Wenn zwei dasselbe tun: Soeben habe ich es im Teletext gelesen: „ Umdenken der Linken bei Staumauer"

"... Die Grossratsfraktion der SP, juso und PSA zeigt sich in der Energiediskussion kompromissbereit. Sie unterstützt nun klar die Ausbauprojekte der Kraftwerke Oberhasli KWD im Grimselgebiet."

Neu unterstützt die Fraktion damit auch die Erhöhung der Staumauer. Dies als Reaktion auf den Reaktor-Unfall von Fukushima. Man wünsche sich mit der Kehrtwende auch die Um-weltverbände beeinflussen zu können. Neu soll der Klimaschutz mindestens gleich stark wie der Denkmalschutz gewichtet werden.
Die Fraktion will zudem Gaskraftwerke als Übergangslösung fordern. Gleichstrom soll unter-irdisch fliessen.“

Gut so, Kompromissbereitschaft ist in der Politik neben vielem anderem notwendig. Diese Leute haben aus den Ereignissen in Japan Konsequenzen gezogen, was nur begrüsst werden kann. – Aber halt! Wie haben doch die gleichen oder ähnlichen Leute vor wenigen Tagen reagiert. Als Politiker, welche bisher die Atomenergie vertreten hatten, begannen, einen sofortigen oder mittelfristigen Atomausstieg zu verlangen, wurden sie als Wendehälse, als wankelmütig und anderes mehr bezeichnet und man zeigte mit den Fingern auf sie wegen ihrer früheren Einstellung. Könnte es eventuell sein, dass diese Kehrtwende auch Kompro-missbereitschaft beweist und eine Lehre aus dem Fukushima-Ereignis darstellt.

Könnte es sein, dass die verschiedenen Parteien das Recht haben, sich für alle politischen Fachbereiche zu interessieren, aus Ereignissen und Erkenntnissen Lehren zu ziehen und sich entsprechend zu äussern. Als wir vor einigen Jahren eine Petition mit 6000 Unterschriften einreichten, welche die Förderung des öffentlichen Verkehrs in der Zentralschweiz forderte, schrieb ein heutiger GB-Kantonsratskandidat in einem Leserbrief, dass wir uns damit in ein grünes Thema eingemischt hätten. Gibt es denn grüne, orange, rote und schwarze (etc.) Themen? Könnte es sein, dass uns Kompromissbereitschaft, gegenseitiges Verständnis und Zusammenarbeit weiterbringen würden? Es würde!

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