Jeder darf sich eine beliebige Therapie aussuchen, aber nicht alles gehört in die Grundversicherung. Wer Homöopathie will, soll selbst bezahlen.

Wenn Homöopathie in die Grundversicherung aufgenommen wird, fülle ich Wasser in Flaschen, spucke darauf und verlange die Zulassung als Heilmittel! Auch das wirkt als Placebo, wenn jemand daran glaubt.

Die Aufweichung der klaren und überprüfbaren wissenschaftlichen Kriterien zur Wirksamkeit führt dazu, dass in der Konsequenz jeder Unsinn zugelassen werden müsste, wenn nur genug Leute schreien, ihnen habe es geholfen.

Wenn für Homöopathie und andere nicht dieselben Kriterien gelten, wie für die Heilmittel der Schulmedizin, ist das eine unfaire Benachteiligung der Schulmedizin. Sie kann dann zu Recht verlangen, dass sie auch keine Wirksamkeit mehr nachweisen müsse.

Fazit: Die Kriterien für eine Zulassung müssen klar sein und für alle Heilmethoden identisch. Eine Ungleichbehandlung kommt nicht in Frage.

Und jetzt fragt Euch bitte mal ehrlich, liebe Homöopathiebefürworter: Wollt ihr wirklich, dass die Schulmedizin für alles ohne Wirksamkeitsnachweis eine Zulassung erhält? Wollt Ihr wirklich, dass die Regeln, die Ihr für «Alternativmethoden» beansprucht umgekehrt auch für die Schulmedizin gelten?

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