Wer den Staat betrügt, gehört strafrechtlich verfolgt. Das gilt für Sozialhilfebetrüger ebenso, wie für Steuerhinterzieher und Mutterschaftsurlaub-Erschleicher.

Einmal mehr wird der Staat durch Private betrogen, indem sich gewisse Leute Sozialleistungen erschleichen. Nachzulesen im heutigen Bund. Seltsamerweise gibt es diesmal keinen Aufschrei von Seiten der selbsternannten Moralwächter. Kein Sozialschmarotzer kommt über sonst nicht leise Lippen und auch das Wort „Schein“, verbunden mit einem anderen Hauptwort hört man nicht. Weshalb? Na ja, es würde diesmal in zweierlei Hinsicht nicht passen. Es handelt sich nicht um Scheinschwangerschaften, sondern um reale Geburten. Und die Betrüger sind diesmal eben nicht Ausländer und sozial Randständige, sondern Gewerbler und Bauern, welche ihre Frauen und Töchter kurz vor einer Geburt anstellen oder ihnen hohe Lohnerhöhungen gewähren, damit die vom Staat während 14 Wochen ausbezahlten Gelder für den Schwangerschaftsurlaub möglichst hoch ausfallen. Eigenverantwortung? Weniger Staat? Wenn’s ums Geld geht, offenbar nicht.

Bitte nicht falsch verstehen. Betrug gilt es zu bekämpfen, aber eben überall und gleich. So wie wir Angaben von Sozialhilfebezügern konsequent überprüfen, müsste man dies ebenso bei andern staatlichen Ausgaben aber auch bei den Steuern tun.

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