Cannabis ist in der Schweiz weit verankert, kaum ein Jugendlicher der es in seiner Jugend nicht einmal ausprobiert hat. Jeder Fünfte Schweizer hat es schon mindestens einmal konsumiert, obwohl es damit weit verbreitet ist, ist es verboten, aber wieso überhaupt?
Liegt es an der Art der Einnahme des illegalen Stoffes oder etwa am Rausch dadurch entsteht. An der Einnahme kann es eigentlich nicht liegen, denn es wird wie eine herkömmliche Zigarette geraucht, hier kann das Problem also nicht liegen. Ist vielmehr der Rausch an der Illegalität des Konsums schuld? Auch hier haben wir ein vergleichbares, legales Mittel: Alkohol. Die Suchtdroge schlechthin die von der Gesellschaft akzeptiert wird. Niemand sagt etwas wenn jemand ein paar Bier trinkt oder sich ein Glas Bordeaux genehmigt. Doch wenn man sich einen Joint genehmigt ist das gleich eine unverzeihliche Straftat? Das hört sich für mich nicht allzu logisch an.
Fakt ist es gibt keinen plausiblen Grund wieso Hanf jemals für illegal erklärt wurde. Es gibt sogar viele Gründe für eine Legalisierung. Da es illegal ist wird die Sucht heute im Geheimen ausgelebt, doch mit der Legalisierung könnte man die Sucht stärker kontrollieren und regulieren, wie man es heute schon beim Tabak und Alkohol macht. Und dabei könnte der Staat noch weitere Steuereinnahmen erschliessen, da man es nicht mehr beim Dealer kaufen müsste. Doch sollte man sich auch Fragen ob eine Sucht illegal sein sollte und ob anstatt das Gefängnis eine Entzugsanstalt nicht klüger wäre.
Doch es gibt nicht nur gesellschaftliche Argumente sondern auch wirtschaftliche. So hätten Bauern eine neu Anbaumöglichkeit mit der sie Geld verdienen könnten. Oder auch Tabakwarenläden könnten ein neues Geschäftssegment erschliessen.
Auch muss man sich die Frage stellen wie sehr wird noch konsumiert wenn der Reiz des Illegalen entflogen ist. Vor allem da es keine Gefahr gibt, dass die Leute auf eine Ersatzdroge umsteigen, da diese teurer sind. Auch die wegfallenden Bussen werden nicht ins Gewicht fallen, da diese sehr wahrscheinlich in nächster Zeit halbiert werden. Da wäre doch eine Lenkungsabgabe wie beim Alkohol eine viel sinnvollere Lösung und trotzdem würde der Markt noch einen tieferen Preis anbieten können, da man es legal verkaufen könnte.
Cannabis legalisieren, denn Tabak und Alkohol sind auch legal. Die Unsinnigkeit der Illegalität des Hanfkonsums beenden.
TOP NEWS!
Urugay baut als erster Staat selbst Marihuana an und verkauft es selbst!
Zu finden HIER
Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und sämtliche Drogen legalisieren. Ein Junkie wird ja heute eh nicht bestraft - wir fördern nur die organisierte Kriminalität und einhergehende Begleiterscheinungen wie die Prositution. Weitere Vorteile wären Steuereinnahmen, Arbeitsplätze, Einstieg zu harten Drogen wird erschwert, Einflussmöglichkeiten/Prävention etc. pp.
Hervorragender Artikel dazu: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kapituliert_endlich/
Das ist das, was ich die ganze Zeit sage. Ein Kampf gegen Drogen ist das Dümmste was wir machen. Das mit dem obligatorischer Betreuung finde ich sogar gut. Danke für den Link.
Ob das Verbot von Cannabis wohl eher am Image liegt? Die Kiffer, herrlich parodiert von Victor Giacobbo als Fredi Hinz, entsprechen ja nicht unbedingt dem Bild eines aufrechten und arbeitssamen Schweizers. Alkohol entspricht dem Genuss, Cannabis der Droge. Oder anders ausgedrückt: Mit dem Glas Wein oder dem 4cl Whisky regt man seinen Gaumen an, mit Cannabis wird das einzige Ziel verfolgt, möglichst schnell geistigen Abschied von der Realität zu nehmen.
