Grübel scheint sowieso alle Interventionen, die den freien Markt in irgendeiner Weise beeinflussen, grundsätzlich abzulehnen. Dass die UBS – hätte der freie Markt tatsächlich gespielt und die Nationalbank nicht rettend eingegriffen – heute Geschichte wäre, ist bei ihm vielleicht schon vergessen gegangen. Seltsam mutet aber die neueste Kritik des Gewerbeverband-Direktors Hans-Ulrich Bigler an der Mindestkurspolitik der Nationalbank an. Niemand hat behauptet, dass die Verteidigung dieses Mindestkurses zum Euro gratis und einfach ist. Beim ersten richtigen Sturm soll die Nationalbank nun ihre Strategie über den Haufen werfen, dies würde ihre Glaubwürdigkeit massiv beschädigen und wäre gleichzeitig ein riesiger Rückschlag für unsere Exportwirtschaft. Es ist kein Geheimnis, dass die EU unser wichtigster Exportmarkt ist. Was darum eine Aufgabe des aktuellen Mindestkurses durch die Nationalbank bedeuten würde, brauche ich wohl nicht weiter auszuführen. Mir scheint die aktuelle Strategie der Nationalbank derzeit der vernünftigste Weg zu sein, um einerseits eine gewisse Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit für unsere Unternehmen zu garantieren und andererseits das Risiko nicht in unkalkulierbare Sphären wachsen zu lassen.
Eigentlich geht es um die Unabhängigkeit der Nationalbank
Die neueste News zu dem Thema in 20min.
Alle wissen bereits, dass der Euro keine Chance mehr hat. Jetzt versucht noch jeder seine Schafe ins Trockene zu bringen und auf die Abwertung zu spekulieren.
Alle werden dieses Wochenende gespannt auf nur eins sehen: Griechenland.
Selbst das griechische Militär ist bereit für eine Übernahme.
Und dann wird sich herausstellen, ob wir den wirklich grossen Crash mit dem ESM und Fiskalpakt hinauszögern und somit auch noch verschärfen, oder ob wir in Europa komplett neu beginnen. Ich tippe auf Ersteres.
Also ich hab Herrn Blocher hier gefragt, was passierte, wenn die SNB die Untergrenze zum Euro zu früh aufgäbe.
Da werde ich kaum eine einigermassen kompetente Antwort erhalten. Ich wäre dafür, dass irgendjemand Herrn Blocher oder Herrn Kaufmann höflich anfragt, ob er nicht hier in Politnetz dazu Stellung nehmen könnte.
Natürlich speziell in diesem Zusammenhang wäre der Blickwinkel von Herrn Spuhler, ebenfalls SVP.
herr p. merz
ihr schreiben erinnert mich sehr an den artikel in der heutigen nzz (online).
stimme überein mit beiden aussagen, wenn man heute dem wechselkurs freien lauf lassen würde, wären wir bei einer parität euro/sfr 1 zu 1.80. dollar/sfr etwa 1-1.90.
jeder ch tourist würd sich freuen, vermute jedoch, dass dies ein schuss vor den eigenen bug der kmu vereinigung war.
mögen doch alle interessenvertreter, bitte zuerst überlegen und dann sprechen...
gruss dada
Kann mir jemand erklären, wie man Geld kauft ohne Geld zu haben???
Ich glaube es geht nicht nur mir so, dass versteht man wirklich nicht mehr. Aber ich glaube, da hat unsere NB wirklich das kleinste Problem, im Verhältnis zum Rest der Welt.
Die Kommentare hier machen mir Sorgen.... Meine kleine Welt, finanzielle Welt, hängt unmittelbar vom Wert des Geldes ab. So wie das hier klingt, macht es keinen Sinn morgen mehr arbeiten zu gehen. Ich kann mir bald sowieso alles ans Bein streichen........ Hier wird so flapsig über den Untergang der Wirtschaft gesprochen, dass heisst aber nichts anders als den Niedergang unserer Zivilisation und meiner Zukunft.....
