Steuerstreit mit Deutschland - Konsequent handeln!

Sehr geehrte Leserinnen und Leser

Die Emotionen kochen hoch, die Deutschen wollen plötzlich unseren Banken an den Kragen, die Schweizer haben eine Hand voll Steuereintreiber aus Deutschland im Visier und neu kommt auch noch die ganze Daten-Klau-Affäre wieder ins Rampenlicht.

Fakt ist: Deutsche Bürger haben gegen Deutsches Recht verstossen, indem sie ihr Geld auf Schweizer Banken unversteuert gelagert haben. Deutsche Beamte haben gegen unser Bankkundengeheimnis verstossen, weil sie eine CD mit Bankkundendaten geklaut/gekauft haben.

So einfach wäre die Sache eigentlich, es besteht hier lediglich ein Interessenkonflikt. Nord -und Südkorea würden nun einen neuen Krieg beginnen, doch die Schweiz und Deutschland sind zwei zivilisierte Länder. Man ist normalerweise im Stande, solche Angelegenheiten durch eine sachliche Diskussion zu lösen.

Wieso "normalerweise"? Nun, bald sind in Deutschland in ein paar Bundesländern Wahlen. Und zu diesem Zeitpunkt verwandeln sich gewisse Politiker in blutrünstige Bestien, welche scheinbar alles dazu unternehmen, die eigene Position zu festigen. Von Sachlichkeit und Verstand fehlt jede Spur.

Was sollte man als nächstes tun?

Aus meiner Sicht der mit Abstand beste Schritt wäre es, den Kontakt mit Deutschland in dieser Beziehung bis nach den Wahlen abzubrechen. Dadurch würde den mir immer wie arroganter erscheinenden Deutschen vielleicht auch mal in Erinnerung gerufen, was sie durch ihr Auftreten eigentlich alles verpassen.

Bildlich gesprochen sollte man den Deutschen einfach einmal so richtig die Tür vor der Schnauze zuknallen und sie ihren Wahlen überlassen. Vielleicht überdenken sie dann auch wieder einmal ihren Umgangston.

Nach den Wahlen werden sich die Bestien, sollten sie noch im Amt sein, wieder in normale Menschen/Politiker zurückverwandelt haben. Eine sachliche Diskussion sollte dann näherungsweise wieder möglich sein.

3. April 2012
25 Kommentare

Kommentar von A. aus Zürich im Kontext:

» zur normalen Ansicht wechseln
Tiny-c60cb55cfec7778af6ea2eb86c1a5969cfc96c59
A. aus Zürich
4. April 2012

Ich kann Herrn Müller betreffend des Umgangstones nur zustimmen. Die Art und Weise entspricht meiner Meinung nach keiner Basis irgendeinen Vertrag zu unterschreiben.

Es stimmt, dass der Druck europäisch zunimmt. Gleich aber von einem aut. Austausch zu sprechen finde ich falsch.

Es gibt für mich zwei wesentliche Gründe hierzu.
1.) Der Druck ist meist nur einseitig (USA Steuerstreit/Datenbankaustausch, Deutschland), sodass die Schweiz bis anhin den kürzeren zieht. Für mich steht der Nutzen der Schweiz im Vordergrund, der in Wirklichkeit keiner ist.

2.) Abmachungen werden nicht eingehalten und willentlich gebrochen (USA, DE etc.)

Ich hoffe nicht, dass ich mit dieser Einstellung alleine darstehe. Jedoch wenn ich mit jemanden eine Abmachung habe, hält man sich daran und macht nicht weiter im Sinne von "ich geb dir die Hand & du frisst den ganzen Arm."

Ausserdem erinnere ich mich ungern an jenen Zeitungsbericht zurück, wo es um eine Art automatischen Austausch im Sinne der Fedpol-Polizeidatenbank ging.
Die Schweiz soll den Amerikanern Einsicht in die Datenbank und Akten von sämtlichen Personen erlauben, selbst denjenigen die noch nie in den USA waren und is dato kein ESTA-Formular erstellen mussten.
Das Schweizer aber natürlich NICHT in die DB der USA blicken dürfen (zu welchem Zweck auch immer), wurde totgeschwiegen.

Einfach unlogisch.

Darum, lieber Herr Müller, darf man nicht immer den Weg des geringsten Widerstandes nehmen, sondern muss auch Paroli bieten können. - Oder zumindest Verhandlungen führen, welche im Sinne des Volkes sind.


Alle 25 Kommentare anzeigen