Niemand raucht einen Joint oder isst Space-Cake, weil er den Geschmack sonderlich gut findet. Hier gehts darum, möglichst schnell 'plug-off' zu gehen. Die Gegner der Legalisierung wollen keine absente Gesellschaft.
"mit Cannabis wird das einzige Ziel verfolgt, möglichst schnell geistigen Abschied von der Realität zu nehmen ... Hier gehts darum, möglichst schnell 'plug-off' zu gehen."
Kaum, weil Cannabis dazu denkbar ungeeignet ist. Verschreibungspflichtige Beruhigungs- und Schlafmittel sind dazu sehr viel besser geeignet.
"Die Gegner der Legalisierung wollen keine absente Gesellschaft."
Dann unterstützen Sie gewiss ein Verbot von Alkoholika. Denn wie Sie wissen verzögern schon geringe Mengen Alkohol die Reaktion des menschlichen Gehirns, "Absenz" im wahrsten Sinn des Wortes.
Ich behaupte nun mal ganz einfach, dass Sie sich da ziemlich täuschen Herr Vogt.
Ich bin nun ganz und gar kein "Kiffer" sondern fröhne lieber mal einer guten Stange oder nach dem Essen einem Espresso mit einem guten Grappa aber dass, was Sie behaupten ist ja gänzlich bei den Haaren herbei gezogen.
Beispiel:
Ein guter Freund von mir ist Inhaber und Geschäftsführer einer kleineren Unternehmung mit wenigen Angestellten. Er tolleriert in seinem Betrieb natürlich keine illigalen Drogen oder Alkohol und arbeitet selber fleissig. Er trinkt auch privat fast keinen Alkohol aber er genisst regelmässig seinen Joint an lauen Sommerabenden.
Also hören Sie mir bitte auf mit dem Klischee ala Fredi Hinz!
Der besagte Mann arbeitet, zahlt brav seine Steuern und Sozialabgaben für die Arbeitnehmer und ist erst noch bei einer SVP zu Hause, so mal angemerkt. Ich respektiere natürlich das Resultat der letzten Abstimmung diesbezüglich, aber warum nicht wenigstens ein wenig mehr Tolleranz schaffen diesbezüglich?
Am 30. November 2008 hat die Schweiz in einer Volksabstimmung die Hanfinitiative zur Legalisierung von Cannabis als Rauschmittel bei einer Stimmbeteiligung von 46.1% mit einem Anteil von 63.2% Nein-Stimmen deutlich abgewiesen.
Wissenschaftlich richtig ist, dass Alkohol und Tabak schädlicher sind als Cannabis. Empirisch fest steht sodann leider, dass die Gesellschaft manches, das aus wissenschaftlicher Sicht unsinnig ist, tut und anderes, das aus wissenschaftlicher Sicht ratsam ist, unterlässt.
Die 2008 abgelehnte Hanfinitiative wollte wirksamen Jugendschutz und wirksame Qualitätskontrolle von legal gehandelten Cannabisprodukten. Dies sind denn auch die zwei Kernargumente, die für die Legalisierung sprechen.
Zur Zeit befindet sich das Betäubungsmittelgesetz in Revision: Besitz und Konsum von Kleinmengen von Cannabis sollen neu gebüsst statt strafrechtlich verfolgt werden, die Sozialkommission des Ständerats hat unlängst verlauten lassen, sogar die vom Nationalrat vorgeschlagene Höhe von 200 Franken Busse erachte sie als zu hoch, und wünscht zudem die Möglichkeit, in Bagatellfällen sogar von Busse absehen zu können. Dies entrkiminalisiert Kleinkonsumenten, belässt Produktion und Vertrieb aber unkontrolliert in den Händen von - wem auch immer, teilweise aber organisierten Kriminellen. Somit gibt es keine Kontrolle der Qualität des in Verkehr gebrachten Stoffs. Ebenso wenig gibt es eine kontrollierte Altersbeschränkung für die Konsumenten.
