Couchepin forderte es, Avenir Suisse schlägt es vor, die Wirtschaft will es und nun schlägt Rolf Dörig von der Swiss Life in die gleiche Kerbe, nämlich dem Rentenalter 70. Der Grund liegt darin, dass die Wirtschaft höhere AHV-Prämien fürchtet. Und mit solchen Prämienerhöhungen ist dank der zunehmenden Lebenserwartung zu rechnen. Doch die gleichen Kreise verweigern älteren Arbeitnehmern einen gesicherten Arbeitsplatz. Wer heute fünfzig ist, muss damit rechnen, dass er seine Stelle verliert und dass er nach der von den Bürgerlichen gekürzten Arbeitslosenentschädigungszeit auf der Fürsorge landet. Darüber hilft auch eine Flexibilisierung des Rentenalters nicht. Die Frage sei erlaubt, müssen Arbeitnehmer 20 Jahre vom Sozialdienst leben, bevor sie in Pension gehen können?
Rentenalter 70 und zuvor 20 Jahre von der Fürsorge leben?
Kommentar von Daniel M im Kontext:
» zur normalen Ansicht wechselnHallo Herr Niklaus
Die Frage der Entlöhung und Sozialleistungen ist ein Hauptgrund, wieso die betroffenen Personen nicht vermittelbar werden. Die Lohnpyramide müsste ggf. den Leistungen und Bedürfnissen angepasst werden.
Eine Heraufsetzung des Rentenalters bei immer knapper werdenden Arbeitsplätzen scheint mir eine Scheinlösung.
Inwiefern sich Ausgesteuerte aus verschieden Berufen für die Pflege eignen, müsste näher betrachted werden. Die Hingabe zur Pflege ist nicht allen gegeben, könnte aber einen Teil abdecken.
Mein Chef weiss nichts davon, aber ich würde eine Lohnreduktion zu Gunsten meiner Arbeitsplatzsicherheit nicht als Tabu ansehen.
Sinnvoll wäre auch eine Reduktion des Arbeitspensums in Schritten, so dass nebst dem Arbeitsleben, das oft Hobbys und Freunde in eine Nebenrolle verweist, wieder aufgebaut werden.
Viele fallen in ein Loch wenn sie von 100 auf 0 aus ihren Strukturen in die Bedeutungslosigkeit entlassen werden.
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