Das «Familienstimmrecht» ist Unsinn.

Zitat von der Homepage: «Der Kanton Luzern soll das aktive Stimm- und Wahlrecht ab Geburt einführen. Dabei wird das Stimmrecht von Personen unter 18 Jahren durch die Eltern ausgeübt.»
http://www.jcvp-lu.ch/news/2011/02/28/one-man---one-vote-die-jcvp-kanton-luzern-fordert-das-familienstimmrecht

Die jCVP will nicht den Kindern eine Stimme geben, sondern ihren Eltern. Es soll also nach Meinung der jCVP künftig Stimmbürger mit mehr und solche mit weniger Stimmgewicht geben. Es fragt sich, ob der Vater oder die Mutter nun die zusätzlichen Kinderstimmen bekommt? Oder sollen sie sich gemeinsam äussern? Wenn ja, wer kontrolliert das, was wenn sie sich nicht einig sind und was ist mit Alleinerziehern?

Und 16 Jährige, die sich aktiv mit Politik beschäftigen und «Ja» stimmen wollen müssen dann zusehen, wie ihre Eltern in ihrem Namen noch ein zusätzliches «Nein» einlegen?!?

Das ist weder im Interesse der Demokratie noch im Interesse der Kinder.

Eine stellvertretende Übertragung des Stimmrechts von einer Person auf eine andere kommt ganz sicher nicht in Frage. Wer sein Stimmrecht nicht ausüben kann, hat es verwirkt. Niemand soll mehr als eine Stimme haben.

Ich kann immer noch nicht glauben, dass die jCVP Luzern einen solchen hanebüchenen Unsinn ernsthaft vertreten will.

Das einzige, was mich beruhigt ist mein Vertrauen, dass das Stimmvolk einen solchen Unsinn sicher nicht annehmen wird. Die jCVP verschwendet ihre Mühe und macht sich damit nur lächerlich.

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