Drei Hauptprobleme des Cannabiskonsums, welche die Gegner einer Legalisierung anführen (erstens gefährliche, unkontrollierte Substanzen und/oder gefährlich starke THC-Konzentrationen im illegal gehandelten Stoff, zweitens Gefährdung von Jugendlichen durch hoch dosierte THC-Konzentrationen und/oder Fremdsubstanzen im Stoff, drittens Gefährdung von Jugendlichen durch THC überhaupt), werden durch die Revision des Betäubungsmittelgesetzes allerdings nicht gelöst: Weder gibt es einen wirksamen gesetzlichen Jugendschutz, noch kontrollieren Behörden wie Heilmittel- oder Lebensmittelkontrollen den in Verkehr gebrachten Stoff.
Wenn der Konsum schon straffrei sein soll (und der Staat seine Bürger und Jugendlichen nicht mehr effektiv mit Kriminalisierung vor gesundheitlichen Gefahren schützt), sind zum Schutz der Konsumenten konsequenterweise Produktion und Handel zu legalisieren, regulieren und insbesondere zu kontrollieren.
Jugendschutz hat grosse Priorität zu geniessen und ein Verkaufsverbot mindestens für unter 18jährige vorzusehen, denkbar ist durchaus auch eine Altersgrenze von 21 bis sogar 24 Jahren.
So gesehen dürfte die derzeitige Revision des Betäubungsmittelgesetzes als Schildbürgerstreich abgetan werden. Jedenfalls vernachlässigt diese Revision den Schutzgedanken, indem sie mit der Abschaffung der strafrechtlichen Verfolgung die Hürde für den Konsumenten tiefer setzt, gleichzeitig aber noch immer keine gesetzlichen Qualitätskontrollen und Jugendschutzmechanismen vorsieht.
Solange der Staat für Besitz und Konsum von Cannabisprodukten Straffreiheit gewährt und sich gleichzeitig davor drückt, die Qualität dieser Produkte zu garantieren und die Jugend vor ihnen zu schützen, hat er im Minimum noch eine Pflicht: anderweitige Suchtprävention und Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger. Dass dabei womöglich offen auszusprechen ist, dass Tabak und Alkohol schädlicher sind als Cannabis, könnte aber für den Staat ein Hindernis sein, effektive Aufklärungs- und Präventionsarbeit zu leisten. Denn die Alkohol- und Tabakindustrie bilden eine starke politische Lobby.
Herr Natiez, Sie haben noch unsere Marihuana- Produzenten vergessen.
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2002-50/artikel-2002-50-300-millionen-jo.html
Ein Blick nach UK: Im Januar 2004 wurden kleinerer Mengen Cannabis sowie der Konsum in Grossbritannien straffrei bzw. strafrechtlich mit Beruhigungsmitteln und Anabolika gleich gesetzt (2 Jahre Höchststrafe für unerlaubten Besitz), um im Januar 2009 wieder wie vorher mit Amphetamin, Codein oder Ritalin gleichgesetzt zu werden (wieder 5 Jahre Höchststrafe).
Im Zuge dieser Reklassifizierung wurde der vorsitzende wissenschaftliche Drogenberater der Regierung, David Nutt, entlassen. Dieser hatte sich gegen die Rückkehr zur alten Cannabispolitik gestellt. Das Fass zum Überlaufen brachte er allerdings erst mit seiner öffentlichen Feststellung, Tabak und Alkohol seien weitaus schädlicher als Cannabis, Ecstasy oder LSD.
Premierminister Brown rechtfertigte den Entscheid seines Innenministers Johnson damit, dass "Berater beraten und Minister entscheiden" und dass "widersprüchliche Signale der Regierung" zu vermeiden sind.
Auf Nutts Entlassung traten zunächst zwei und kurz darauf weitere drei Angehörige des 31köpfigen wissenschaftlichen Beraterstabs für Drogenpolitik zurück.
Der Wirbel um die Drogenpolitik hat im Vereinigten Königreich eine interessante Diskussion ausgelöst, die auch von den Medien geführt wurde:
David Nutt sagte, kein unabhängiger Wissenschaftler könne als Berater der Regierung tätig sein.
