Eine Wirtschaftskrise wird schon wieder herbei geredet. Die Arbeitgeber sind natürlich darum besorgt, die Löhne möglichst niederig zu halten.
Wollen wir aber wirklich deutsche Verhältnisse? Ich beobachte vermehrt, dass in D gewisse Geschäfte nur noch offen haben, weil sie ihre Angestellten auf 400€ Basis entschädigen. Das heisst, diese angestellten können von ihrem Einkommen nie und nimmer leben, liegen also der Allgemeinheit auf der Tasche. Von Aussen betrachtet ist das eine Subvention dieses Geschäftes - das kann es m.E. langfristig einfach nicht sein.
Ich postuliere ein Mindest-Grundeinkommen für Vollzeit-Angestellte, die es diesen Personen erlaubt, ein menschenwürdiges Leben zu führen. Nur so ist auch eine wirtschaftliche Gleichbehandlung gegeben - diejenigen Geschäfte und Firmen überleben, welche auch unter Bezahlung von Mindestlöhnen noch einen Gewinn erwirtschaften - ein völlig normaler Vorgang. Langfristig bringen Ideen wie die 400€-Jobs gar nichts - sie verunmöglichen den Arbeitnehmern jedoch einen Einstieg in "normal" bezahlte Jobs. Soweit möchte ich es in der Schweiz nicht kommen lassen. Daher bin ich für Mindestlöhne in allen Branchen. Auch wenn dann das Endprodukt und/oder die Dienstleistung etwas teurer wird.
Exitenz sichernde Grundeinkommen für alle Arbeitenden
23. August 2011
12 Kommentare
Kommentar von Frank S im Kontext:
» zur normalen Ansicht wechselnEs gab einmal einen Planeten, da hatte es so wenig Maschinen und Fabriken, dass es Vollzeitstellen für alle gab, sogar für
die kleinen Kinder. Weil das aber irgendwie nicht so schön war begann man zu rationalisieren. Ein paar Leute haben das
nicht mitbekommen und predigen heute noch Vollzeitarbeit und Arbeitszwang und unterstellen ihren Mitmenschen Faulheit.
Und wenn die dann gestorben sind, entwickeln wir die Gesellschaft weiter.
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