Eine sehr emotionale Debatte in der das Selbstbestimmungsrecht der Frau scheinbar höher gewertet wird als das Recht auf Leben eines ungeborenen Kindes.

Die Diskussion über das Thema "Abtreibung" ist eine höchst emotional geführte Debatte, welche nicht selten in ideologischen Grabenkämpfen mündet.
Es scheint heute zunehmends schwieriger geworden zu sein, zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der Frau und dem Recht auf Leben eines ungeborenen Kindes zu entscheiden. Jedenfalls habe ich nach zahlreichen Diskussionen zu diesem delikaten Thema diesen Eindruck erhalten.
Für manche Schweizer scheint es sogar ein Grundrecht auf Abtreibung zu geben, hergeleitet durch das Selbstbestimmungsrecht der Frau.

Grundsätzlich halte ich diese Initiative für unterstützenswert, allerdings hat sie für mich einen grossen Nachteil:
Es wird nicht genannt, in welchen Fällen die Kosten einer Abtreibung übernommen werden sollen.
Für mich steht ausser Frage, dass die Kosten übernommen werden sollten, wenn eine Frau vergewaltigt wurde oder die Geburt schwere Folgen für die Frau haben könnte (zB tödliche).

Insofern würde ich auch einen Gegenvorschlag unterstützen, welche diese Punkte so noch übernehmen. Sollte kein Gegenvorschlag zustande kommen, werde ich auf den gesunden Menschenverstand der Politiker setzen und die Initiative dennoch unterstützen.

Die Abtreibung ist ein widernatürlicher Eingriff in die wohl natürlichste Sache der Welt: die Schwangerschaft. Warum soll das von der Grundversicherung übernommen werden?
Die Schwangerschaft ist keine Krankheit die es zu heilen gilt!
Und an alle welche die Abtreibung beschönigen wollen: Wir sprechen hier über das Töten eines ungeborenen Kindes!

Es scheint sich in unserer Gesellschaft zunehmend eine etwas verknorkste Einstellung zum Leben zu etablieren, da einem ungeborenen Kind scheinbar weniger Rechte zugesprochen werden, da es noch nicht auf die Welt gekommen ist.

Ein ungeborenes Kind ist jedoch unter dem Vorbehalt erbberechtigt, dass es lebend zur Welt kommt. Aber ein ultimatives Recht auf Leben soll es nicht haben?
Ganz nach dem Spruch: erbe oder sterbe.
Diese Entwicklung in unserer Gesellschaft ist doch sehr makaber!

Zusammenfassend bleibt mir zu sagen:

Mir ist durchaus bewusst, dass wir mit dieser Initiative nicht über ein Verbot von Abtreibungen sprechen (welches ich so auch nicht ünterstützen würde), sondern über die Streichung finanzieller Unterstützung für Abtreibungswillige.
Ich unterstütze diese Initiative, auch wenn ich mir noch Anpassungen wünschen würde welche genau klären in welchen Fällen die Abtreibung von der Grundversicherung übernommen wird.

Auch ein ungeborenes Kind trägt schlussendlich bereits das ganze Potential eines Menschen in sich. Für mich ist es daher nicht verantwortbar, dieses Leben auszulöschen oder die Abtreibung finanziell zu unterstützen.

Beste Grüsse

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