Importüberschuss - oder : Wo bleibt die Logik?

Die Export-Industrie macht in Zeiten eines starken Frankens harte Zeiten durch. Der Ruf nach Unterstützung durch den Bund ist erfolgt - ja, der Bundesrat will sogar helfen. Nehmen wir das einmal zur Kenntnis.

Die Kehrseite: Die Schweiz importiert mehr als sie exportiert - ergo müsste der Profit aus den Währungsschwankungen insgesamt wesentlich grösser sein als die Verluste aus den Exporten. Nur redet von diesen Effekten - zumindest in Bundesbern - niemand so richtig. Die Gründe? Relativ einfach: Wenige bereichern sich im Moment an dieser Situation - u.a. auch grosse Konzerne in der Schweiz. Nur wird langsam jedem klar, dass sich unter dem Thema "Kaufkraftabschöpfung" ein in der Kalkulation der internationalen Konzerne wichtiger Faktor vermehrt zu unseren Ungunsten ausgelegt wird. Konkret werden Währungsgewinne (nebst der vorher schon massiven Kaufkraftabschöpfung) in Milliardenhöhe zulasten der Allgemeinheit erzielt. Und die Politik ist da nicht ganz unschuldig - inkl. der beteiligten Bundesämter, wenn es um Deklarationspflichten, Beipackzettel, Anschreibepflichten usw. geht. Nicht wirklich jede heute gültige Auflage ist sinnvoll. Damit auch wir als Bewohner der Schweiz profitieren können, sind folgende Massnahmen nötig:

  • Kartellverbot (Abschaffung Kartellgesetzgebung)
  • Weitergabepflicht von Währungsschwankungen an die Verbraucher
  • Verbot der Diskriminierung der Schweizer Konsumenten durch ungebührliche Preisdifferenzen zu wirtschaftlich ähnlich potenten Nachbarländern
  • Abschaffung von zur EU abweichenden Packungs- und Deklarationsvorschriften

Weitere Massnahmen sind sicher diskutier- und umsetzbar.
Fakt ist, dass wir durch einen starken Franken grundsätzlich einen Netto-Profit hätten - würden denn die erwirtschafteten Vorteile auch den Verbrauchern zukommen.

24. August 2011
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