Müssen wir neben der Landwirtschaft tatsächlich auch noch den Buchhandel unterstützen?

Als jemand, der sich sein ganzes Berufsleben lang in der Privatwirtschaft behaupten musste - vier Jahre davon als Selbständiger - ist es nicht ansatzweise nachvollziehbar, warum man mit dem Argument Kulturvielfalt eine ganze Branche hätscheln will. Man muss kein Wirtschaftliberaler sein, um sich die Frage zu stellen, ob es zur Aufgabe des Staates gehört, den Wettbewerb per Gesetz auszuschalten. Angebot und Nachfrage, ist das nicht die Basis unseres Systems?
Warum überleben Dorfbäckerei, Dorfmetzger oder der lokale Radio/TV-Händler trotz krasser Übermacht der Grossverteiler? Weil man ihnen mit protektionistischen Massnahmen den Preis für ihre Produkte vorschreibt? Nein, sie haben entweder ihre Nische gefunden und sich durch spezielle Produkte oder Dienstleistungen profiliert oder sie mussten den Markt verlassen, weil sie mit ihrem Geschäftsmodell nicht überlebensfähig waren. Was sollte da im Buchhandel anders sein? Wer mit Amazon, ExLibris und Konsorten mithalten will, soll das versuchen. Ansonsten sucht man sich halt ein Segment und bietet einen Service an, der den Kunden aufzeigt, warum es einen Fachspezialisten braucht. Macht man das gut, hat man auch sein Auskommen. Ansonsten hat der Markt gespielt. Punkt.
Nachfolgend ein Post zu dem Thema: http://ahasoistdas.blogspot.com/2011/03/kulturforderung.html

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