Mehr Mittel für Technologie und Innovation

Die im Rahmen der Konjunkturmassnahmen vom Bundesparlament im letzten Jahr beschlossenen zusätzlichen Mittel in der Höhe von 100 Millionen Franken für Technologie und Innovation haben innert kürzester Zeit zu einem riesigen Erfolg geführt.

Wirtschaft und Hochschulen haben innert zwei Monaten über 1000 innovative und qualitativ hochstehende Projekte zu einem Gesamtbetrag von 550 Millionen Franken eingereicht. Damit ist genau die Dynamik ausgelöst worden, die man beabsichtigt hatte. Dank den Aussichten auf einen finanziellen Anschub sind gute Innovationsprojekte entstanden, welche die Wettbewerbsnachteile aus der Frankenstärke mittelfristig kompensieren sollen. Viele Unternehmen haben die Sondermassnahmen zur Gelegenheit genommen, Projekte zu formulieren, darunter auch etliche KMU, die noch nie ein Projekt eingereicht haben. Etwa die Hälfte der Gesuche konnte durch die Experten geprüft werden, über 240 Gesuche wurden bewilligt, es galt das „First come, first served“-Prinzip.

Nun reicht der vom Bund zur Verfügung gestellte Betrag von 100 Millionen Franken für die Finanzierung all dieser guten Projekte bei weitem nicht aus. Rund 500 Gesuche konnten im Rahmen dieser Sondermassnahmen nicht mehr berücksichtigt werden. Dass die Innovationsbemühungen der Unternehmen durch die ungenügenden Mittel nun abzuflachen drohen, liegt auf der Hand. Was tun?

Um eine Stop-and-Go-Politik zu vermeiden und um der innovativen Wirtschaft und ihren Forschungsunternehmen ein verlässlicher Partner zu sein, braucht es umgehende Massnahmen. Die CVP fordert deshalb bereits für das laufende Jahr zusätzliche Mittel im Bildungsbereich. Damit soll sichergestellt werden, dass für die im Rahmen der Sondermassnahmen eingereichten Gesuche, aber auch für übrige, auf dem ordentlichen Weg eingereichte Projekte auch in den nächsten Jahren genügend finanzielle Unterstützung vorhanden ist.

Die Investition in Technologie und Innovation lohnt sich. Denn Technologie und Innovation haben sich in den letzten Jahren wiederholt und anerkanntermassen als der Motor für unsere Wirtschaft erwiesen. Solide Bildung gepaart mit guten rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung sind die wichtigsten Rohstoffe unseres Landes. Und damit sie der Schweiz erhalten bleiben und sich erneuern können, braucht es (in gesundem Masse und in die Selbstverantwortung fördernder Weise) staatliche Unterstützung.
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9. Februar 2012
4 Kommentare

Kommentar von Patrick Winkler im Kontext:

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Patrick Winkler
10. Februar 2012

Ich stimme zu, es braucht Mittel für die Bildung und Grundlagenforschung. Das ist wichtig um ein hohes Bildungsniveau zu erhalten.
Was aber hat das bitte mit Innovation zu tun? Was übehaupt ist Innovation?
Lat: Innovare = erneuern. Abgeleitet: Erneuerung, Neuerung. Im Sprachgebrauch unspezifisch: Ideen, Erfindungen.
Wenn man von der staatlichen Lenkung her denkt kann das heissen: Man erneuert etwas, indem man einem System mehr Mittel zuführt oder - das ist das entscheidende - wegnimmt.
Innovationsförderung kann zum Beispiel heissen, einer innovationsscheuen Gruppe (z.B. in einem abgeschotteten, sozialversicherten Markt) die Mittel zu reduzieren damit sie innovativer wird. Staatliche Mittel in ein festgefahrenes System zu schütten kann kontraproduktiv wirken und Innovationen erst recht verhindern! Quod erat demonstrandum: Geld verteilen ist einfach, Ideen haben ist origineller.


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