Sowohl 6 Wochen Ferien, ein Dauerbrenner, den ich schon in Winterthur vor > 30 Jahren als gewöhnlicher Bürger mit einem Referendum mit Erfolg bekämpfte als auch die Initiative gegen Zweitwohnungen hiesse bei Annahme nichts anderes als ein weiteres Stück unseres Wohlstand-Astes absägen. Auch hiesse beides unverantwortlicher Arbeitsplatzabbau. Sind wir etwa zu Masochisten verkommen?
Den Ast auf dem wir sitzen absägen?
Kommentar von Matthias Vogt im Kontext:
» zur normalen Ansicht wechselnMan sollte bei der Debatte nicht immer so egoistisch argumentieren, sondern etwas mehr Weitblick walten lassen. 2 Wochen mehr Ferien bringen nicht wirklich mehr Erholung - immerhin bleibt dieselbe Arbeit zu tun, nur eben in weniger Zeit. Und der Kollege, der den anderen in der Ferien vertreten muss, hat sicher deutlich mehr Stress. Somit ist der Netto-Erholungszuwachs wenn überhaupt nur minimal. Dass damit die Arbeit verteuert wird, dürfte einleuchtend sein. Dadurch werden Schweizer Produkte (noch) teurer - ich höre jetzt schon das Jammern über steigende Preise. Auch wird sich ein KMU noch genauer überlegen, ob er seine Beschäftigten halten kann. Lohnerhöhungen können sich dann nur noch die Grossen leisten.
Die Arbeitnehmer in der Schweiz haben es verdient, ihren Arbeitsplatz zu behalten und wettbewerbsfähig zu bleiben. Sonst haben wir bald deutsche Verhältnisse (10% Arbeitslose, exorbitante Staatsquote, Lohnniveau zum Heulen). Ist das 2 (maximal) Wochen mehr "Ferien" wert? Ganz klar nein!
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