Schluss mit der Diskriminierung von Familien, die ihre Kinder selber betreuen

Ich kämpfe allgemein für eine steuerliche Entlastung von Familien und Kindern ein. Höhere Familienzulagen fände ich dazu ein besseres Mittel als Steuerentlastungen. Familien mit sehr tiefem Einkommen profitieren von Steuerentlastungen kaum oder gar nicht. Trotzdem ist es besser die Familien mit einer Steuererleichterung zu unterstützen als auf die Unterstützung zu verzichten.

Eine familieninterne Betreuung wäre für das Kind wohl die beste Lösung, für viele Familien (oder geschiedene Elternteile mit Kindern) ist dies aber nicht möglich. Die steuerliche Entlastung für Fremdbetreuung ist somit aus meiner Sicht gerechtfertigt.

Gleichzeitig dürfen aber Familien nicht benachteiligt werden, wenn sie ihre Kinder selber betreuen. Verzichtet ein Elternteil doch häufig deswegen auf die finanziell lohnenswertere Variante, eine Arbeitsstelle anzunehmen. Aber genau diese Diskriminierung gibt es heute: Familien die ihre Kinder selber betreuen, können dafür keine Steuerabzüge machen (im Gegensatz zu Familien, die ihre Kinder gegen Entgelt fremd betreuen lassen).

Das will die Initiative ändern: Sie fordert, dass den Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, einen mindestens so hohen Steuerabzug für die Kinderbetreuung gewährt wird wie Eltern, die ihre Kinder fremd betreuen lassen. Ich finde es sehr sinnvoll, beide Betreuungsmodelle steuerrechtlich gleich zu stellen und somit die Diskriminierung der Eigenbetreuung abzuschaffen. Deshalb unterstütze ich die Familieninitiative.

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