Die Sozialdemokratie führt zur Bevormundung des Bürgers und somit zur Diktatur

Am 2. März veröffentlichte die NZZ eine Kurzmeldung, dass die Benutzer von gewissen E-Velos neu der Fahrradhelmpflicht unterstehen. Erreicht das E-Velo ohne kurzfristige Tretunterstützung alleine mit der Batterie eine Geschwindigkeit von Km/h 30, besteht neu sogar das Obligatorium für einen Motorradhelm.

Nebst dem amüsanten Bild von Velofahrern, welche mit einem Integralhelm auf dem Kopf den Pass hinauf keuchen, darf die Frage gestellt werden, warum der Staat dem Bürger inkonsequent vorschreibt, wie er sich selbst zu schützen hat. Während nun E-Velofahrer zum Selbstschutz obligatorisch einen Helm tragen müssen, besteht beispielsweise keine Präservativpflicht. Beides kann aber bei Absenz und Unfall zu hohen Kosten oder dem Tod führen.

Haben diese Vorschriften somit einen „sozialen Charakter“? Die gängigen Lexika definieren „sozial“ als altruistisch, gemeinnützig oder dem Kollektiv dienend. Niemand würde behaupten, dass die Gemeinnützigkeit etwas Schlechtes wäre. Sogar die von gewissen Zeitgenossen angetriebene Diffamierungskampagne gegen reiche Kapitalisten muss zugestehen, dass die bekanntesten Repräsentanten dieser Gilde wie Bill Gates oder Warren Buffet mit dem Hauptteil ihres Vermögens vor allem gemeinnützige Stiftungen finanzieren. Der feine Unterschied besteht in der Freiwilligkeit der selbst ausgewählten Zuwendung. Würde beispielsweise Bill Gates anstelle mit einer entsprechend hohen „Reichensteuer“ belegt, dann würden die Milliarden über die Staatskasse zu einem grossen Teil in die US Kriege dieser Welt fliessen. So aber wird die Bill & Melinda Gates Foundation gespeist, welche in ausschliesslich humane Projekte investiert. Auch im kleinen Rahmen funktioniert das sehr gut. Hierzulande beispielsweise mit der Glückskette, World Vision, WWF, Greenpeace oder anderen privaten, durch Spenden unterstützten Organisationen.

Die eingangs erwähnte Helmpflicht für E-Velofahrer begründet sich aber in der Zwangskollektivierung (Gleichmacherei) des obligatorischen Versicherungswesens, wie es beispielsweise der Sozialismus im Programm vorschreibt (getarnt als soziale „Gerechtigkeit“). Obwohl seit dem 18. Lebensjahr mündig, wird zunehmend vorgeschrieben was man tun oder lassen soll. Während beispielsweise gewisse Regeln wie Höchstgeschwindigkeiten auf Strassen, Rauchverbote, Feuerungsverbote oder Lärmvorschriften in der immer enger werdenden Schweiz im Rahmen des friedlichen Zusammenlebens eventuell durchaus Sinn ergeben, sind Vorschriften, welche beispielsweise einzig dem Selbstschutz dienen, doch eher fragwürdig (welche Parteien stehen hinter diesen Regulierungen?). Der Grund dafür liegt in der vorangetriebenen Kollektivierung des Gesundheitswesens. Die staatlich reglementierten und erheblichen Pflichtbeiträge jedes einzelnen werden nicht für die eigenen Bedürfnisse angespart, sondern für allerlei Sinnvolles oder Unsinniges sofort im Giesskannenprinzip fremdbestimmt zu Bruttopreisen umverteilt. Pflichtbeiträge in die Gesundheitsversorgung führen somit automatisch zu Vorschriften zum Selbstschutz, weil allfällige selbstverursachte Schäden am eigenen Leib und Leben diese Kollektivkasse belasten müssen.

