Sind Desertec und Euro-Supergrid die Lösung?

Bei Desertec handelt es sich um ein Solares Grossprojekt in Nordafrika. Das Euro-Supergrid ist ein HGÜ-Netz das Nordafrika, den nahen Osten und Europa überzieht und elektrischen Strom über grosse Distanzen überträgt.

Desertec errechnete, dass mit Sonnenkolektoren in der Wüste Sahara auf einer Fläche von 133 x 133 km der gesamte Strombedarf Europas gedeckt werden könnte. Wie sähe das für die Schweiz aus?

Die Schweizer AKWs liefern jährlich 26 TWh an Strom (Quelle: die Websites der AKWs). Um dies zu ersetzen reicht im Desertec Projekt eine Fläche von 11.2 x 11.2 km Sonnenkolektoren.
Die Investition hierfür würde sich auf 24 Mia. Euro für die Anlage und ca. 2.5 Mia. Euro für die HGÜ-Leitungen belaufen. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Desertec).

Die Produktionskosten belaufen sich auf ca. 7 Rp. pro kWh für die Erstellung und auf ca. 2 Rp. pro kWh für den Transport über die HGÜ Leitungen in die Schweiz. (Quelle: Desertec)
Total 9 Rp. pro kWh.

Das AKW Leibstadt gibt auf ihrer Website aktuell Produktionskosten von 4-5 Rp. pro kWh an.

Ich würde mich sehr freuen wenn jemand meine Berechnungen nachprüft. Aber wenn 26.5 Mia Euro Investition und 9 Rp. pro kWh Produktionskosten tatsächlich stimmen um unsere Atomkraftwerke mit Solarenergie zu ersetzen, dann frage ich mich - worauf warten wir noch?

Anhang 1: Wer jetzt sagt - geht nicht, Nordafrikanische Staaten sind politisch zu instabil - frage ich dagegen, weshalb soll das bei Elektrizität eine Rolle spielen, wenn es beim Öl bisher kein Thema war.

Anhang 2: Wer jetzt sagt - und was ist wenn die Sonne nicht scheint? - halte ich dagegen: Energie von Sonnenkolektoren kann im Gegensatz zu Solarzellen leicht gespeichert werden und die Schweiz hat eine grosse Anzahl von Pumpspeicherkraftwerken zur Energiespeicherung.

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