Die AUNS bläst zum Angriff auf unsere Schweiz

Wir hatten clevere Vorfahren. Damit die Bürger nicht wegen "jedem Seich" an die Urne rennen müssen, verlangten sie vom Volk, dass es genügend Personen gibt, um über ein Referendum abzustimmen. So stellten sie sicher, dass Parlamentarier ruhig arbeiten können und doch vom Volk überwacht werden.

Die AUNS vergisst des Öfteren, dass unser Land massgeblich darauf aufgebaut ist, dass es eine Balance zwischen den einzelnen Institutionen sucht und findet. So wollten unsere Vorfahren, dass die Parlamentarier nicht zu viel Macht erhalten, aber auch das Volk Vertreter ins Parlament wählt, denen sie Verantwortung übergeben und gute Entscheidungen zutrauen.

Diese Balance scheint unserem Land eine ausserordentliche Stellung geschenkt zu haben. In mehr als 160 Jahren bewährte sich dieses fein austarierte System. Politiker wissen, dass sie Gesetze ausarbeiten müssen, die von einem Volksmehr getragen werden und so suchen sie schon von Anfang an Kompromisse, die Mehrheiten gewinnen können.

Um dieses Erfolgssystem - einem Schweizer Qualitätspolitsystem - schert sich die AUNS einen Dreck. Sie pfeift darauf, dass wir den Ausgleich der Interessen suchen. Egoistisch möchte die AUNS den Parlamentariern das Vertrauen entziehen und dafür sorgen, dass das Volk keine 50’000 Unterschriften sammeln muss, wenn es um Verträge mit dem Ausland geht. Aus purem Eigennutz sollen wir unsere Verfassung zugunsten der AUNS anpassen.

Die AUNS Initiative schadet der Schweiz, weil sie das Erfolgssystem Schweiz kaputtmacht - und dies aus purem Eigennutz.

Darum www.auns-initiative-nein.ch

1. Mai 2012
130 Kommentare

Kommentar von Patrick Vogt im Kontext:

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Patrick Vogt
2. Mai 2012 | 1 Antwort

Sie verstehen aber auch, dass mich der Titel Ihres Artikels etwas reizt. Für mich bläst die AUNS nicht zum Angriff auf die Schweiz, sondern sie beschützt sie vor einer allzu liberalen Idee, beispielsweise fremdes Recht oder Gerichtsbarkeit pauschal hierzulande einzuführen, gegen welches zwar fakultativ das Referendum ergriffen werden könnte. Doch mit welchem Aufwand.

Die Frage ist nun, wie gross die "Interessengruppe direkte Demokratie" nun wirklich ist. Falls am 17. Juni diese Gruppe eine Minderheit bildet, die AUNS diesbezüglich aber weiternörgelt, dann erst wäre es angebracht, von einem "Angriff" zu schreiben.


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