Ich hoffe, dass der Euro und die Eurogruppe sowie die EU gut aus dem ganzen Mist herauskommt. Auf welche Art auch immer. Nicht weil ich das heutige System gut und perfekt fände, sondern weil meine Zukunft schlicht und einfach ohne das alles, stockdunkel aussieht.
Kann mich da jemand beruhigen?
Kann mich da jemand beruhigen?
Nein.
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;-)
Hier ein Grundkurs der Nationalbank.
Stellen Sie es sich so vor. Sie gehen in's Casino St.Gallen und tauschen dort 100 Franken in Casino-Chips und mit denen dürfen Sie an den Spieltisch. Sind Sie nach 30 Minuten pleite, kann Ihnen das Casino Chips weitere 100 Casino-Chips ausleihen. So hat das Casino die Geldmenge im Casino erhöht - ohne wirkliche Franken zu haben.
Gewinnen Sie nun mit den neu geliehenen 100 Casino-Chips 10'000 Casino-Chips, ist dies für das St.Galler Casino etwas blöd, die müssen Ihnen nämlich die 10'000 Casino-Chips in Franken umtauschen. Für die Nationalbank ist das aber kein so grosses Problem. Die hat Ihnen nämlich keine Casino-Chips gegeben, sondern Schweizer Franken und wenn Sie die Nationalbank verlassen, muss diese Ihnen immer nur Schweizer Franken geben und diese Franken kann sie beliebig drucken, so wie das Casino Casino-Chips macht.
Was Sie aber öfters hören, ist das Thema Inflation. Geld drucken hat ein Nachteil, es ist plötzlich mehr auf dem Markt und wenn es zu viel von etwas hat, verliert es an Wert. Aber damit schlagen wir uns dann vermutlich erst in 3 bis 5 Jahren herum.
Kann mir jemand erklären, wie man Geld kauft ohne Geld zu haben???
Alle Angaben ohne Gewähr - ich sehe dies so:
Die Nationalbank druckt Geld und kauft damit Euros. Eventuell muss sie das Geld nicht mal wirklich drucken, sondern nur "versprechen" es zu drucken sollte jemand auf die Idee kommen sich tatsächlich die CHF auszahlen zu lassen. Grösstenteils werden im übrigen auch nicht Euros gekauft, sondern das Versprechen irgendwann mal Euros zu erhalten (Staatsdarlehen).
Dass dies den CHF Kurs gegenüber den Euros schwächt müsste klar sein. Es steckt ja schliesslich auch keine Leistung hinter den neugedruckten Euros.
Weil auch kein Leistung hinter den neuen CHF steht, besteht die Gefahr einer Inflation. Zu so einer Inflation wird es dann kommen, wenn die Personen / Staaten, die jetzt CHF gekauft haben diesen wieder verkaufen. In dem Fall kommen die CHF wieder auf den Markt und es gibt ein Überangebot an CHF. Dafür müsste aber erst einmal der Euro an Wert gewinnen, damit überhaupt eine Motivation da ist um die CHF in Euro umzutauschen.
Gewinnt aber der Euro an Wert hat die Nationalbank ja wunderbar viele neu wertvolle Euros um die CHF wieder zurückzukaufen.
Wird der Euro hingegen wertlos, werden die ausländischen Anleger sicherlich nicht die CHF abstossen, es gibt dann auch keine Inflationsgefahr. Der Eurobestand der Nationalbank ist dann auch wertlos, macht aber nichts, da sie ja auch keine Schulden aufnehmen musste oder so. Der Verlust liegt dann nur in den Druckkosten der CHF.
Ich verstehe die Aufregung in der Politik wirklich nicht. Die Schweizer Nationalbank befindet sich in einer Situation, in der sie gar nicht verlieren kann.
Lieber Peter Engler!
Ich möchte mich ganz herzlich bei Dir bedanken, dass Du begonnen haben, das ganze Finanz- und Zinsystem, langsam aber sicher zu durchschauen. Oder wie heisst es so schön? Wenn die Menschen dahinter kommen, wie das Finanzsystem funktioniert, würde es morgen eine Revolution geben.
