Ständerat stimmt der Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare zu. Ein wichtiger und richtiger Schritt!

Die Entscheidung, dass auch Homosexuelle, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben, nunmehr die Kinder ihrer/s Partners_in adoptieren dürfen ist sowohl aus Sicht der Rechte der LGBT-Bewegung, als auch für das Wohl der Kinder ein richtiger und wichtiger Schritt.

Das die Argumentation der GegnerInnen hauptsächlich auf biologistischen Standpunkten fusst, zeigt wie notwendig der gesellschaftliche Wandel ist. So stellt sich der Walliser CVP-Ständelrat Jean-René Fournier gegen ein Stiefkindadoptionsrecht, da jedes Kind stets "richtige" Eltern habe. Die Thurgauer CVP-Ständerätin Brigitte Häberli doppelt nach und redet von einer "gewollten (!?) Ungleichbehandlung".

Eine Erklärung dafür, warum ein Kind keine richtige Vater-Kind Beziehung zu zwei Vätern führen könne, bleibt uns Fournier schuldig und Häberli sollte eindeutig noch einmal den Artikel 8 unserer Bundesverfassung konsultieren, der die Rechtsgleichheit als Grundrecht des Menschen aufführt.

Ein Kind kann in einer Familie, in der es von zwei Müttern oder zwei Vätern aufgezogen wird, genauso gut aufwachsen, wie als Kind in einer heterosexuellen Partnerschaft. Hauptsache ist, dass es Liebe und Geborgenheit erfährt. Ich als Jungsozialist, begrüsse daher den Entscheid des Ständerat und sage denen, die ihre Homophobie mit Mitleid mit den Kindern zu kaschieren versuchen: Ich hoffe, dass die Kinder dieser Welt irgendwann in einer Gesellschaft aufwachsen werden, in der sie Mitleid mit den ewiggestrigen TrägerInnen homophober Weltanschauung empfinden werden.

14. März 2012
54 Kommentare

Kommentar von Stefan M. Bolli im Kontext:

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Stefan M. Bolli
16. März 2012 | 2 Antworten

Ich finde in dieser Angelegenheit Kompromisse deplaziert (es geht um das optimale Wohl der Kinder) und bin dagegen.


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