Atomausstieg: Jetzt endlich anpacken! Und ein Umstieg auf eine Grüne Wirtschaft, denn so geht es! Zwei Initiativen der Grünen.

Nach dem schweren Atomunfall in Japan sollten es inzwischen alle einsehen: Die Technologie ist zu gefährlich, sie liefert zwar Strom, aber das Restrisiko ist zu hoch. Es hiess immer, Atomstrom sei sicher und solche Vorfälle passierten nur alle Jahrtausende einmal. Gegen diese Abwiegelung mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung spricht die Statistik selbst eine deutliche Sprache: Mit Three Mile Island 1979, Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 gab es in knapp 30 Jahren bereits drei sehr schwere Unglücksfälle, von den vielen Ereignissen ganz zu schweigen, wo es nur dank viel Glück nicht zur Katastrophe kam. Die Grünen sind daran, eine neue Initiative aufzugleisen, damit keine neuen Werke gebaut werden, sondern jetzt endlich der Atomausstieg angepackt wird. Die Zeit ist reif, wir sollten aus der Geschichte lernen.

Viele sind eigentlich dafür, aber... Wie wollen wir denn den Strom ersetzen, werden wir Grünen oft gefragt; ob denn Kohlekraftwerke in Deutschland oder importierter Atromstrom aus Frankreich besser sei? Natürlich nicht, ebenso wenig wie Agrotreibstoffe eine sinnvolle Alternative zu Erdöl sind. Was not tut, ist ein radikaler Wandel unserer Konsum- und Wirtschaftsweise. Dazu haben die Grünen kürzlich eine nationale Volksinitiative lanciert, die in einigen Medien leider allzu schnell lächerlich gemacht wurde. Die "Initiative für eine grüne Wirtschaft" fordert die möglichst umfassende Umrüstung auf nachhaltige Energien, geschlossene Kreisläufe dank noch mehr Recycling und den Einsatz für effektive Nachhaltigkeit in der Produktion und bei Dienstleistungen. Das Richtmass dazu ist der Fussabdruck: Die Menschen in den Industrieländern leben auf zu grossem Fuss, energetisch gesprochen. Es bringt nichts über die USA oder Japan zu fluchen, der Umstieg beginnt vor der eigenen Haustür. Wenn die Schweiz der Welt präsentiert wie sich mit weniger Ressourcenverschleiss dennoch weiterhin gut leben lässt, könnte sie wieder zum Vorreiter in Sachen Umweltschutz und innovativen Technologien werden. Die Zeit ist reif für grün!

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