Somit führt der Sozialismus mit der einhergehenden Zwangskollektivierung auch zu einem Staatsdiktat, welches zunehmend unser individuell geführtes Leben beschneidet. Diese Diktatur wird sichtbar durch die Flut von Vorschriften und Gesetzen, welche unser Leben zunehmend beeinträchtigen, ohne beispielsweise die Freiheit des Nachbarn zu beeinflussen.
Aus diesem Grunde ist das Subsidiaritätsprinzip im Sinne der Eigenverantwortung einer sozialistischen Kollektivierung in jedem Fall vorzuziehen, damit wir nicht schleichend staatsdiktatorisch im gesellschaftspolitischen Korsett leben müssen. Denn schon Benjamin Franklin sagte einst: „Wer Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“

Nachstehend Beiträge, welche die Kollektivierung, Umverteilung oder Gleichmacherei bewerben:
Geld ohne Arbeit
Ökologische Steuerreform
Krankenkasse und Leistungen
Steuerliche Anreize abschaffen
Steuerreform ist falsch
Kasse machen bei der Erbschaft
Schwindende Solidarität
Ungerechtigkeit beim Einkommen
Zu viel Föderalismus
Mehr Prävention

21. April 2012
82 Kommentare

Kommentar von Peter Engler im Kontext:

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Peter Engler
22. April 2012 | 6 Antworten

Ich habe Sie schon verstanden Herr Vogt. Über die einzelnen Punkte kann man diskutieren, doch ich sehe nirgends eine "Staatsdiktatur". Für die Sicherheit im Strassenverkehr braucht es Regeln und Vorschriften, es ist die Aufgabe eines Staates die zu erlassen und durchzusetzen. Das selbe gilt beim Zusammenleben und bei Themen wie Versicherungen und Wirtschaft. Sonst funktioniert ein Gemeinwesen nicht, das Recht des Stärkeren ist eine Wildwestgesellschaft. Die will wohl kaum jemand.

Diese Rote Socken Kampagne ist so was von alt und von vorgestern. Man braucht wirklich nicht alles der Sozis gut zu finden, tue ich auch nicht. Doch eines ist doch völlig klar, die Schweizer Sozialdemokraten sind wohl die Partei, die am wenigsten am Tropf irgend eines Verbandes hängt. Sie sind urdemokratisch und stehen voll hinter den Institutionen und Regeln unseres Staates. Und deren Politik so gut wie immer auf das Wohl der Gesellschaft ausgerichtet ist. Auch wenn dann manchmal etwas übers Ziel geschossen wird.

Ich weiss nicht genau in welchem Teil der Schweiz Sie leben, aber bei mir in der Ostschweiz, mag ich mich in den letzten Zehn zwanzig Jahren an nichts erinnern wo der Staat "mächtig" geworden wäre, wo man mir irgendwelche Freiheiten genommen hätte.

Der wohl am sozialistischen Aufgebaute Wirtschaftszweig sind die Bauern. Das ist Planwirtschaft in Reinkultur und ich brauche Ihnen wohl nicht zu erzählen welche Partei dort ihre schützende Hand darüber hält. Im hintersten Thurgau, wo fuchs und Hasen sich gute Nacht sagen, plappert man was von Überfremdung, hat dann aber etwas dagegen wenn man das reinholen von billigen Arbeitskräften für die Äpfel Ernte reglementiert..... Erklären Sie mal diese Doppelzüngigkeit.

Also bevor Sie wieder mal so ein Pamflet rausballern, schauen Sie sich bitte die Politische Realität in der Schweiz an. Die ganze Entwicklung der letzten 20 Jahre wurde von eine Rechtsbürgerlichen Mehrheit gestaltet. Auf Bundesebene hatten die FDP und die SVP die Mehrheit. Das eine davon nicht regierungsfähig ist und war, sollte den meisten klar sein. Die andere Poolpartei (SP), war fast immer in der Minderheit, doch sie ist immer zur Regierung gestanden und hat deren Entscheide meistens mitgetragen und mit gestaltet. Das es ihr gelungen ist, immer wieder Mehrheiten zu finden, zeigt, das diese Partei, dieses rote undemokratischen Pack (SVP Sprüche) unsere Demokratie und unser Staatswesen, deutlich besser versteht und auch dazu steht als die andere Poolpartei.


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