Wäre es nicht an der Zeit das Bankgeheimnis als Einladung zur Steuerhinterziehung abzuschaffen ?
Würde dies nicht auch den Franken schwächen ?
Tabu Bankgeheimnis
Gute Idee - logische Schlussfolgerung.
Herr Schneider ich bin wirklich neugierig, erklären Sie mich doch wie mittels der heutigen Gesetzgebung die Geldwäsche über den Bankenkanal möglich ist.
Das Bankkundengeheimnis der Schweiz ist heute eine egoistische, dem Schutz oft dubioser Gelder dienendes Berufsgeheimnis gegenüber den Steuersitzstaaten der Kunden. Dessen Abschaffung sollte im Interesse aller Staaten sein.
Die Schweiz hält unter anderem auch daran fest, weil andere Staaten das Verstecken von Geldern vor dem Fiskus auch noch praktizieren. Es ist wie bei den Kriegsmaterialexporten: Die Andern tun es auch, warum sollten wir darauf verzichten? Bis international abgestimmte Lösungen zustande kommen, könnte es aber noch Jahrzehnte dauern. Ohne Vorreiter-Staaten geht gar nichts. Die reiche Schweiz mit ihrer humanitären Tradition ist aufgerufen, hier einen Pflock einzuschlagen!
Was lange bestritten wurde zeigt sich heute: Der Werkplatz Schweiz gerät wegen der Attraktivität des Schweizer Frankens - auch eine Folge des Bankkundengeheimisses - unter Druck.
Besten Dank für Ihre Stellungnahme Herr Schneider.
Wieso kommt die Schweiz den betroffenen Staaten nicht entgegen ? Wer profitiert davon ? Wieso versucht die Politik das Bankgeheimis vehement zu verteidigen, obwohl der Druck aus dem Ausland berechtigt erscheint ? Geht die Schweiz pleite, wenn es aufgehoben wird ?
Das Bankgeheimnis ist staatspolitisch verwerflich!
Während das Bankgeheimnis zurzeit des Holocaust seine Berechtigung gehabt hat, hat es sich heute in das Gegenteil verkehrt: Es dient Diktatoren, Geldwäschern, Banken und Steuerflüchtlingen als Versteck vor dem berechtigten Zugriff ihrer Staaten. Wer Steuergerechtigkeit und Schutz vor Geldwäscherei als staatspolitische Ziele hochhält, kann nicht mehr für das Bankgeheimnis eintreten. Wie sollen die Steuerbehörden an die Informationen über die Steuerbetrüger oder –hinterzieher herankommen? Ohne Whistleblower geht das doch gar nicht! Wer meint, zuviel Steuern zahlen zu müssen, soll doch die Steuergesetze auf demokratischem Wege zu ändern versuchen. Wer Steuern hinterzieht oder dazu anstiftet ist ein „mieser Staatsbürger“ resp. eine „miese Bank“, in welchem Land auch immer und verdient keinen Schutz.
Daniel M
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