Preisbindungen sind nicht durchsetzbar.

Ganz unabhängig von der Frage, ob eine Buchpreisbindung wirklich dem Kulturgut Buch dient (ich finde nein), stelle ich mir die Frage, inwiefern ein Preisbindungsgesetz im Internet überhaupt durchgesetzt werden kann. Klar: Der Fakt, dass nicht alle erwischt werden, ist kein direkter Grund dagegen. Es wird ja auch nicht jeder gebüsst, der zu schnell fährt. Doch hier geht es nicht Leben und Tot und auch nicht um einen Eingriff in die Grundrechte Dritter. Wir reden von einem Markt, der genau wie alle anderen Märkte globaler wird. Das Internet unterstützt diesen Prozess.

Das Buchpreisbindungsgesetz diktiert allen Onlinehändlern weltweit den Verkaufspreis für Bücher. Soll der Zoll nun jedes Packet öffnen und überprüfen, ob ein Buch mit mehr als 5% Rabatt verkauft wurde? Ich finde, man muss schon nur aus diesen Überlegungen heraus zum Schluss kommen, dass sich die Entwicklung nicht aufhalten lässt.

Wie Marc Wäckerlin schon schrieb: Wenn eine Buchhandlung mit der Zeit geht, wird sie weiter bestehen. Wenn nicht, wird sie überflüssig und muss zu Recht schliessen. Solange es viele Wettbewerber gibt, besteht kein Monopol und somit auch keine Gefahr für die Konsumenten.

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