Das Problem ist, dass an der Arbeit zuviel Stress entsteht.

Das grundsätzlich Problem ist doch nicht, ob wir vier oder sechs Wochen Ferien pro Jahr haben.

Das Problem ist, dass die meisten Arbeitgeber vielzuviel von den Arbeitnehmer fordern. Das führt zu mehr Stress und grösserer Erschöpfung bei den Arbeitnehmern.

In den 60er oder 70er-Jahren hatte man noch beinahe das Doppelte an Zeit für dieselbe Arbeit wie heute. Heute muss alles effizient sein, sprich, das Letzte aus dem Arbeitnehmer herausholen zu möglichst wenig Lohn. Es ist doch nicht normal, dass in den 60ern ein verheirateter Arbeitnehmer noch gut für seine Familie sorgen konnte. Heute müssen beide, Mann und Frau arbeiten, damit sie einigermassen über die Runden kommen.

Ein grosses Problem ist auch, das Arbeitgeber und Arbeitnehmer in ein und derselben Gewerkschaft sind und die Arbeitgeber da natürlich das Sagen haben.

Beispiel: Mitte der 70er-Jahre arbeitete ich in einem Restaurant freiwillig 6 Tage/Woche und 12 Stunden/Tag. Damit wollte ich den Restaurantbesitzer unterstützen, weil er keinen zusätzlichen Kellner fand. Nach ein paar Monaten war ich körperlich kaputt und fragte nach einer normalen Arbeitszeit von 9 Stunden pro Tag und 5 Tage/Woche. Er lehnte ab und nachdem ich sagte, dass ich die Gewerkschaft anrufen würde, lachte er mich aus und sagte, dass er selbst in dieser Gewerkschaft ein hohes Amt bekleiden würde.

Wir alle müssen weniger nach Gewinn streben, mit weniger zufrieden sein, damit etwas weniger arbeiten und weniger Stress haben.

Ab das ist heutzutage reine Utopie.

11 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Arbeit»

zurück zum Seitenanfang
  • Copyright © Politnetz AG 2009–2017
  • Impressum
Release: production