Ein zweigeteiltes Problem: Politiker versuchen Wähler für dumm zu verkaufen und Wähler informieren sich nicht, weshalb sie sich auch nicht interessieren!

Das Problem sind Politiker, die sich den Medienmechanismen unterordnen (Personalisierung), Parteien am rechten und linken Rand, die mit immer lauterem Geschrei (Polarisierung) immer weniger zustande bringen, Politiker, die aus Scheinwerfersucht dem Populismus verfallen und mit blindem Aktionismus und pauschalen Aussagen versuchen die Wähler für dumm zu verkaufen (die das teils merken und teils nicht - und wer lässt sich schon gern für dumm verkaufen?).

Auf der anderen Seite stehen Bürger, die ihrer Informationspflicht nicht mehr nachkommen: Ja, der Bürger hat eine Informationspflicht, da er sonst kein mündiger Bürger ist und wir die Demokratie gleich abschaffen können - man erinnere sich an die Aufklärung: Wo bleibt der Austritt des Bürgers aus der selbstverschuldeten (!!) Unmündigkeit? Gratiszeitungen sind keine Quelle für relevante Informationen (Danke für die Volksverdummung lieber Blick am Abend) & es gibt Gegenden in der CH, in denen 60% der Haushalte keine Zeitungen mehr abonniert haben... ja, es gibt Online-Ausgaben, aber das ersetzt - mindestens für mich - keine echte Zeitung!
Wer sich nicht informiert ist auch nicht interessiert!

Wenn schon in der ganzen Schweiz die Lehrpläne vereinheitlicht werden (HAHAHARMOS) dann verlange ich Medienerziehung ab der Primarschule, um künfitgen Generationen einen kompetenten Umgang mit den Massenmedien zu ermöglichen!

Dazu bleibt nur noch zu hoffen, dass die NZZ ihren Relaunch im September unbeschadet übersteht, da diese nach dem Aderlass bei Tagi und Bund die einzige gute & informative deutschsprachige Tageszeitung der Schweiz ist, die noch existiert. Daneben die sehr eigensinnige aber ebenfalls hervorragende WOZ und die immer wieder lustige Weltwoche, die aber beide nur wöchentlich erscheinen. Und dann gibts da noch den Nebelspalter...aber ich schweife ab...

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