Die Endlagerung ist nicht gelöst und niemand will den Abfall bei sich gelagert haben. Die sprichwörtliche“Füfer-und-Weggli“ Mentalität.

Knappes Ja zur Atomenergie in Bern und wuchtiges Nein zur Endlagerung in Nidwalden. Genau hier zeigt sich das Dilemma der Atomenergie. Die Endlagerung ist nicht gelöst und niemand will den Abfall bei sich gelagert haben. Die sprichwörtliche“Füfer-und-Weggli“ Mentalität. Diese wird jedoch nicht zu haben sein. Wer Ja sagt zur Atomenergie, der muss auch ja sagen zur Endlagerung irgendwo in der Schweiz. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass niemand den Jahrhunderte lang strahlenden Atommüll in seiner Nachbarschaft haben will. Es gibt keine Erfahrungswerte und darum bleibt auch das Risiko unkalkulierbar. Trotzdem forciert die Atomlobby den Neubau von AKW mit den gebetsmühlenartigen Wiederholungen der angeblich drohenden Stromlücke. Die mögliche Alternative der erneuerbaren Energien wird dagegen klein geredet und als zu teuer gebrandmarkt. Es gab eine Zeit, da war die Schweiz Pionier in der Forschung der Sonnenergie. Leider hat die bürgerlich dominierte Politik dazu geführt, dass wir diesen Vorsprung eingebüsst haben. Die erneuerbaren Energien böten für die Schweiz als Forschungsstandort eine überaus nachhaltige Chance in doppelter Weise. Neue Arbeitsplätze und mehr Umwelt- und Klimaschutz. Natürlich werden die bürgerlichen Parteien im Wahljahr auch wieder Nachhaltigkeit und Umweltschutz predigen, bis die Wahlen vorbei sind und dann wieder zur Tagesordnung zurückkehren. Wahre und permanente Umweltpolitik wird jedoch Links von der Mitte gemacht.

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