Am letzten Sessionstag hat der Nationalrat mit 115:79 Stimmen meiner Motion zugestimmt. Die ärztlichen Leistungen der anthroposphischen Medizin, klassischen Homöopathie, Neuraltherape, Phytotherapie und traditionellen chinesischen Arzneimitteltherapie sollen wieder von der Invalidenversicherung vergütet werden. Wenn in der Wintersession nach dem Bundesrat und dem Nationalrat auch der frisch gewählte Ständerat zustimmt, wird die Invalidenversicherung diese Leistungen analog der Obligatorischen Krankenpflegeversicherung ab dem 1. Januar 2012 wieder vergüten. Besonders für Kinder ist das wichtig.
Auch Invalidenversicherung soll ärztliche Kompelementärmedizin wieder bezahlen
Die Invalidenversicherung soll sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren, d.h. die Kostenübernahme für Menschen welche aus gesundheitlichen Gründen während einer gewissen Zeit oder nie mehr arbeiten können gewährleisten. Dies ist heute nicht mehr der Fall, denn die IV lehnt heute alle gesundheitlichen Probleme ab welche nicht sichtbar sind.
Die Kosten für obgenannte Behandlungen sind entweder durch die Grundversicherung oder mit der Zusatzversicherung abgedeckt.
Die Grundversicherung aber sollte nicht noch stärker belastet werden, denn diese müssen auch von finanziell schwachen Personen bezahlt werden können.
Irgendwann müsste eigentlich jeder darauf kommen, dass der Kessel am überlaufen ist und Forderungen wie diese absolut daneben sind.
da bin ich dagegen. Ich das soll die Grundversicherung bezahlen und nicht Invalidenversicherung.
das soll die Zusatzversicherung bezahlen, nicht die Grundversicherung! Bald können wir uns die nicht mehr leisten!
Wieso ist man nicht endlich bereit, bei der so genannten Komplementärmedizin für die nötige Triage einzustehen? Phytotherapie basiert auf Wirkstoffen, die wie Pharmazeutika positive und negative Effekte haben können. Pflanzenheilmittel können in klinischen Studien seriös geprüft werden und ihren Wirksamkeitsnachweis erbringen.
Ganz anders die Homöopathie: Sie ist klinisch gescheitert, die ihr zugrundeliegende These von einem "Wassergedächtnis" längst widerlegt. Es gilt die simple Losung: nichts drin, nichts dran. Es ist zu wünschen, dass sich rotgrün endlich bereit zeigt, bei der Komplementärmedizin genauer hinzusehen und die Quacksalber auszuschliessen.
Komplementärmedizin: Soll Invalidenversicherung für Placebo-Effekte bezahlen?
Da der Heilungseffekt vieler Methoden der Komplementärmedizin wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist, ist anzunehmen, dass die Heilung bei diesen Methoden vorwiegend über die Suggestivwirkung oder gar über die Selbstheilung durch „Warten“ erfolgt. Sollen wirklich alle Versicherten für diese Art der Heilung bezahlen?
Peinlich (und eigentlich auch schade) für die SP, dass sich Parteimitglieder für solche Scharlatanerei im Gesundheitswesen einsetzen.
Methoden ohne Wirkung sollen von den Versicherungen vergütet werden? Sogar Methoden die ganz klar widerlegt worden sind.
Ich gratuliere ihnen zum Erfolg: Sie kämpfen an vorderster Front, dass Pseudowissenschaft und Quacksalberei weiter verbreitet - gar staatlich gefördert werden. Sozialisten in antiaufklärerischer Mission - erscheint das nur mir Paradox?
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