Wenn alle jene, die die Monopolstellung der Luzerner Zeitung beklagen, ein Abo für eine neue Bezahlzeitung lösen würden, wäre dies schon eine sehr gute Basis

Die Tendenzen sind eindeutig. Während die Bezahlzeitungen und Magazine an Abonnenten verlieren, gewinnen Gratismedien zusätzliche Leser und damit werden sie noch attraktiver für Werbung. Ich kenne auf Anhieb keinen wirtschaftlichen Bereich, der Teile seiner Produkte dauerhaft gratis zur Verfügung stellt.

Man stelle sich vor, ein Bäcker hat ein Brot im Sortiment, welches er jeden Tag gratis verschenkt, dafür werden Sie beim Gratiserwerb dieses Produktes zusätzlich mit einem Bündel Werbung beglückt.

Gratiszeitungen sind heute aus der Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken und da stellt sich für mich tatsächlich die Frage, wie viele Leute sind heute noch bereit, Geld für eine Zeitung und/oder eine Magazin auszugeben? Daneben müssen natürlich auch noch die dafür notwendigen Werbeeinnahmen generiert werden.

Dass sich die Luzerner Zeitung – und die Eigentumsverhältnisse mit dem NZZ Verlag im Rücken wirken ebenfalls noch zusätzlich – eher bürgerlich und konservativ ausgerichtet hat, ist aus Marketingsicht logisch, schliesslich ist im Kanton Luzern das Markpotential dort am höchsten.

Weniger Zeitungen und immer grössere Verlage bedeuten eine Einschränkung der Meinungsvielfalt, dies empfinde ich persönlich als grossen Verlust und ich bin sofort bereit, ein Jahresabo für eine neue Luzerner Tageszeitung zu lösen.

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