Der Kolumnist Philipp Johnston stellte im "Telegraph" fest: Professor David Nutts Fehler sei die Annahme gewesen, eine politische Sache sei eine wissenschaftliche ("Prof Nutt's mistake was to imagine that this was a scientific issue when it is a political one."). Ebenfalls im "Telegraph" wies Alasdair Palmer hingegen darauf hin, dass laut Studien die Persönlichkeitsbildung bis etwa zum 22 Lebensjahr andauert und durch Nebenwirkungen von THC beeinträchtigt werden könnte ("That finding is very much in line with the discovery that the brain keeps on developing until about the age of 22. After that, the detrimental effects of cannabis diminish."). Palmer verweist auch auf die Feststellung einer Wissenschaftlerin, dass in Ländern mit traditionellem Cannabiskonsum dieser für Jugendliche tabu sei ("She notes that in societies such as India, where cannabis has been in widespread use for hundreds of years, there is a strong – and pretty effective – taboo against young people using the drug."). Palmer schliesst, Nutts Haltung sei keine rein wissenschaftliche ("Prof Nutt is entitled to take the contrary view, but he should not claim that it is merely the result of 'science': it is about as scientific as advocating that handguns should be as freely available as swimming pools, because every year, fewer children get shot than drown.").
Im "Guardian" vertritt Sue Blackmore die Ansicht, dass die Reklassifizierung von Cannabis unlogisch und nicht umsetzbar ist, aber trotzdem positive Resultate haben könnte ("The government's reclassification of cannabis is illogical and unworkable. But it may yet have positive results"). Die positiven Resultate sieht sie in der Chance, dass die in der Reklassifikation durchscheinende Überforderung der Regierung die Gesellschaft einen Schritt näher zum Ende der Prohibition, von der nur Kriminelle profitieren, und hin zu Sicherheit durch Regulierung bringt ("How can any good come out of this shambles? My own view is that the safest and fairest thing to do with cannabis is to regulate and control it, to sell it in shops with proper pricing, packaging, warnings, and taxation, and to take the profits and control right away from criminals. ... Today's shambles, by showing that our government does not act for the benefit of its people, will not take the advice of experts, and cannot even create a stable and workable legal framework, may just bring the end of prohibition a little closer.")
Obwohl es damit weit verbreitet ist, ist es verboten, aber wieso überhaupt?
Wird wohl hauptsächlich an der Wirkung der Droge liegen.
Ist vielmehr der Rausch an der Illegalität des Konsums schuld? Auch hier haben wir ein vergleichbares, legales Mittel: Alkohol. Die Suchtdroge schlechthin die von der Gesellschaft akzeptiert wird.
Bitte, das ist ein absurder Vergleich.
Sie können die Wirkung von Alkohol doch nicht einfach auf Hasch übertragen.
Ein Glas Wein hat beispielsweise so gut wie keine negativen Effekte.
Übermässiger Konsum von Alkohol kann aber eine ganze Reihe gesundheitschädigender Nebeneffekte haben, angefangen bei Problemen mit der Balance über Sehschwierigkeiten, Brechreizen, Ohnmächten, bis hin zu Koma und Tod.
Der entscheidende Unterschied hier zum Kanabis ist, dass es sich beim Alkohol primär auf mechanische Effekte beschränkt, allenfalls Hemmschwellen senkt oder bei stärkerem Konsum das Erinnerungsvermögen beeinträchtigt, aber ansonsten kaum Auswirkungen auf die Psyche der Konsumenten hat.
Ein einzelner Joint muss hingegen ebenfalls keine negativen Effekte haben und kann sich nebst den Problemen die eine "gewöhnliche" Zigarette auch hat auf eine sinnlose Heiterkeit (*"High"*), eine Beeinträchtigung der Konzentration und des Kurzzeitgedächtnisses und eine Änderung der Wahrnehmung beschränken.
"Änderung der Wahrnehmung" kann aber vieles Bedeuten.
Im besten Fall wird schlicht Gehörtes, Gesehenes oder Gefühltes verstärkt und evtl. leicht verzerrt.
Während diese Effekte in der tat nicht unbedingt "schlimmer" als die "legale Drogen" sind, kann das Kanabis eben auch anders:
In einem schlechteren Fall beginnt nämlich der Konsument zu halluzinieren (wobei eine "Halluzination" hier Sinnestäuschungen optischer, akustischer und mechanischer Natur einschliessen kann, also schlicht "wahrgenommenes, was nicht wahr ist").
