Wir haben ein Problem! In Spitzenpositionen des Finanzmarktes hievt unsere Gesellschaft (vorwiegend) Männer, für die soziale Verantwortung ein Fremdwort ist.

  • Die Verantwortlichen des UBS- Milliardendebakels wurden nicht zur Rechenschaft gezogen. Im Parlament fand sich keine Mehrheit für eine PUK! Zu eng sind die Bande zwischen Finanzelite und bürgerlicher Parteispitze.
  • Nationalbankpräsident Hildebrand muss wegen eines Kavaliersdeliktes aus Sicht der Finanzbranche den Hut nehmen. Offenbar stand er den Interessen der Entourage um Christoph Blocher im Weg, oder dient ihnen durch die erzwungene Demission.
  • Verwaltungsräte von Krankenkassen werden sich wegen ungetreuer Geschäftsführung im Rahmen von Fusionsverhandlungen vor Gericht verantworten müssen.

Allen ist eines gemeinsam - die fehlende Wahrnehmung für ein ethisches Wirtschaftsverhalten. Die Sozialisierung, die Menschen auf ihrem Weg zu diesen Spitzenpositionen durchleben, scheint Verhalten zu belohnen, die einseitig auf Eigennutz und Gewinnmaximierung ausgerichtet sind, mit der Konsequenz, dass das Streben nach persönlicher materieller Bereicherung grenzenlos normal wird.

Die Probleme, die sich aus diesem Verhalten ergeben, sind evident und bedrohlich. Sie unterminieren langfristig nicht nur die demokratische und nachhaltige Entwicklung, sondern auch Wohlstand und sozialen Frieden.

11. Januar 2012
34 Kommentare

Kommentar von Nina K im Kontext:

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Nina K
17. Januar 2012

@Niklaus: "(Vorwiegend) Männer, die sich im Militär trafen, Unternehmen leiten, über Kreuzbeteiligungen verbunden sind, sich gegenseitig in den VR wählen, in der Politik tätig sind und gemeinsam "in eine Richtung denken".": Geben Sie damit Frau Gilli zum Teil Recht? (P. S. Vielleicht geh ich doch noch freiwillig ins Militär: nur um auch mal zum Filz zu gehören;))


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