Das wäre eine mögliche Konsequenz. Wer im Stundenlohn angestellt ist, bekommt einfach pro h so und soviel CHF. Für die Unternehmen wäre es also lukrativer, die Angestellten mit weniger als 10'000.- im Stundenlohn anzustellen als sie fest anzustellen.
JA zur 1:12 Initiative = mehr Angestellte im Stundenlohn?
Doch, ich glaube schon. Dieses Anstellungsverhältnis ist von der Initiative nicht betroffen. In Branchen wo es üblich ist, Aushilfen zu haben, gibt es idR einen Mindeststundenlohn. In denen die nicht betroffen sind, sieht es anders aus und der Unternehmer kann ihn recht einfach festsetzten.
OK, aber mit einem Stundenlohn kann meines Erachtens die Initiative nicht aushebeln.
Halt, halt. Teilzeitarbeit ist nicht das Selbe wie „Stundenlohn“. Wer im Stundenlohn angestellt ist kann 100% arbeiten (theoretisch). Nur hat er keinen fixen Lohn, sondern nur die Stunden, die er auch wirklich arbeitet. Teilzeitstelle ist für mich jemand der zB. 40% oder 80% arbeitet. Und da zählt der Lohn, den sie mit 100% hätten.
Letztlich ist die Initiative populistischer Stuss der zuwenig gut durchdacht ist.
Teilzeitarbeit würde gemäss Initiative auch unter das Regime fallen. Aber für Praktikanten gäbe es eine Ausnahme. Und Selbstständige im Auftragsverhältnis wären natürlich nicht betroffen.
Es ist darum klar, dass es dann einfach «Scheinpraktikanten» und «Scheinselbstständige» geben würde. Und natürlich würden gewisse Arbeiten in Tochtergesellschaften ausgelagert.
Was die Juso wollen, wird garantiert nicht funktionieren. Aber es geht ihnen ja auch nicht um Lösungen, sondern um die Bewirtschaftung von Emotionen.
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