Ausserdem tut sich eine ganze Reihe zusätzlicher Angriffe auf die Psyche des Konsumenten auf.
Probleme, angefangen bei nicht-erklärbarer Nervosität oder gar Panikattacken, bis hin zu Paranoia, Schizophrenie und anderen Psychosen sind aufgetreten, können nicht ausgeschlossen werden und werden evtl. noch durch Halluzinationen begünstigt.
Fakt ist es gibt keinen plausiblen Grund wieso Hanf jemals für illegal erklärt wurde.
Gibt es sehr wohl. Leute mit Psychosen - und dazu zähle ich eben auch Panikattacken und Paranoia - sind etwa so berechenbar wie Nitroglyzerin in einer Achterbahn.
Da es illegal ist wird die Sucht heute im Geheimen ausgelebt
Super, dann wird die Sucht nach einer Legalisierung eben öffentlich ausgelebt. Ich weiss nicht, wie Sie das sehen, aber ich kann auf Strassen voller zugedröhnter Junkies verzichten.
Und dabei könnte der Staat noch weitere Steuereinnahmen erschliessen, da man es nicht mehr beim Dealer kaufen müsste.
Kein Problem, dann verkaufen die Dealer eben billiger als der Staat.
Auch muss man sich die Frage stellen wie sehr wird noch konsumiert wenn der Reiz des Illegalen entflogen ist.
Standartargument, Standartantwort:
Mit Ihrer Argumentation könnten wir sämtliche Gesetze abschaffen; Diebstahl, Mord, Gewaltverbrechen legalisieren. Es tut ja dann sowieso keiner mehr, weils legal ist, ja?
Eine Legalisierung hätte doch lediglich eine Auswirkung: ein Ansturm auf die Verkausstellen, weil man endlich legal und beliebig konsumieren dürfte und eine äusserst lukrative Umgebung für die Organisierte Kriminalität.
Den Vergleich zwischen Alkohol und Tabak zu ziehen ist überhaupt nicht absurd. Die Wirkung ist sogar sehr ähnlich, es gibt nur Unterschiede in der Auswirkung.
Während beim Alkohol viele Leute aggressiv werden, ist das bei Cannabis nicht so, hier wird man eher heiter und fröhlich, was es auch beim Alkohol gibt.
Es gibt auch Leute die haben diese psychischen Beschwerden ohne Cannabis, was wollen sie dann mit denen tun.
Schön auf was sie alles verzichten können. Doch wenn sie mal Abends um 1 Uhr auf der Strasse in einer Grossstadt waren, dann wissen das dieser Zustand schon längst erreicht ist. Da laufen Besoffene, Bekiffte und andere Abhängige herum und da sind die noch die Bekifften die Angenehmsten.
Falsch. Ihre Antwort ist nicht Standard sondern hirnrissig. Der Konsum von Cannabis schadet keinem Mensch, während das bei Mord und Gewaltverbrechen, doch anders ist.
Wer heute nicht kifft hat meistens moralische Bedenken dagegen, ich denke kaum dass allzu viele damit anfangen würden. Und eine lukrative Umgebung ist das für die kriminalisierte Organisation nicht, weil es ja den Legal wäre. Die organisierte Kriminalität macht mit illegalen Dingen Geschäften sonst wären sie ja nicht kriminell.
Da laufen Besoffene, Bekiffte und andere Abhängige herum und da sind die noch die Bekifften die Angenehmsten.
Naja, ganz so einfach können Sie es sich ja auch nicht machen.
Wenn Sie in der Justiz arbeiten, sehe Sie auch Deliket, die einzig und allein aufgrund von Hanfkonsum passiert sind (bsp. bekiffter Asylant, der das Asylzentrum demoliert). Klar gibt es häuifger Fälle, wo betrunkene Leute delinquieren, jedoch die Kiffer generall als eher harmloser, heiterer und fröhlicher darzustellen ist schlicht und einfach falsch.
Die gleichen Schadensmöglichkeiten von Cannabis und Alkohol sidn längst bewiesen!
Bei allem Respekt, Herr Kämpe, sie widersprechen hier längst definitiven Fakten der entsprechenden Fachforschung.
