Die Jugend hat ein Recht anders zu sein.

So lang ist es gar nicht her. In St.Gallen schlossen die Bars und Discos um 01:00. Das Trottoir war pflichtbewusst zwei Stunden vorher eingefahren und der letzte Zug ins Appenzellerland schon längst weg. Die Strassenschlachten in Zürich waren noch gut in Erinnerung und Ausschreitungen gab es regelmässig an Fussballmatches im Espenmoos. Einmal musste sogar der Schiedsrichter mit dem Helikopter aus dem Stadion gerettet werden.

In meiner Schule hatte ich den Kauf eines SJW-Hefts zum Thema Aids zu verteidigen. Lehrer und Schüler waren sich nicht einig, ob dies nun eine Schwulenkrankheit war oder eine Strafe Gottes. Aber bestimmt nicht etwas, womit sich anständige Jugendliche auseinandersetzten.

Wenn auch der Film La Boum bei den Mädchen besser ankam, so gab es doch einen Film, der den Zeitgeist meiner Jugend wie kein anderer traf.


Footloose. In einer Stadt wurde das Tanzen zu exzessiver Musik verboten, weil bei einem tragischen Unfall der Sohn des Pastors ums Leben kam. Die Jugend hatte sich von da an konform zu verhalten und die Regeln zu befolgen. Doch eines haben die Alten vergessen, die Jugend hat das Recht ihre eigene Welt und Gesetze zu machen.

Im Jahr 2011 scheint das Re-Make aktueller denn je.


Liebe erwachsene Politiker denkt daran, auch wir waren mal jung. Und junge Politiker, wenn ihr ins Parlament gewählt werdet, "Erwachsen" wird man noch früh genug.

13. Oktober 2011
15 Kommentare

Kommentar von Kristof H im Kontext:

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Kristof H
13. Oktober 2011

Herr Niklaus. Ich glaube nicht, dass sich Gewalt und Schachbeschädigungsdelikte wie jüngst auf Zürich's Strassen und Fussballstadium geschehen durch jugendlichen Übermut erklären lassen. Diese Delikte gilt es scharf zu verurteilen und nicht schönzureden.


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