ÖV ja, immer, aber nicht auf Kosten der Lebensqualität einer halben Stadt! Denken wir uns etwas Visionäres aus.

Es ist nicht einzusehen, warum das Tram mitten durch die Stadt Biel führen muss, wo es doch schon unbenützte Bahntrasses zur Genüge gibt, die erst noch die Stadt in zwei Teile teilen. Jetzt soll nochmals ein Strang gezogen werden, über den gefährliche Übergange geschaffen werden, so dass sich jedes Elternpaar von vorschulpflichtigen Kindern fürchten muss?

Es ist zu bedenken, dass es Sinn macht über eine West/Ost-Verbindung zu diskutieren, aber auch eine Nord/Süd-Verbindung muss geschaffen werden, die das Beaumont-Quartier mit Brügg verbindet.

Dem Vernehmen nach lehnte die SBB bisher kategorisch ab mit sich darüber reden zu lassen, wie ihr Brachland in Zukunft genutzt werden kann, um das Bieler Verkehrsnetz zu optimieren. Ich frage mich, ob unsere seeländisch-eidgenössischen Parlamentarier alles unternommen haben, um die SBB dazu zu zwingen, solange an den Tisch zu sitzen, bis eine Lösung gefunden wurde.

Sowieso muss im Seeland/Biel die Diskussion eröffnet und geführt werden, was mit der SBB-Rost- und Grasnarbe gigantischen Ausmasses mitten in der Stadt Biel geschehen soll. Bevor diese Frage nicht geklärt ist, macht eine Verkehrserschliessungsdiskussion schlicht keinen Sinn!

Würde nämlich im wahren Zentrum von Biel, dort wo heute das kaum noch benutzte Güterbahnhof-Gelände liegt, ein neuer Stadtteil entstehen, der für vielleicht 100'000 Menschen Wohn- und Arbeitsstätte würde, dann bekommt die Tram-Diskussion eine andere Dimension. Wir würden dann nicht mehr vom Tram reden, sondern von einer Metro, die sowieso schon unter dem Bahnhof, aber dann quer durch die Stadt bis ins Bözingenmoss führen könnte, ohne die Nachtruhe der AnstösserInnen zu stören und ohne FussgängerInnen und VelofahrerInnen zu gefährden.

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