Der exzessive Konsum von Cannabis (insbes. via Rauchen) hat völlig unbestritten Folgeschäden, die es nicht zu unterschätzen gilt - wie absolut jede andere Droge auch! Während "Dope" die Frontallappen angreift, die Körperströme in den Synapsen behindert und zu Schizophrenie führen kann, ist Tabakkonsum weitaus krebsgefährdender, weit lungenschädlicher und stört die Synapsen fast in der gleichen Weise. Allein aus dem Grund, dass der Haschisch-Rausch nicht unter den Rausch der Alltagsdrogen (in unseren Breitengraden!) fällt, wird es als gefährliches Fremdes wahrgenommen, völlig irrational!
Die gefährlichste Droge ist und war dabei immer der Alkohol, was ihnen vom erfahrenen Ernährungs- oder Suchtberater und Facharzt oder Drogenaussteiger schlichtweg alle bestätigen werden. Aufgrund der sozialen Konstitution des Cannabiskonsums (soziale Abschottung in Gangs, Alternativsein, etc.) ist es unbestritten eine Einstiegsdroge. Dennoch steht der exzessive Alkoholkonsum am Anfang jedes Suchtproblems. Desweiteren ist Alkohol physisch gefährlicher (attackiert dutzende Bereiche des Gehirns, führt in ein noch stärkeres Suchtmuster, da die Synapsen zur Überreaktion gezwungen werden, hat weitaus gefährlichere Endszenarien (schwere Depressionen, Zitterkrankheit, Alkoholvergiftung) und ist TOEDLICH im Gegensatz zu Cannabis.
Ausserdem darf nicht unterschätzt werden, dass die soziale Gefährdung durch Alkohol kaum mehr im vergleich zu Cannabis steht. Während die Folgeschäden von Cannabis (eine Art chronische "Mattheit") zu den gleichen Konsequenzen führen wie Alkoholkonsum, während ich noch nie etwas von Vergewaltigungen, Schiessereien, Messerstechereien oder spontanen Überfällen im "Cannabis-Rausch" gehört habe - erneut ganz im Gegenteil zu Alkohol!
Ihre Vorurteile und Unkorrektheiten basieren auf der historischen Integrität des Alkohol- und Tabakkonsums. Nur, weil diese Drogen zur Zeit der Kolonialisierung eine enorme Nachfrage in den Kolonien erfuhren und in Europa leichter autark herzustellen waren, etablierten sie sich hierzulande zu Volksdrogen. Das hätte nicht so kommen brauchen, denn während dem 19. Jhdt. hat sich Cannabis in Holland und Frankreich als Händler- und Intellektuellen-Droge durchgesetzt.
Das wir mit dem Statud Quo nicht "besser" dran sind, beweist ein Blick auf die Weltkarte. In Teilen Indiens, wo cannabis sativa herkommt, rauchen Kinder ab 8 Jahren regelmässig Cananbis. Aufgrund dieser Gewöhnung gibt es kaum Folgeschäden oder Umfälle. Bei uns, wo die Droge keine soziale Integrität besitzt, gibt es Folgeschäden, die erneut in keinem Verhältnis zu den tausenden Verletzen, verunfallten, Schwerabhängigen und Toten von Alkohol und Tabak stehen. Und das notabene in einem Land, wo diese Drogen Integrität besitzen. In Ländern, wo Alkohol keine Integrität besitzt (z.B. Ostafrika), hatte die Einführung von Bier in kostspieligen Bars unglaubliche Konsequenzen für die Bevölkerung! (Beispiel Kenia, 1990er Jahre)
Eine liberale Gesellschaft lernt den Umgang mit Drogen und sollte gerade dann schrittweise von ihr wegkommen. Jede Droge ist mehr schlecht als recht und ist für einen Menschen mit gesundem Selbstbewusstsein überflüssig. Aus der wirtschaftshistorischen Entwicklung Mitteleuropas aber derart unkritisch zu schliessen, dass ALkohol und Tabak entgegen den Fakten "besser" sei, ist extrem naiv!
Beste Grüsse
ZitatLiegt es an der Art der Einnahme des illegalen Stoffes oder etwa am Rausch dadurch entsteht. An der Einnahme kann es eigentlich nicht liegen, denn es wird wie eine herkömmliche Zigarette geraucht…
Nicht unbedingt. Es gibt unterschiedliche Methoden, Cannabisprodukte zu konsumieren.