Was Du aber nach dieser Erkenntnis nicht haben darfst ist Panik, sondern solltest die ganze Situation so betrachten, dass Du das Beste für Dich, Deine Familie und Angehörigen daraus machst.
Was ist das Beste?
Zunächst einmal ist es wichtig, dass auch Du versuchst, die Leute in Deiner Umgebung beginnst aufzuklären, denn sonst würden die Menschen, die noch immer der Religion Geld hinterher jagen, Dich für verrückt erklären.
Gib auf keinen Fall Deinen Job auf, auch wenn Du denken, dass es sinnlos ist, arbeite wie gewohnt weiter.
Danach beginne Dich zu fragen, was ist eigentlich wirklich wichtig, was ich benötige? Brauche ich all diese Dinge?
Und dann versuchen sich über Alternativen zu informieren, was wir nach dem BigBang tun können. Es gibt da diese Menschen, die von Vollgeld sprechen, andere über das bedingungslose Grundeinkommen und ich z.B. vom Zeitgeist-Movement. Es gibt da schon recht viele Ansätze und Lösungsvorschläge.
Wenn Du Dich damit befasst, dann siehst Du, dass die Welt nicht verloren ist, sondern auch andere Lösungen parat hat.
Ich z.B. habe zwar meinen Job hingeworfen, aber nicht weil ich ihn gebraucht habe, sondern weil ich mich damit nicht mehr identifizieren kann. Ich selbst reduziere im Augenblick alles, was ich nicht wirklich zum Leben benötige und verkaufe, oder verschenke, Sachen, wie auch mein Auto und all die anderen Luxusgegenstände. Dieses Geld behalte ich jedoch, da ich derzeit leider noch an diesem monäteren System gebunden bin, um mich zumindest über Wasser zu halten, aber nicht so, dass ich verarme aber gleichzeitig, die übrige Zeit nutze, den Menschen die Augen zu öffnen.
Das der Euro stabil bleibt, oder wieder stark wird, ist eine Illusion. Wenn die Aussichten auch nur ansatzweise rosig wären, würde Frau Merkel die Presse nicht auffordern, positiv über den Euro zu berichten, weil sie genau weiss, dass dann die Menschen sofort zur Bank laufen und das Geld abheben, was aber nicht vorhanden ist und somit zu einem Bankenbankrott führt, der die ganze Welt mit hineinzieht. Das hat aber auch Osama erkannt, weil er sonst nicht Griechenland auffordern würde, im Euro zu bleiben. Das das ganze System immens krank und nicht mehr tragbar geworden ist, sieht man an den Verzweiflungstaten der EU, ständig neues Geld hinein zu schiessen, um noch das zu retten was da ist. Auch die Bemühungen einen ESM mit Milliardenspritzen (woher kommt das Geld eigentlich?) zu realisieren ist nur ein Versuch, das System so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Wenn der ESM nicht kommt, sind wir nur noch einen Steinwurf davon entfernt, ansonsten haben wir einen Aufschub von vielleicht einem, zwei maximal drei Jahren.
Wenn du dir dessen bewusst bist, dann hat du einen immensen Vorteil gegenüber den Anderen, weil du dich darauf vorbereiten kannst, die anderen jedoch einen Schock bekommen werden, dessen Auswirkungen niemand vorhersehen kann.
Was ich dir empfehle ist, dass du dich erstmal weiter informierst und alles was dir präsentiert wird, auch dass was ich schreibe, erstmal hinterfragst. Kläre deine Mitmenschen auf. Und dann, falls du es willst, informiere dich über Lösungen. Es muss ja nicht gleich das Venus-Project sein, aber ein Anfang in der Schweiz wird bereits begonnen: Neustart Schweiz. Es wachen immer mehr Menschen auf, womit du siehst, dass du nicht alleine bist. Niemand zwingt dich dazu und niemand will dich dazu überreden.
