Die Initianten und ihr Halbwissen im aktuellen schweizerischen Waffengesetz

Sind es nun die pro- und contra-Diskussionen im TV, Radio oder hier im Netz, so spiegelt sich das eine immer wieder:

Die Befürworter haben keine Ahnung über das aktuelle Waffengesetz. Sie verlangen Verschärfungen ohne zu wissen, wie das ganze schon Heute gehandhabt wird. Grosse Sprüche rausposaunen, aber keine Ahnung von der Materie haben bestätigen diverse Diskussionen immer wieder. Warum nehmen sich die Befürworter nicht einmal die Zeit, das aktuelle Waffengesetz zu studieren, als immer nur Unwahrheiten in die Runde zu werfen?

Am peinlichsten sind Aussagen wie: "ich habe schon gehört dass man mit einem Bürgernachweis eine Waffe kaufen kann" oder "Munition bekommt man in jedem Waffengeschäft einfach so" oder "jeder kann einfach so eine Waffe kaufen, ohne dass er überprüft wird". Klar können die Befürworter nicht die Wahrheit wissen, als Waffengegner haben sie ja noch nie den bürokrativen Aufwand eines Waffenerwerbs auf sich genommen.

Das die Initianten keine Ahnung des Waffengesetzes haben hat uns ja die Gsoa-Ikea-Vorführung gezeigt.

Das zweite peinliche ist die Unwissenheit über Waffen und den Schiesssport. Da kommen dann Aussagen wie "eine Pump-Action ist eine reine Macho-Pistole wegen des starken Rückschlags" oder "IPSC ist meines Wissens nicht gross verbreitet".

Warum recherchieren diese Leute nicht einmal bevor sie solche Unwahrheiten auftischen? Und lustig ist auch, dass die meisten beim Thema nicht mehr Antworten wenn die Fakten auf den Tisch kommen.

Ich würde ja gerne einmal solche Waffengegner zu einem Schiessanlass mitnehmen. Dann würden die einmal sehen wie faszinierend dieser Sport sein kann. Das kann man mit einer grossen Familie vergleichen. Das gibt es in keinem Marathon, Hockey- oder Fussballmatch. Ausserdem sind alles friedliche und offene Menschen, mit welchen man sofort ins Gespräch kommt. Leider interessiert das die Befürworter nicht gross, am liebsten alles verbieten was man selber nicht versteht, oder verstehen will.

Es ist einfach traurig wie mit Suizidopfern Stimmung gegen rechtschaffene Waffenbesitzer gemacht wird. Bin ich jetzt als Waffenbesitzer ein potentieller Mörder, Frauenbedroher und Suizidgefährdeter Psychopath? Bei den Statements hier kriege ich langsam das Gefühl dies sei jeder Waffenbesitzer.

Als Waffenbesitzer kann ich mir keine Vergehen gegen das Gesetz leisten. Ich kann weder im "schwarzen Block" an der 1. Mai-Demo Schaufenster einschlagen, noch kann ich Häuser besetzen. Ich kann auch nicht an Sportveranstaltungen andere anpöbeln, noch kann ich Häuser und Fassaden beschmieren. Das sind Dinge welche die Befürworter und Initianten tun können, ich jedoch nicht. Beim kleinsten Vergehen, oder Strafregistereintrag bin ich nicht mehr autorisiert um Waffen besitzen zu dürfen. Bei der kleinsten Drohung gegen eine andere Person können mir schon alle Waffen entzogen werden. Und nun wollen mir Leute, deren Ideologie von solchen gesetzes-Untreuen Personen geteilt werden, mittels einem Gesetz meine gesammelten Gegenstände einziehen?

Zeigt halt auch einmal mehr, keine Ahnung der jetzigen Gesetze im Waffenrecht.

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