- Rauchen: Joint's, Pfeifen, Shilum
- Essen, trinken: In Form von Gebäck, Kuchen, Joghurt oder auch zerbröselt in Tee oder Ovomaltine
Ich gehöre zu den rund 500'000 Cannabiskonsumenten (11.8% 50+) in der Schweiz und konsumiere seit ungefähr 20 Jahre Cannabis und Marihuana unregelmäßig und mit Unterbrüchen. Cannabisprodukte als Genussmittel konsumiert, ob oral (zum Beispiel in einem Kräutertee) oder geraucht, sind wie Führer für die Entdeckung unserer verborgenen Innenräume. Diese psychischen Bereiche können dann ohne Droge wieder betreten werden. Das allerdings setzt die aktive Auseinandersetzung mit dem, was man während dem "Zustand" erlebt hat, voraus: Denken, formulieren oder durch künstlerische Mittel zum Ausdruck bringen, diskutieren. Für ein strategisches (zum Beispiel beim Schach) oder mathematisches Denken ist Cannabis eher ungeeignet, da der Gedankenprozess ziemlich verlangsamt wird.
Im Gegensatz zum Alkohol erlebt man Haschisch (Cannabis) und Marihuana (außer in extrem hohen Dosen) bei völlig klarem Bewusstsein, aber sämtliche Wahrnehmungen, Erfahrungen und Denkprozesse werden intensiver erlebt. Man erfährt eine neue, erfüllte Art des Seins, worin alle Dinge eine größere Bedeutung (Musik, Sex, Geruch) haben.
Diese Wirkung und Bedeutung von Cannabis trifft allerdings nicht zu, bei denen, die den ganzen Tag zugekifft sind und verfehlt meiner Meinung nach den Sinn des Cannabiskonsums, genauso, wie man sich sinnlos mit Alkohol die "Kappe" füllt.
Es ist wichtig, zu wissen, dass Cannabis keine neuen Fähigkeiten verleiht. Es kann im besten Falle Eigenschaften (positive oder negative) fördern, die bereits vorhanden sind. Auf die Form eines Slogans gebracht, hieße das etwa: Haschisch bringt einem das, was man damit macht.
Cannabis ist kein Mittel zur Hebung des allgemeinen Wohlergehens: Ob die Erfahrung des "Rausches" angenehm ist oder nicht, hängt vom psychischen Zustand und von der momentanen Stimmungslage des Konsumenten ab. Eine große Rolle spielt auch die Umgebung und das Verhalten der anwesenden Personen. Wer vor Problemen steht oder sich in einer gedrückten Stimmung befindet, dem kann es leicht passieren, dass sich seine Stimmung noch zusätzlich verschlechtert. Alkohol kann die Wahrnehmung der Wirklichkeit verhindern, Cannabis verstärkt sie eher.
Dass Alkohol die Droge Nummer 1 ist, ist unbestritten. Vom moralischen Gesichtspunkt aus ist es deshalb unsinnig, wenn man ungefährliche Cannabisraucher (nicht Dealer) als Gesetzesbrecher behandelt, während die gleichgefährliche Substanz Tabak und die gefährlichere Droge Alkohol nicht nur ein Staatsgeschäft ist, sondern darüber hinaus mit allen Mitteln verteidigt und propagiert wird.
PS: Zu erwähnen wäre noch, dass ich keinen Tabak rauche und Cannabis nur in seinem natürlichen Zustand konsumiere, also keinen "Gassenstoff".
Cannabis legalisieren, denn Tabak und Alkohol sind auch legal.
Nur stellt sich bei Tabak die Frage, wie lange noch. Ich meine jetzt nicht nur die steten Bemühungen der Nichtraucherorganisationen den Tabakverkauf zu unterbinden, sondern auch den Bund, durch ständige Erhöhungen der Tabaksteuer den Zigarettenkonsum für viele unbezahlbar zu machen.
Der Staat nimmt 2,2 Milliarden Franken jährlich an Tabaksteuer ein. Glaubt wirklich jemand, dass die Politik auf diesen enormen Batzen Geld verzichten, insbesondere nicht einmal 1% davon für die Prävention ausgegeben wird?
