Die Arabische Welt steht am Anfang ihrer demokratischen Entwicklung und hat einen grossen Reformstau zu bewältigen. Europa war auch kein besserer Schüler.

Europa brauchte auch sehr lange um den Feudalismus zu überwinden und zu einer starken Demokratie zu gelangen.
Faschismus und Kommunismus sind dabei nur die jüngsten Betriebsunfälle, die demokratische Weiterentwicklung der EU und Ihrer Mitgliedstaaten wird sich unter dem enormen Schuldenberg erst noch beweisen müssen.
Was die Entwicklung im Arabischen Raum gefährlich macht, ist das explosive Bevölkerungswachstum. Kaum eine Regierungsform kann da flächendeckenden Wohlstand bringen und für die Massen bleiben dann nur zwei Auswege:
Den Weg übers MIttelmeer in das Überalterte Europa, oder die Rückkehr zu einem rigideren Islam. Beides zusammen könnte für uns Europäer zum ernsthaften Problem werden.
Die Araber verdienen eine Chance, doch Zeit für Illusionen gibt es nicht.
Europa muss die demokratischen Bestrebungen unterstützen, da es immer noch besser ist mit Demokraten zu verhandeln als mit Despoten.
Bisher wurde in der Geschichte jedes Vakuum gefüllt und langfristig wird Europas demographischer Unterdruck durch Afrikas und Asiens Armut ausgeglichen werden. Die Schweiz könnte sich hier wohl noch am längsten behaupten, da wir von guten Innereuropäischen Migranten profitieren und noch nicht ausgedünnt sind wie weite Teile Spaniens und Italiens.
Der Clash of Civilisations wird irgendwann kommen, sei es in Form eines Religionskonfliktes oder im Streit um die Rohstoffe und Reichtümer unserer Erde.

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