SR Rechsteiner will offenbar pro Generationenwechsel 2 Wochen mehr Ferien. Nach weiteren 23 Generatioen oder immerhin 460 Jahren sind wir dann auf 52 Wochen Ferien (zum Glück sind wir alle dann schon von dieser Welt "abgetreten, so dass wir dieses Malaise nicht mehr miterleben müssen). Schlimm, dass für die Gewerkschafter immer wieder das oberste Ziel ist, weniger (bzw. nicht) zu arbeiten. Wir sollten die Arbeit als Teil der Lebenserfüllung sehen und sozialpartnerschaftlich, aber nicht vom Staat diktiert, dafür sorgen, dass die Arbeit überall auch Spass macht und motivierend ist. Das erreichen wir aber nicht mit gewerkschaftlichen (staatlichen) "Einheitsglocken", sondern mit indivuellen und auf die jeweiligen Branchen bzw. die jeweiligen Betriebe massgeschneiderten Lösungen. Die Ewiggestrigen von den Gewerkschaften sehen aber immer noch, trotz Staatspleiten im halben Europa, die Glückseligkeit in staatlich verordneten Zwangsmassnahmen.
Nur 6 Wochen Ferien - ich will 52 Wochen!
Ja zur Ferieninitiative!
Bisher haben Freizeitverlängerungen in der Schweiz noch nie zu einer Reduktion des Sozialprodukts geführt. Sie können sogar Mittel zur Überwindung konjunktureller Schwächen sein, da Unternehmungen zum Investieren in den technischen Fortschritt gezwungen werden. Zum Konsum gehobener Bedarfsgüter (Tourismus, Sport, Kultur) benötigt man zudem in hohem Ausmass Zeit.
Da sich die Arbeitgeber wegen ihrer kleineren Zahl und ihrer Wirtschaftsmacht besser und schneller absprechen können als die Arbeitnehmer mit ihren schwachen Gewerkschaften, braucht es zur Durchsetzung von längeren Ferien eine gesetzliche Regelung des Mindestanspruchs und nicht nur vertragliche Regelungen nach dem goodwill der Arbeitgeberschaft.
Die Produktivität der Arbeitnehmer steigt ständig.
Aus volkswirtschaftlicher Sicht gibt es 4 Möglichkeiten um damit umzugehen:
- höhere Löhne
- weniger Arbeiten
- mehr Konsum (wird aber schwierig ohne Punkt 1)
- mehr Arbeitslose durchfüttern
Punkt 1 kombiniert mit Punkt 3 wäre wohl das Ideal. Nur läuft die Entwicklung nicht in dieser Richtung. Jedenfalls nicht unterhalb von der Geschäftsleitungsebene...
Glaubt jemand ernsthaft mit 6 Wochen "Ferien" gäbe es mehr Erholung? Die (maximal) 2 Wochen zusätzlicher arbeitsfreier Zeit führen auch sicher nicht zur Einstellung neuer Mitarbeiter. Nein, die Arbeit, die in der Zeit liegenbleibt, wird auf die noch im Betrieb Anwesenden verteilt. Diese haben dann also einen deutlichen Mehraufwand an Zeit, Stress, müssen Überstunden schieben, am Wochenende arbeiten und so weiter. Gerade für KMUs mit weniger als 10 Mitarbeitern wäre die Annahme dieser Initiative tödlich. Als hätten wir mit dem starken Franken und der schwächelnden Konjunktur nicht schon genug zu kämpfen. Man sollte eher den Weg zu flexiblen Arbeitszeiten finden - sofern dies möglich ist.
Und wer mit seiner Freizeit sinnvoll umzugehen weiss (damit meine ich nicht, vor der Glotze zu sitzen und beim Dschungelcamp noch völlig zu verblöden), dem ist es egal, ob nun 4, 5 oder 6 Wochen ausgewiesener Ferien gesetzlich verordnet sind. Zufriedenheit lässt sich nicht staatlich verordnen.
Viele Deutsche kommen zu uns obwohl sie in D 6 Wochen Ferien haben und meist nur ca. 36 Std pro Woche arbeiten müssen. Sie sagen, dass die Lebensquallität und das Arbeitsklima hier bedeutend besser sind, weil der Stress durch die kürzeren Arbeitszeiten extrem höher sind. Sie Schätzen es hier.
Jetzt wollen wir unsere Lebens- und Arbeitsquallität auf's Spiel setzen? Wollen wir auch im Stresss verkommen?
Womit haben wir unsere heutige Lebenaquallität und den Wohlstand erschaffen? Etwa durch lange Ferien?
Wollen wir "griechisch" werden? Mit langen Ferien, kürzeren Arbeitszeiten und möglichst frühen Pensionierungen?
Was wollen wir unseren Kindern hinterlassen? Ein Chaos wie in Südeuropa?
Es ist wichtiger humane und befriedigende Arbeitsplätze zu schaffen, die erhöht die Lebensquallität und gibt mehr Glück als möglichst viele Ferien.
Ich erachte die heutige Aufteilung von Arbeits- und Freizeit als ideal, sie gibt viele Möglichkeiten in die Natur zu gehen und sich zu verwirklichen.
Initiative „Sechs Wochen Ferien für alle“: Mehr Lebensqualität statt Konsum auf Kosten der Umwelt!
Auch wenn sechs Wochen Ferien für alle teilweise auf Kosten des Einkommens oder von Einkommenserhöhungen gehen sollten, wären sie ein Gewinn für die Lebensqualität und die Umwelt. Neben der Reduktion der Arbeitslast würden wegen des geringeren Konsums auch weniger Ressourcen verbraucht und damit die Umwelt weniger belastet. Alex
Herr Rechsteiner ist clever: Er weiss, dass er zuerst den Vorstoss über die eigene Erhöhung der Parlamentarierentschädigung positiv befinden musste. Die zusätzlichen Ferien müssen ja auch für ihn bezahlbar sein. Und: Er muss sich genau so wenig Sorgen um die Finanzierung seiner jetzigen und künftigen Einkünfte mit Steuergeldern machen wie er und seine Kollegen der linken Fraktionen sich jemals Gedanken darüber machen, wer alle jene Wünsche schlussendlich bezahlen soll. Das einzig Störende an Ihrer insgesamt gelungenen Satire: Auch die FDP hat bei der Erhöhung der eigenen Diäten gerne mitgemacht.
Gewerkschaften versuchen notorisch die Arbeitsbedingungen jener, welche überhaupt eine Arbeit haben, zu verbessern. Dabei nehmen sie, bewusst oder unbewusst, in Kauf, dass Arbeitsplätze zerstört werden und sich die Zahl der sogenannten "Outsider" erhöht. Das ist den Gewerkschaften aber egal zu mal sich jene, welche ihre Arbeit behalten, gegenüber den Gewerkschaften dankbar erweisen und ggfs. den Gewerkschaften beitreten.
Somit steigt deren Einfluss und die Forderungen gehen weiter.
Es würde so manchem Gewerkschafter gut tun, er müsste, schon mal nur eine Woche lang, ein kleines KMU führen, Löhne kalkulieren, mit seinem gesamten privaten Vermögen für die geschaffenen Arbeitsplätze haften etc.
Jeder will eine unabhängige Nationalbank ... und jeder will die Nationalbank für seine Ziele und Zwecke einsetzen!
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