Es ist wirklich deine freie Entscheidung. Am Ende kannst du dann immer noch sagen, zu welchem System du gehören willst und dann könnte man, ohne Partei, ohne Religion und ohne Anführer vielleicht die Kräfte gemeinsam bündeln und beginnen etwas daraus zu machen.
Also! Bitte nicht aufgeben, den Job nicht hinwerfen und nicht auf die Strasse gehen. Einfach nur beginnen zu denken und dann geht es auch weiter!
Oswald Grübel wurde erst nach dem UBS-Desaster CEO. Er hat diese mit viel Effort wieder auf den Erfolgskurs gebracht. Das sollte man nie vergessen. Wenn die UBS heute Geschichte wäre, dann wären noch mit ihr die meisten CH-Banken Geschichte und unsere gesamte Wirtschaft wahrscheinlich auch. Aber das ist nicht der Punkt hier.
Über die Mindestkurs-Strategie der Nationalbank scheiden sich die Geister. Für gestandene Volkswirtschafter ist es ein falscher Entscheid, für andere ist es der richtige Entscheid. Was es bringt sehen wir in Zukunft und können es heute nicht voraussagen.
Ich bin jedenfalls der Meinung, dass wir nicht in die Taktik der SNB eingreifen sollten, weil dies wahrscheinlich desaströser wäre. Und was es auch braucht ist ein gewisses Durchhaltevermögen seitens der Nationalbank aber auch seitens der Politik. Was nicht stabilisierend wirkt, ist wenn sich die Politik nicht einig ist und dauern Unsicherheiten in der Bevölkerung geschaffen werden
Ich bin jedenfalls der Meinung, dass wir nicht in die Taktik der SNB eingreifen sollten, weil dies wahrscheinlich desaströser wäre.
Richtig, denn solange der Franken stabil gehalten wird, verzögern wir einfach nur den Bankrott anderer Länder, die in den Franken flüchten wollen, weil sie kein Vertrauen mehr in ihre eigene Währung besitzen.
Das geht so lange gut, bis der Euro zusammenbricht und ihn absolut keiner mehr haben will und die SNB so viele wertlose Euros aufkaufen muss, um den Franken stabil zu halten, damit die eigene Wirtschaft und die Wirtschaft in den anderen Ländern nicht vollständig zusammenbricht.
Doch wie viele Franken benötigen wir dann und woher nehmen wir dann das ganze Geld? Müssen wir dann nicht auch Kredite aufnehmen, die wir für wertlose Euros aufwenden und dann selbst in den Schuldenfang gelangen?
Und wenn wir das nicht tun, dann bricht um uns herum die Wirtschaft sofort zusammen, auf die wir aber angewiesen sind, um unseren Wohlstand zu erhalten.
Egal, wie wir es anstellen.
Wir haben so oder so verloren. Wir sehen es nur nicht.
Wenn die Griechen nächstes Wochenende für einen Euro-Austritt abstimmen, dann hilft keine Verteidigung mehr, weil dann in den nächsten Wochen niemand mehr den Euro will und sich alle in den Franken und andere flüchten, egal wie teuer er ist.
Wer denkt, dass wir davon verschont bleiben, weil die Handelsbeziehungen zu Griechenland gering sind vergisst, dass es Staaten gibt, die wichtig für unseren Export sind, aber durch den Bankrott Griechenlands selbst ins Wanken kommen.
Es ist eine Illusion zu behaupten, wir könnten mit der Verteidigung des Franken, die Wirtschaft aufrecht erhalten. Es ist nur eine kurzfristige Lösung, die nicht halten wird.
Es sei denn, Griechenland bleibt im Euro und der EMS geht durch, der dann unbegrenztes Geld zur Verfügung stellt, dass der Steuerzahler begleichen muss, womit Steuern eingeführt, oder erhöht werden, die wiederum zu geringerem Einkommen führt und damit auch den Konsum schmälert und sie dann ihre Schulden nicht mehr bezahlen können.
Egal wie man es dreht oder wendet, es führt am Ende so oder so zum Bankrott. Es wird nur ein wenig verzögert.
Siehe auch: http://www.politnetz.ch/beitrag/14785
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