Es braucht harte Verbraucherschutzgesetze, die garantieren, dass im Produkt das drin ist, was auch drin zu sein scheint.

Oftmals wird bei Produkten der Verbraucher absichtlich getäuscht.

Beispiele:

Coop «Fine Food» italienische Spezialität, da steht gross: «Mit Olivenöl extra vergine» auf der Verpackung. Kleingedruckt bei den Zutaten steht dann die Wahrheit: Es ist alles nur Sonnenblumenöl (~50%), bis auf lächerliche 2% Olivenöl. Auch das ist eine doppelte Verarsche: Einerseits wird besonders hochwertiges Olivenöl propagiert, das tatsächlich nur als Spurenelement vorhanden ist, andererseits wird mit «Fine Food» besondere Qualität vorgegaukelt, die ebenfalls nicht existiert.

Lidl Bündnerfleisch «Region Graubünden»-Label mit Schweizerkreuz und Graubünden-Siegel, hinten klein gedruckt: «Fleisch()» und ganz ganz weit unten: «()EU». Da benutzt man gleich verschiedene Tricks, um den Kunden zu verarschen und vorzugaukeln, es handle sich um eine regionale Spezialität, dabei ist erst auf den dritten Blick versteckt ersichtlich, dass das Fleisch nicht mal aus der Schweiz kommt.

Und dann eben auch bei den Kindern:

Kinderschokolade, Kinderriegel und alle anderen «Kinder»-Produkte, sowie und Jamadu, die so tun, als wären sie besonders geeignet für Kinder, die Werbung unterstreicht dann gern die angeblich vorhandene «gesunde Milch», dabei bestehen die Produkte vorwiegend aus viel zu viel Zucker, Fett und Weissmehl. Die Produkte sind für Kinder absolut ungeeignet.

Solche Machenschaften müssen abgestellt werden!

Wenn wir Mogelpackungen verbieten, schützen wir damit auch die Kinder.

Sollte ich in den Nationalrat gewählt werden, werde ich versuchen, Partner zu finden, um dem einen Riegel zu schieben. Stossrichtung: Der Konsument darf nicht getäuscht werden, Werbeversprechen sollen verbindlich und einklagbar werden, Kleingedrucktes soll nur für Nebensächliches erlaubt sein, wesentliche Eigenschaften sind gross zu beschriften, nur Hauptbestandteile sollen beworben werden dürfen (also z.B. «Sonnenblumenöl» statt «Olivenöl extra vergine», oder bei der Milchschnitte statt «mit viel gesunder Milch» neu nur noch erlaubt zu schreiben «mit viel ungesundem Zucker, Mehl und Fett»).

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