Ein Konzept für eine Gleichstellung aller Erziehungsformen Betreuungs Gutscheine statt Geld oder Steuerabzug

Seit längerem wird um die Gleichstellung der Erziehungsformen in Sachen Steuern und Förderungsgelder gestritten. Zum einen wird gefordert, dass Familien die ihre Kinder zu Hause betreuen gleich gefördert werden wie Familien die Tagesstruckturen oder Horte in Anspruch nehmen.

Es gibt zwei Verschiedene Ansätze um Familien die ihre Kinder selbst betreuen zu entlasten:

1. Steuerabzug (Sonderabzug)
2. Geld (Erziehungsgeld)

Steuerabzug (Sonderabzug SVP Initiative)

Beim Steuerabzug gibt es keinen eigentlichen Grund, er soll den Ausgleich für den entgangenen Gewinn/Lohn mindern, den der Elternteil erleidet welcher zu Hause verbleibt.

Dieser Ansatz ist aber höchstumstritten. Die Befürworter dieses Abzuges sehen ihn darin Begründet dass Doppelverdiener einen Teil der Kosten den sie selbst zahlen, ebenfalls an den Steuern abziehen können.

Dieser Ansatz ist falsch.

Im Steuergesetz steht, dass alle Kosten die direkt mit der Arbeit entstehen in Abzug gebracht werden können. Aber die Betreuungskosten wurden vom Gesetzgeber ausgeklammert. In den letzten Jahren wurde unter politischem Druck ein Abzug eingeführt, um den Abzug zu begrenzen, wurde ein gesonderter Abzug in den Steuergesetzen verankert.

Für Kinder die Zuhause betreut werden, entstehen keine zusätzlichen Kosten. Durch den Wegfall des zweiten Lohnes, erhält auch der Staat weniger Steuereinnahmen.

Würde nun ein Steuerabzug für Ein Verdiener Familien im Steuergesetz verankert werden, würden diese Familien einseitig begünstigt.

2 Geld (Erziehungsgeld) (BRD und Motion CVP Wettingen, Gemeinde Wettingen).

Einkommens schwache Doppelverdiener haben den Anspruch auf Reduzierten (Subventionierten) Tarif in Horten etc.. Die CVP Wettingen hat in Ihrer Motion versucht diese einseitige Förderung der Familien durch direkt Zahlungen an Ein Verdiener Familien auszugleichen.

Die GLP Wettingen lehnte den Vorschlag ab mit der Begründung dass es keine Kontrolle gibt dass Geld wirklich für die Kinder eingesetzt wird und nicht in das allgemeine Budget der Familie fliesst.

In der gemeinsam mit Ruth Jo. Scheier, GLP und mir entwickelten Idee, statt Geld, Gutscheine für alle Familien aus zugeben, die Anspruch hätten auf reduzierten Kinderhort Tarif, könnte eine Gleichstellung gewährleistet werden.

In der ursprünglichen Idee von Ruth Jo. Scheier, GLP wollte sie mit Gutscheinen erreichen, dass Eltern Unbürokratisch Ihren Kinderhort (Tagesstruckturen) aussuchen und bezahlen konnten.

In der gemeinsam Weiterentwickelnten Idee, kann man nun für alle Angebote der Gemeinde diese Gutscheine einsetzen.

In den Gemeinden gibt es je nach Angebot: Tagesstruckturen inkl. Hort, Musikschulen, Ski-Lager, Nachhilfestunden, Schwimmbadeintritt etc.. Statt jedes Mal ein Gesuch auf reduzierten Tarif oder der Übernahme des gesamten Betrages zu stellen, könnte die Familien selber entscheiden für was sie die Gutscheine einsetzen will.

Vorteil: es gibt keine Bevorteilung der Betreuung von Kindern, alle sind gleich gestellt. Die Gemeinden müssten nicht für jeden Teilbereich, Gesuche verarbeiten. Die Familien könnten ohne Bürokratischen Aufwand Leistungen beziehen. Grosse Gemeinde könnten statt Gutscheine auch Karten einsetzen.

Somit währen das Ziel erreicht, keine Familienform ist in Sachen Betreuung gleichgestellt.

11. März 2012
11 Kommentare

Kommentar von Michael Merkli im Kontext:

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Michael Merkli [Beitragsautor] Politnetz Plus
16. März 2012 | 3 Antworten

Her Vogt, es ist die Aufgabe des Staates respektive der Gemeinde, die sozial Schwachen die unter dem Existenzminimum ist zu stützen. Es müsste zu erst dieser Punkt in den Gesetzen gestrichen werden.

Sie sagten: Viel besser wäre es, diesen Familien zur Selbstentwicklung die richtigen Grundlagen zu schaffen.

Danke genau das tut er.

Sie sagten: Wie auch immer, staatlich bezahlte Kinderhorte und Mittagstische sind nicht schlecht (insbesondere für Alleinerziehende).

Richtig, aber wer erhält denn unterstüzung? Alle die Ihre Kinder dort hin senden? Nein. Nur die für die es Nötig ist.

Ich müsste den vollen Betrag zahlen, respektive erhielte keine Subventionen.

Sie sagten: Um nun hierbei gerecht zu handeln, eben der initiierte unbürokratische Steuerabzug.

Ok, bei begüterten Doppelverdiener müssten ja dann nach Ihrer Logik welche keine vergünstigten Tarife haben ja auch den Steuerabzug erhalten und den Abzug für die Hort/Betreuungskosten. Weil sonst diese Benachteiligt sind.

Beispiel:
2 Doppelverdiener hohes Einkommen = 100% Hortkosten, Abzug der Hortkosten bis 10'000.--

2 Doppelverdiener kleines Einkommen = 50% Hortkosten und Abzug der Hortkosten bezahlt bis 10'000.--

SVP Initiative:

  1. Elternteil hohes Einkommen Steuerabzug
  2. Elternteil kleines Einkommen Steuerabzug und Differenz Zahlung zum Existenzminimum. Sowie Bezahlung von Musikstunden, Ski-Lager, Schullager etc.

2 Doppelverdiener hohes Einkommen = 100% Hortkosten, Abzug der Hortkosten bis 10'000.--

2 Doppelverdiener kleines Einkommen = 50% Hortkosten und Abzug der Hortkosten bezahlt bis 10'000.--

Verlierer Staat: Mittlere Einkommen reduzieren das Pensum weil es sich nicht mehr Recht. Steuerausfälle wegen geringerem Steuersubstrat und Abzug.

Die SVP Initiative bestraft gut verdiendene Leistungsträger ist das Gerecht?


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