Starren Regeln für die Zuwanderung schaffen mehr Probleme als sie lösen. Wichtiger ist eine flexible Steuerung, angepasst an die gesellschaftlichen Bedürfnisse.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Unser Land ist auf Einwanderung angewiesen. Nur sie vermag zur Zeit die negativen Folgen der Überalterung auszugleichen.
Tourismusindustrie, Gesundheits- und Bildungswesen würden kollabieren ohne ausländische Arbeitskäfte. Fehlten diese plötzlich, müssten Spitäler dicht machen, Tausende von Lehrerstellen wären nicht besetzt, im Gastgewerbe ginge gar nichts mehr vor lauter Personalmangel. Wir brauchen eine bedürfnisgerechte Zuwanderung. Dies gilt es besser zu steuern, auch um ausschliessliche oder absehbare Zuwanderung in die Sozialsysteme zu verhindern. Die ganze Diskussion um die "Masseneinwanderung" verschleiert die viel wesentlichere Frage, welche Regeln des Zusammenlebens gelten sollen und was diesbezüglich unsere Erwartungen an Ausländer sind.

18. August 2011
18 Kommentare

Kommentar von Markus Lang im Kontext:

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Markus Lang [Beitragsautor]
7. September 2011

Gerade im Kanton Aargau ist Verkehrsplanung zu strassenlastig. Mir geht es nicht darum, Individualverkehr zu verhindern. Es geht um die Frage, wie unter Einsatz verschiedener Verkehrsträger ein Optimum, auch zu Gunsten der Strasse, an Verkehrsströmen erreicht werden kann, ohne unnötigen Mehrverkehr zu erzeugen. Die Limmattalbahn ist dabei ein interessanter Ansatz. Stadt- und Trambahnlinien fördern massiv verdichtetes Bauen und wirken damit Zersiedelungen entgegen. Schon jetzt sollte untersucht werden, ob eine Weiterführung der Limmattalbahn über Baden hinaus in den Raum Brugg/Windisch (Campus!) nicht auch wesentlich zur Lösung der Siedlungsentwicklungs- und Verkehrsproblematik im Unteren Aaretal beitragen könnte. Ich bin überzeugt, dass die inneren Entwicklungsmöglichkeiten längstens noch nicht ausgeschöpft sind, in vielen Bereichen stehen wir erst am Anfang (Energieeffizienz, smart meter, Elektromobilität...).


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