Ein Süchtiger ist ein guter Steuerzahler!
Genehmigen mit Mindestalter.
Ein Winzer erhält in der Schweiz 7.000 Franken pro Hektar Subventionen (gesamt Schweiz 35 Mio. Franken).
Die 300 Schweizer Tabak-Bauern erhalten 20 Mio. Franken jährlich an Subventionen.
Wir unterstützen mit unseren Steuern den Anbau harter Drogen in der Schweiz.
Cannabis-Bauern erhalten nichts und gehen ins Gefängnis.
2006 erhielt die Schweiz 2,119 Milliarden Franken Tabaksteuer.
Vom Cannabis-Konsum erhielt die Schweiz nichts, sondern bezahlt pro Tag ca. 200 CHF Gefängnisauslagen, um diese Cannabis-Bauern vor der Allgemeinheit zu schützen.
Die besten Winzer und Brauereien werden mit den höchsten Medaillen prämiert. Cannabis-Bauern werden mit Handschellen belohnt.
Jugendlich dürfen in einigen Kantonen bereits ab 16 Jahren, Drogen wie Bier, Wein und Tabak erwerben und konsumieren.
Ihren Text Herr Bührig könnte man als Positionspapier einer Campagne zur Legalisierung der THC Droge gut gebrauchen. Sehr überzeugend. Aber etwas fehlt noch. Was geschieht mit den Drogentourismus? Könnte man hier es schön umschreiben, und erklären, das es eine Bereicherung für die Schweiz ist?
Gutes Beispiel ist Holland wo heute diesen Legalisierungsschritt bedauern.
Stimmt, man müsste vorzeitig Schritte gegen Drogentourismus ergreifen, eine sinnvolle Methode wäre vielleicht nur der Verkauf an Menschen die einen ständigen Wohnsitz in der Schweiz haben.
Oder viel besser: Die Ganze Welt legalisiert es - Problem gelöst.
Ich bin extrem gespalten in dieser Frage. Aus liberaler Sicht für Erwachsene keine Frage. Für Jugendliche und angehende Erwachsene sehe ich die Sache anders. Pupertierende können nicht abschätzen, auf was sie sich da einlassen. Zusammen mit dem billigen Koks, welches heute eine dramatischen Zuwachs verzeichnet, ist dies eine unheilvolle Entwicklung auf die ich keine Antwort kenne. Was meinen andere dazu?
Ich muss vielleicht anmerken, tendiere zu einem Ja, weil die illegale Gewinnung und der Vertrieb innerhalb der Verwertungskette zu sehr unschönen Situationen führt.
Während die Schweiz 2.1 Milliarden aus der Tabaksteuer erhält, werden lediglich 5 Millionen für die Prävention ausgegeben.
Eine kontrollierte registrierte Abgabe harter Drogen wie Kokain könnte jeden Menschen erfassen und gleichzeitig ein Angebot zur psychischen Betreuung enthalten. Würde man in der Schweiz auf das Individuum mehr achten, könnte man aus dem kontrollierten Verkauf aller Drogen, dieses Geld in die allgemeine Drogenprävenention investieren, damit es gar nicht so weit kommt.
Jeder verurteilt Menschen, die harte Drogen konsumieren, aber keiner fragt sich warum. Der Drogenkonsum stellt eine Art Belohnung, oder gleichzeitig auch Flucht aus dem alltäglichen Leben dar, weil sich die Menschen nicht für einander interessieren.
So hat auch die Schweiz eine der höchsten Suizidraten der Welt (vier Menschen pro Tag), weil der gesellschaftliche Druck, weil die Lebensumstände für Viele nicht stimmen. Das interessiert aber absolut niemanden in der Politik.
Könnte es nicht im Interesse des Jugendschutzes sein, die Sache zu legalisieren? Ich meine im Moment gibt es überhaupt keine Kontrolle ob jugendliche an Cannabis kommen oder nicht, weil es ein Schwarzmarkt ist.
Die Diskussion um die Asylgesetzrevision wird mit Vorurteilen und falschen Zahlen statt Fakten geführt
Durch Ihre Empfehlung gewinnt der Beitrag mehr Gewicht und wird prominenter angezeigt.
