Sowohl 6 Wochen Ferien, ein Dauerbrenner, den ich schon in Winterthur vor > 30 Jahren als gewöhnlicher Bürger mit einem Referendum mit Erfolg bekämpfte als auch die Initiative gegen Zweitwohnungen hiesse bei Annahme nichts anderes als ein weiteres Stück unseres Wohlstand-Astes absägen. Auch hiesse beides unverantwortlicher Arbeitsplatzabbau. Sind wir etwa zu Masochisten verkommen?
Den Ast auf dem wir sitzen absägen?
Sind denn leerstehende Zweitwohnungen wirklich so toll? Alles wächst und wächst. Die Renditen müssen wachsen, die Produktivität, mehr ungenutzte Zweitwohnungen, mehr Auto pro Kopf, mehr Arme, mehr Reiche, mehr ungenutzter Wohlstand, mehr Kranke, mehr Alte (wie mich). Bloss die Erde wächst nicht. Dumm von ihr oder von uns.
Da scheinen Sie aber geblendet zu sein!? Bitte bedenken Sie, dass die Vorlage völlig undifferenziert daher kommt, denn:
ich kenne im Kanton GR Gemeinden, die bei Annahme wegen der Steuerausfälle faktisch zahlungsunfähig werden!
es gibt viele Zweitwohnungen, welche von den Eigentümerfamilien regelmässig bewohnt sind!
es gibt viele sog. Zweitwohnungen, welche Berggebietsfamilien gehören, indes wegen dem Wegzug ins Unterland der jungen Generation zwecks Arbeit und Existenzsicherung als Ferienwohnung genutzt werden!
man kann ins benachbarte Ausland ausweichen (sehen Sie sich bitte am Lago Maggiore in Italien um!), womit der heute in vielen kleinen Berggemeinden dem Handwerk und Gewerbe zugut kommende Umsatz fehlen, deren Existenz gefährdet wird!
Es gibt andere (raumplanerisch) taugliche Mögllichkeiten und Mittel die da und dort zugegebener Massen unverhältnismässige Verbetonierung zu stoppen.
Frage: Wo bleibt Ihr Protest gegen das Riesen- Zweitwohungs-Projekt von Sawiris und Bernhard Russi in Andermatt!!??
Ich frage mich warum man frewillig weniger Ferien akzeptiert. Und der Wirtschaft ihre Horrorszenarien immer glauben und daher freiwillig auf etwas mehr Freieit verzichtet. Die Arbeitnehmer in der Schweiz, haben es mehr als verdient.
Man sollte bei der Debatte nicht immer so egoistisch argumentieren, sondern etwas mehr Weitblick walten lassen. 2 Wochen mehr Ferien bringen nicht wirklich mehr Erholung - immerhin bleibt dieselbe Arbeit zu tun, nur eben in weniger Zeit. Und der Kollege, der den anderen in der Ferien vertreten muss, hat sicher deutlich mehr Stress. Somit ist der Netto-Erholungszuwachs wenn überhaupt nur minimal. Dass damit die Arbeit verteuert wird, dürfte einleuchtend sein. Dadurch werden Schweizer Produkte (noch) teurer - ich höre jetzt schon das Jammern über steigende Preise. Auch wird sich ein KMU noch genauer überlegen, ob er seine Beschäftigten halten kann. Lohnerhöhungen können sich dann nur noch die Grossen leisten.
Die Arbeitnehmer in der Schweiz haben es verdient, ihren Arbeitsplatz zu behalten und wettbewerbsfähig zu bleiben. Sonst haben wir bald deutsche Verhältnisse (10% Arbeitslose, exorbitante Staatsquote, Lohnniveau zum Heulen). Ist das 2 (maximal) Wochen mehr "Ferien" wert? Ganz klar nein!
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