Natürlich erinnern wir uns noch an die Zeit, als Fukushima und die AKW-Katastrophe die ganze Welt in Atem hielt. Ein Jahr nach der Naturkatastrophe mit anschließendem GAU ist Japan nach wie vor mit Aufräumarbeiten beschäftigt, während weltweit – natürlich auch in der Schweiz- über die zukünftige Energiepolitik diskutiert und debattiert wird. Die Mehrheit der Politik wie auch der Bevölkerung will den Ausstieg aus der Atomenergie währenddessen vor allem in wirtschaftlichen Kreisen die Skepsis nach wie vor gross ist. Ohne günstige Energieversorgung – so der Tenor – sei die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz gefährdet. Gleichzeitig wird mit der angeblichen Stromlücke kräftig für die Atomenergie und gegen den Ausstieg lobbyiert. Die Atomenergie hat in der Schweiz vor allem so günstigen Strom produzieren können, weil die Betreiber die wahren Kosten in vielen Bereichen an die Allgemeinheit überwälzen konnten. Dies wird in Zukunft sowieso vorbei sein. Kommt hinzu, dass die ganzen Infrastrukturen insbesondere im Stromnetz in den kommenden Jahren massive Investitionen anstehen. Die tatsächlichen Kosten für die Endlagerung des Atommülls können auch erst geschätzt werden. Nein; die Zeiten von günstiger Energie sind so oder so vorbei. Was wir für die Zukunft brauchen ist eine verantwortungsvolle und nachhaltige Energiepolitik.
Die Zeiten als die Energie zu günstig war, ist definitiv vorbei
Vielleicht etwas kleines dazu: zu ihrem Komentar:
"Die Mehrheit der Politik wie auch der Bevölkerung will den Ausstieg aus der Atomenergie".
Politik: klar ja. Bevölkerung: keine Volksabstimmung, also nicht bekannt.
Übrigens: eine Atomlobby ist momentan praktisch nicht auszumachen, da fast keiner aktiv positiv dazu Stellung bezieht - hätte ich jedoch in der letzten Zeit nicht wirklich bemerkt.
Gut: die Umwälzung der "wahren" Kosten auf die Allgemeinheit: dafür hätte ich gerne eine Quelle. Ich höre es sehr sehr oft, finde aber leider im Internet keine verlässliche Quelle. Und ja: warum denken Sie, dass dies denn in der Zukunft vorbei sein sollte / wird? Es nimmt mich einfach wunder.
Die restlichen Dinge, welche Sie ansprechen, werden sich zeigen. Es ist einfach eine kleine Diskrepanz auszumachen: wer für die "guten" Dinge wirbt (z.B. erneuerbare Energie, Verkabelung bei der Energieübertragung), darf sich getrost auf Schätzungen und Prognosen sowie Annahmen beziehen. Wer für die "schlechten" Dinge wirbt, darf genau das nicht tun (bzw. werden sämtliche Annahmen als Lügen, Unwahrheiten oder lobbygesteuert und wenn das nicht sicherlich viel zu optimistisch eingestuft).
Im Prinzip hätte ich nicht mal etwas dagegen. Es fällt einfach auf.
Und was ist mit den Minenergie-Häusern, die sogar mehr Strom produzieren, als sie verbrauchen?
Dann gibt es noch die Druckluft-Autos, das neue Perpetuum-Mobile, dass nur mit Luft fährt und mit einem Solardach den Strom für die Pumpe liefert? Gibt es bereits schon ab 3.500 Euro! Dann bräuchte es keine Tankstellen, keine Elektroantriebe, etc.. weniger Raffinerie, usw. Die Technik ist sogar soweit, dass sie auch herkömmliche Maschinen antreiben könnte, ist 100% emmissionsfrei und braucht kaum Energie!
Wenn Glühbirnen abgeschafft wurden, warum schaffen wir nicht auch die Energiesparlampe ab und dürfen nur noch LED benutzen (Energieverbrauch nochmal bis zu -70%)?
Dann gibt es noch die Pump-Feder-Technik, die auf der Autobahn montiert und enormen Verkehrsaufkommen automatisch Energie liefern würde?
Alles ausgereifte kostengünstige Energie, die nicht gefördert sondern verhasst ist und deplatziert wird, durch die Energielobby. Es gibt schon so viel kostengünstige Energie, dass es nicht mehr wahr ist.
Alles andere sind nur Ausreden oder Kampagnen der zukünftigen Verlierer!
Dass die Zeit der günstigen Energie vorbei ist, sehe ich auch so. Leider wird aber gerade Seitens Politik nach wie vor nur geredet statt gehandelt. Viele Organisationen sind währenddessen bereits an Lösungen ausarbeiten.
Gerade die Problematik rund um unser Stromnetz ist ein grosses Thema, so sollte jedes Gebäude intelligent werden, damit man das Netz stabil halten kann. Hier sind gerade Organisationen wie das GNI, LonMark Schweiz und auch KNX Swiss daran sinnvolle Lösungen für die einzelnen Gebäude auszuarbeiten, nur spricht niemand darüber, da Techniker normalerweise nicht in der Politik sind.
Was zu sehen ist, ist das auch Stromkonzerne langsam vom "Gärtchen denken" abweichen und eine Organisation gegründet haben, welche das intelligente Stromnetz in der Schweiz standardisieren möchte. Wir sollten auch diesen Sektor der Energie besser fördern, denn gerade die Effizienz in den Gebäuden kann den Strombedarf senken.
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